5. Tag 15.04.2026
Heute sollte Kristins großer Tag werden. Kristin wünschte sich schon lange einmal Tandem-Paragliding zu fliegen. Nachdem ich ihr es bei ihrem Yoga Retreat letzten November in der Türkei ausreden konnte, hatte da schon meine Sicherheitsbedenken in der Türkei und es in Santa Barbara letzten November aufgrund des Wetters nicht geklappt hatte, war klar in diesem Urlaub muss es klappen.
Ein Glück hat der "weltberühmte" Torrey Pines Glider Port so gut wie keine Tage an dem das Wetter nicht mitspielt.
Das besondere am Torrey Pines Glider Port ist, das Start und Landepunkt der selbe sind. Oft wird ja beim Paragliding am Berg gestartet und im Tal gelandet. Durch die Klippen und den stetigen Wind ist es am Torrey Pines Glider Port möglich dort zu landen wo man gestartet ist.
Man kann keine Flüge reservieren, man ruft morgens an, nennt sein Gewicht und man bekommt eine grobe Schätzung wann am Tag der Flug stattfinden kann. Tendenziell kann man sagen, je leichter man ist, je früher kann man fliegen.
Wir starteten unseren Tag wieder als locals in der Mission Valley Breakfast Company. Das Essen war wieder hervorragend.

Man sieht mir die nicht so guten Nächte an. Ich hab eine kaputte Schulter die nachts ständig schmerzt, der OP Termin ist Anfang Juli. Habe momentan den Schlafrhythmus von 2 Stunden Schlaf, eine Stunde wach unter ner Wärmedecke und dann wenn ich Glück habe noch mal 2 Stunden Schlaf. Komme in guten Nächten so auf 5 Stunden schlaf, aber halt dauernd unterbrochen. So richtig erholsam ist es nicht. Die kaputte Schulter ist auch der Grund weshalb Kristin alleine fliegt. Ein dummer Sturz auf die Schulter wäre das Ende für eine minimal invasive OP und das wollte ich nicht riskieren.

Der French Toast im Hintergrund war mit Abstand der Beste den ich je gegessen hatte. Das Ei war mit portugiesischer Bratwurst und Bacon gefüllt
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Glider Port. Wie fast zu allen Zielen dauerte die Fahrt 20 Minuten, ein Hoch auf Mission Valley als location.
Kristin checkte ein leistete gefühlt 2 Millionen Unterschriften auf einem Waiver und musste per Videoaufzeichnung bestätigen, dass sie den Waiver verstanden hat und sich darüber im klaren ist, dass sie beim Paragliden sterben könnte.... Wäre wohl nichts mit einer Millionenklage im Fall der Fälle geworden. Passenderweise lief auf dem Weg zum Glider Port eine Morgan&Morgan Werbung im Radio

Der Wind hatte noch nicht so wie erwartet aufgefrischt und wir mussten noch etwas warten.
Ich kam mit drei locals ins Gespräch, der eine hatte deutsche Verwandte und besucht sie auch noch regelmäßig. Hatten ein nettes Gespräch, es wurde auch nach unserer Meinung zu Trump gefragt, aber erst nachdem die Gegenseite ihren Missfallen kundgetan hatte.

Auf gehts Richtung Abgrund...

Ready for Take-Off
Kristin war für ungefähr eine halbe Stunde in der Luft, es ging entlang der Klippen am berühmten Torrey Pines Golfkurs entlang, dann zurück über den Glider Port Richtung La Jolla wo es eine Besichtigung der multi Millionen Villen gab.
Kristin kam mit dem breitesten Grinsen der Welt zurück. Ich war schon neidisch, freute mich aber extrem für Kristin.
Der Flug kostete 200 USD, was ich als fair empfinde.
Anschließend wanderte wir noch durch die Klippen und freuten uns auf den nächsten Tag, weil wir da morgens an den Torrey Pines Strand wollten.

Das ding war ziemlich klapperig

Die Küste um SD ist so wunderschön. Ich habe einen neuen Lieblingsort gefunden. Wir überlegten was man hier ungefähr verdienen müsste um einen annähernd gleichen Lebensstandard wie in Deutschland zu haben und kamen so auf ca das 3-fache Jahresgehalt.
Sollte ich im Lotto gewinnen, wüsste wo ich mich niederlassen würde.
SD wäre für uns der perfekte Ort. Das ganze Jahr um die 22 Grad, im Winter nicht lange/oft kälter, im Sommer nicht wesentlich höher. Tolle Küste, tolle Berge im Hinterland und super freundliche Menschen und ein Freizeitangebot welches seines Gleichen sucht.
Wir konnten uns nur schwer von diesem Flecken lösen, wir wollten aber noch einen Spaziergang im Balboa Park machen.
Auf dem weg zum Balboa Park machten wir einen kleinen Zwischenstop bei JVs Mexican Food, einen einfache, aber extrem leckeren Lokal. Ich war da schon letzten März und die Dame hinterm Bestelltresen hatte sich damals dermaßen darüber gefreut, dass einer aus Europa in ihren Laden kam.Ich hatte JVs in einem Youtube Video entdeckt.
Auch der zweite Besuch enttäuschte nicht.
Ich hatte zwei Tacos (Chicken und Carne Asada), Kristin einen Taco Salat.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich neben Tacos auch Jarritos Limos liebe? Wenn nicht, nun wisst ihr es und ich empfehle es euch die mal zu probieren. Muss hier in Deutschland noch eine Quelle dafür auftun.
Nach dem leckeren Essen ging es noch in den Balboa Park, die unzähligen Museen ließen wir links liegen und genossen einfach die Anlage.
Ich Dödel hatte irgendwie die meiste Zeit am Glider Port keine Mütze auf und mir die pralle Sonne auf die Glatze strahlen lassen.
Ich muss mir einen leichten Sonnenstich zugezogen haben, auf einmal wurde mir übel und extrem kalt. Kristin besorge mir eine große Flasche Gatorade und die darin enthaltenen Elektrolyte ließen es schon besser werden. Wir entschieden aber dennoch zurück ins Hotel zu fahren wo wir dann den Abend verbrachten.