Alligator Tour 2019 - Ein Roadtrip durch Florida und Georgia

mbx4711

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Samstag, 26.10.2019: Nach Naples mit Stop in Sarasota (Teil 2)

Kurz vor 17 Uhr sind wir dann am Ziel, dem "Cove Inn". Wir beziehen unser Zimmer und schauen uns dann die Anlage dieses Resorts an, es liegt direkt am Wasser und zum Resort gehört auch eine Marina.

Das Hotel ist recht schön, am Zimmer gibt es überhaupt nichts auszusetzen, aber ich würde es wohl nicht nochmal buchen. Das hat mehrere Gründe, u.a.
  • Das Hotel erhebt eine Resort Fee. Dies mag ich überhaupt nicht, ich halte dies für unehrlich und eine Preisverschleierung, weil man den echten Preis erst spät im Buchungsvorgang sieht.
  • Es liegt im Süden Naples nahe der 5th Avenue und "Downtown", dies ist die Schicki-Micki Ecke von Naples, und das merkt man auch am Hotelpublikum
  • ordentliches Frühstück gibt es auch keines, das Café im Hotel ist nicht nur überfüllt sondern auch ziemlich 'basic', der Geruch nach Speck und Eiern begrüßte uns beim Verlassen des Zimmers und war in der Lobby bis zum frühen Nachmittag gegenwärtig.
  • Mit dem Abendessen hatten wir auch Probleme, dazu gleich mehr.

Dokumentiert haben wir das Hotel natürlich:


Unser Zimmer


Unser Zimmer


Der Blick von unserem Balkon


Die Marina am Hotel, rechts die Pool Bar


Und das ist der Pool

Nachdem der 'Action' Teil des Urlaubs jetzt vorbei ist, genehmigen wir uns nach dem Rundgang ums Hotel an der Poolbar erstmal einen Drink.

Vermutlich irgendwie zum Hotel gehörend findet sich daneben das 'Boathouse', ein Restaurant, und da hatten wir dann fürs Abendessen reserviert. Und das sollte restaurantmässig zur grössten Enttäuschung des Urlaubs werden.

Kurz und knapp begrüsst, wurden wir an einen Tisch gesetzt und fanden uns dort mit nur einer Speisekarte vor. Die Hostess war schon wieder über alle Berge, und es dauerte ziemlich lange, bis sich die Bedienung vorstellte und wir noch eine Speisekarte bekamen. Das Personal war zwar bemüht, aber völlig überlastet und auch total unorganisiert. Das liesse sich vielleicht noch verschmerzen, aber auch die Qualität des Essens war schlicht und ergreifend schlecht, insbesondere unter Berücksichtigung des Preisniveaus. Bei 30 Dollar (ohne Tip und Tax) für Pasta mit Meeresfrüchten - das hatte Stephan bestellt - erwarten wir einfach sehr gute Qualität. Ich hatte einen Taco Salat mit Garnelen, die Taco Schale war nicht knusprig sondern muffig, lag also schon lange in der Küche offen herum. Der Salat darin war normales Grünzeug fast ohne Dressing, da retten ein paar lauwarme Shrimps obendrauf das Essen nicht mehr. 20 Dollar kostete es. Bleibt nur noch anzumerken, das die Margarita, die ich mir zum Essen bestellte, nicht nur teurer war wie gestern bei Tony Roma's, sondern auch wesentlich kleiner daherkam.


Das Restaurant

Halten wir noch die Fahrtstrecke fest, 244 Meilen waren es.
 

mbx4711

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Sonntag, 27. Oktober 2019: Relaxen in Naples

Frühstück gab es im Hotel ja nicht, ich glaube, Kaffee konten wir uns auf dem Zimmer selber kochen, daher machten wir uns recht schnell auf zum Pool. Da hielten wir es einige Stunden aus.


Im Pool des Cove Inn

Irgendwann wurd der Hunger dann doch zu gross, und um 12 Uhr machten wir uns auf zu einem kleinen Streifzug Richtung "Downtown" und der Pier. Hin ging es gemütlich entlang der 12th Avenue South.






Ich versuche, eine der Straßen zu portraitieren


Es handelt sich um die 5th Street South. Das Foto lässt zu wünschen übrig, da für Handys noch keine Gegenlichtblenden erfunden wurden.


"Downtown Naples". Es ist natürlich schon Weihnachten, wie hier an der 3rd Street South

Etwas zu Essen gibt es im "Old Naples Pub". Zur Abwechlung mal wieder gutes Essen, für Stephan ein Crab Cake Sandwich und für mich einen Chicken Wrap (mit Obstsalat als Beilage!).

Danach sind wir dann noch bis zum Strand und zur Pier gelaufen.


Weiter entlang der 13th Avenue


Durchgang zum Strand


Der Strand in Naples


Naples Pier


Der Strand in Naples von der Pier aus


Zurück geht es wieder entlang der 13th Avenue South

Wir schauen uns nochmal ausführlich in der Umgebung des Hotels um:


Das Cove in von der Wasserseite (Naples City Dock), die Bar ist rechts


Stephan vor unserem Zimmer (im 1. Stock in der Ecke)

Da uns die Gegend ums Hotel etwas zu „schicki-micki“ war und aufgrund des Reinfalls mit dem „Boathouse“ gestern griffen wir fürs Abendessen auf Bewährtes zurück und fuhren zu einem Outback Steakhose im Norden Naples. Ich hatte Chicken Cesar Salad, Stephan ein Ribeye Steak.


Und hier jetzt endlich das Hotel von vorne: Das Cove Inn von der Landseite bei unserer Rückkehr vom Abendessen

An der Poolbar ist nahezu Feierabend, aber für uns gibt es noch einen Drink. Und wir merken, das der Urlaub herum ist, auf dem Handy erledigen wir schon mal den Check-In für den morgigen Rückflug.


Abschiedsdrinks in der Bar

Zum Abendessen musste das Auto ran, 11 Meilen waren es.
 

mbx4711

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Montag, 28. und Dienstag, 29. Oktober: Rückflug


Tja, das wars. Es geht nach Hause. Gestern Abend hatten wir noch das Gapäck zusammengepackt, heute Morgen wird alles ins Auto geschmissen und los geht es. Nach einigen Meilen dann gleich ein Stop. Bei McDonalds an der US41 gibt es Frühstück. Danach geht es dann in einem Rutsch über den Tamiami Trail zum Flughafen in Miami, kurz unterbrochen vom letzten Tankstop an der Kreuzung mit der LeJeune Road.


Noch ein Foto aus dem Fenster: Die Everglades neben dem Tamiami Trail

Die Mietwagenrückgabe ist problemlos und dann geht es zum Terminal. Hierbei machen wir das nun wirklich letzte Bahnfoto des Urlaubs. Wir erwischen einen Stehplatz in der ersten Reihe und können den entgekenkommenden Zug des zwischen Terminals und Car Rental Center verkehrenden People Mover fotografieren:



Check In ist natürlich noch nicht offen und wir finden Sitzplätze im Erdgeschoss des Terminals nahe der Abfahrtstelle für Charterbusse. In der fast völlig leeren Halle machen auch die Busfahrer Pause und wir "dürfen" ihre Unterhaltung über Überstunden und falsche Einsatzplanung mithören.

Doch irgendwann geht es wirklich los:


An Bord des A340

4
Es geht los


Noch ein Blick auf die anderen Flugzeuge am Airport


Miami


Miami Beach

Der A340 ist jetzt nicht so toll wie der A380. Es gibt es nur wenige Reihen Premium Economy am Anfang der Economy Kabine und wie üblich muss man die Toiletten der Economy benutzen. Auch der Service ist wesentlich schlechter wie auf dem Hinflug und zeichnet sich nur durch Gleichgültigkeit und Unfreundlichkeit aus.


Blick von den Toiletten auf die vordere Economy Kabine, hinter den Fliegengittern ganz vorne ist die Premium Economy


Halbzeit


Sonnenaufgang

Wir erreichen Frankfurt und was ich nicht gedacht hätte, eine Stunde Umsteigezeit zum ICE nach Köln ist völlig ausreichend. Wir genehmigen uns erstmal einen Kaffee, sammeln dann das Gepäck ein und warten auf dem Bahnsteig auf den (fast) pünktlichen Zug.



Zum Schluss gibt es nochmal Lounge für uns, daran ist Lufthansa aber unschuldig. Müde warte ich in der Bahn Lounge bei einem Kaffee aufs Gepäck.

Mit ICE und S-Bahn geht es bis nach Hause, und dann ist mal wieder ein Urlaub rum.
 

Yvi

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Danke danke danke für deinen Bericht mit so tollen Bildern! Da kommt gerade solche Sehnsucht hoch wenn ich deine Bilder sehe!
 

mbx4711

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Nachwort

Ein großes Nachwort will ich jetzt nicht schreiben. Alles in Allem war es ein sehr schöner Urlaub, der mir erlaubte, Bekanntes in Florida nochmal zu sehen, aber auch einige der nach vielen Urlauben in fast 30 Jahren immer noch verhandenen Lücken zu besuchen. Mit dem ländlichen Süden Georgias gab es interessante neue Gegenden zu sehen.

Über Florida werde ich in der näheren Zukunft wohl nicht viel zu sagen haben. 2020 stand sowieso Europa auf dem Urlaubsplan (und zwar Anfang Mai, das ist damit ziemlich gescheitert), und was in 2021 passiert ist ja noch ziemlich ungewiss. Sollte es eine Fernreise werden, tendiere ich aber Richtung Asien, Japan steht seit langem auf der Liste und war auch schon mal für 2020 vorgesehen. Badeurlaub auf den Keys kann ich aber auch nicht ausschliessen.

Ich darf mich noch für die positiven Kommentare zum Bericht bedanken und werde wohl auch weiterhin den einen oder anderen Reisebericht hier lesen, um über Florida auf dem Laufenden zu bleiben.

Manfred
 

Sommarsverige

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Ich möchte mich ganz herzlich bei Euch für diesen tollen Bericht bedanken :)

Gerade der letzte Beitrag hat bei mir ganz viele tolle Erinnerungen und gleichzeitig schlimmes Fernweh hervor gerufen. Wir waren ein paar Wochen nach Euch im Cove Inn. Insgesamt hat uns das Hotel ganz gut gefallen, allerdings war es bei uns zum Teil wegen Bauarbeiten an einigen oberen Zimmern ziemlich laut.
Das Restaurant haben wir nicht ausprobiert. Wir hatten es erst überlegt, aber dann war es doch eine gut Entscheidung, dass wir es nicht gemacht haben.

Die schöne Deko an der 3rd Street South haben wir etwas später dann auch bewundern dürfen!

Vielen Dank fürs Berichten!

Gruß, Birte
 

bacchus85

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Auch von mir vielen lieben Dank für den tollen Bericht! Dein Schreibstil und insbesondere die Fotos waren wirklich spitze!

Gruß,
Peter
 

Texelrita

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Lieben Dank für diesen tollen Bericht, er hat mir die Sehnsucht geschürt aber auch war es Balsam für die Seele, danke (y) dafür!
 

Manoli

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Vielen Dank für den tollen Bericht! Ich bin sehr gerne mit euch gereist, auch wenn das Fernweh dadurch nicht kleiner geworden ist.
Japan steht übrigens auch immer noch auf meiner To do Reiseliste.

Liebe Grüße
Manu
 

Reisezottel

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Herzlichen Dank!!! Von Anfang bis Ende ein toller Reisebericht und ich bin sehr gerne mitgereist!

Schönes Wochenende, bleibt gesund - oder wie ein Arzt vor ein paar Tagen zu mir gesagt hat: "Bleibt negativ!"

Reisezottel Angelika
 

topefa

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Ich bin begeistert von Euren letzten Streifzügen, die die hier im Forum doch weitgehend unbekannte Innenstadt Orlandos und den öffentlichen Verkehr samt Sunrail Zuglinie beleuchten, aber auch das sehenswerte Ringling Estate und das gepflegte Naples! 👏

Ganz tolle Eindrücke auch von Eurem Rückflug! 👍

Vielen herzlichen Dank für diesen ganz besonderen Reisebericht mit vielen schönen Fotos, der viele unbekannte Regionen, Orte und vor allem auch den öffentlichen Verkehr präsentiert! Über die bekannten Regionen habe ich mich natürlich auch sehr gefreut, weil sie schöne Erinnerungen wecken. 🥰 Ich habe ihn mit großem Interesse verfolgt und ihn wirklich sehr genossen - TOP! 👏👏👏

Schönen Pfingstmontag und alles Gute für spätere Reisen! Vielleicht hört und sieht man mal wieder was von Euch, wenn Ihr Euch auf US-Wege begeben solltet.

LG,
Topefa
 

muffin

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Es geht tatsächlich weiter!

Montag, 21. Oktober 2019 - Entlang der Golfküste


Bevor es losgeht: der Sonnenaufgang

Die Golfküste am Panhandle kann man so grob in zwei Abschnitte einteilen, einmal die "Emerald Coast", das ist westliche Abschnitt von Pensacola bis Panama City, hier konzentriert sich der Massentourismus. Mit Fort Walton waren wir mittendrin, und Panama City Beach ist historisch das Zentrum dieses Gebietes, bestens bekannt (oder berüchtigt) für die "Spring Break" Parties im Frühling. Danach folgt dann die "Forgotten Coast", ein Marketing Term den die weitere Küste bis zum Knick Richtung Süden hin sich gegeben hat. Hier ist der Massentourismus noch ziemlich abwesend, es gibt lange einsame Straßenabschnitte und nur kleinere Orte. Liebhaber von Kettenhotels wie wir haben Probleme, eine Unterkunft zu finden. Zentrum des Ganzen ist in gewissem Sinne Apalachicola, und dort ist dann unser Hotel für die nächsten zwei Nächte.

Für einen ganzen Tag Beschäftigung ist die Strecke eigentlich ein bisschen kurz, wir wollen dann und wann stoppen und uns den touristischen Rummel mal ansehen. Nach dem Frühstück im Hotel geht es etwas unentschieden im Prinzip entlang der US98, aber einmal auch ein gutes Stück weiter landeinwärts, Richtung Osten. Erster Stop sollte bereits in Destin am Harbor Boardwalk sein, wir verpassen aber die Abzweigung und so geht es nur mit einem Tankstop weiter bis Panama City Beach. Da gibt es eine grössere Pause.


Ankunft in Panama City Beach. Wir werden von den Hoteltürmen an der Front Beach Road begrüsst.

In Panama City Beach gibt es zwei Piers, von Westen kommend zunächst die Russel-Fields Pier und dann die M.B. Miller County Pier. Dort haben wir angehalten. Drei Dollar kostet das Vergnügen, die Pier entlang laufen zu dürfen. Insbesondere weiter Richtung Osten gibt es einen beeindruckenden Blick auf die Hotelburgen entlang des Ufers.


Die M.B. Miller County Pier


Blick direkt am Strand Richtung Westen


Und nach Osten


Am Ende der Pier. Wie üblich ist Fischen von der Pier sehr beliebt


Bis Kuba ist es von hier sehr weit

Dann schauen wir uns noch in der Nähe der Pier um:


Mingolf Kurs an der Pier


Drink and Drive. Sowohl Scooter wie Daiquiris gibt es hier


Das wars für uns hier, wir gehen zurück zur Pier und zum Parkplatz

Als erstes steht Pause bei einem Starbucks auf dem Programm. Das ist nicht ganz so einfach, der erste ist in einem der großen Hotels, Parkplätze gibt es nur für "take away". Wir müssen ein gutes Stück zurückfahren bis wir in einem Shopping Center auf den nächsten treffen.

Hinter Panama City Beach kommen wir dann in die eigentliche Stadt Panama City, und wir sind überrascht von der sichtbaren Zerstörung in der Stadt. Je weiter nach Osten wir kommen, umso schlimmer wird es. Viele Häuser, Läden, ganze Einkaufszeilen und Kirchen sind nur noch Ruinen. Überall sind Handwerker im Einsatz und mit Neubau bzw. Wiederaufbau beschäftigt. Am Ende des Tages können wir dann googeln, was hier passiert ist. Es war Hurricane Michael im Oktober 2018, der bis dato stärkste Hurricane, der im Panhandle auf Land traf, und zwar knapp östlich Panama Citys. Die verheerenden Auswirkungen waren auch nach einem Jahr noch gut sichtbar.


Das war mal ein Wald. Umgeknickte Palmen auf der weiteren Strecke hinter Panama City.

Wir kommen auf der weiteren Strecke auch durch Mexico Beach, ein Ort, der durch den Hurricane fast ausradiert wurde. Inwieweit Apalachicola betroffen war, kann ich nicht sagen, direkte Zerstörungen sind keine mehr zu sehen. Wirtschaftlich müsste der Ort nicht schlecht dastehen, ist hier und in den Nachbarorten doch das Zentrum der amerikanischen Austernfischerei.

Unser Hotel ist das Water Street Hotel and Marina, ein Haus der Choice Kette, und zwar der am oberen Ende angesiedelten "Ascend" Marke. Es ist ziemlich neu, liegt am Ende des Ortes an einem Kanal und hebt sich markant von der anderen Bebauung, den Überrresten kleiner Werften und Bootsreparaturbetrieben, ab.



Unser Zimmer ist ein ganzes Appartement mit Wohnzimmer, Küchenecke, Schlafzimmer und zwei Bädern, sowie einer Veranda.


Das Hotel vom Wasser aus. Für Bootsbesitzer sind die Parkplätze näher am Hotel wie für uns.


Unser Wohnzimmer


Und dies ist der Ausblick auf Kanal und Sümpfe


Die maritime Industrie neben dem Hotel entlang der Water Street

So ganz gefallen hat mir das Hotel nicht. Mit dazu beigetragen hat sicherlich das Wetter, es gab nämlich wieder eine geschlossene Wolkendecke. Und ohne Sonne war es in den Zimmern doch ziemlich dunkel. Relaxen am Pool musste auch ausfallen, gerade als ich mich am Pool hingesetzt hatte, fielen die ersten Tropfen.

Positiv waren Waschmaschine und Trockner im Zimmer, damit konnten wir den Nachmittag nutzen und mal wieder waschen.

Zum Hotel noch so viel. Die übliche Zufriedenheitsumfrage nach dem Aufenthalt hatte ich diesmal beantwortet. Mir ist ja klar, das die Bewertungen inflationär vergeben werden, aber ein "Herausragend" kann ich mir beim besten Willen nicht abringen, wenn zwar alles grundsätzlich in Ordnung ist, aber nichts wirklich besonders positiv. Und es gab sogar einige kleinere Mängel, daher hatte ich das Hotel mit knapp "sehr gut" (also 4 von 5 Sternen) bewertet. Ein paar Tage später trudelte dann eine e-mail mit Textbausteinen ein; man war tief enttäuscht, das es mir nicht gefallen hatte. Wo hatte ich das gesagt? "Sehr gut" ist gleichbedeutend mit "enttäuschend"? Bei ein oder zwei Sternen wäre es der Fall gewesen. Irgend etwas konkretes zu den erwähnten Mängeln stand aber nicht in der Antwort. Das ist alles Aktionismus, der mir als Kunden nichts bringt.

Und hier noch die Mängelliste, nichts weltbewegendes, aber in einem Hotel das sich in der Oberklasse sieht sollte so etwas nicht vorkommen:

1) Der Getränkeautomat war total leer, ein Hinweis darauf wurde an der Rezeption mit Schulterzucken quittiert
2) Login ins Internet war eher kompliziert, und die Verbindung brach häufig für durchaus längere Zeit zusammen
3) Im Geschirrspüler fanden wir altes Geschirr
4) Das Frühstück kann ich nicht so richtig einordnen, es war mehr eine Notration um die erste Stunde des Tages zu überleben: Ein Muffin und ein kleiner Obstsalat pro Person, vom Reinigungspersonal am Vortag im Kühlschrank hinterlassen. Das habe ich in einem ähnlichen Hotel schon einmal anders erlebt, da wurde morgens nach Anruf vom Personal ein Tablett mit einem ausführlichen Frühstück zum Zimmer gebracht - da könnte man sich dann über ein echtes "sehr gut" bei der Bewertung unterhalten.


Anderswo treibt das Bemühen um gute Bewertungen auch seltsame Blüten. Hier bettelte man um 10 Sterne.

Beim Abendessen gab es dann aber eine positive Überraschung. Wir waren im "Up the Creek Raw Bar" nur ein paar Meter entfernt ebenfalls an der Water Street. Das ganze ziemlich "bodenständig". Bestellen mussten wir Getränke und das Essen an der Theke, es wurde dann an den Tisch serviert. Dafür war das Essen wirklich sehr gut.


Up The Creek Raw Bar.


Im Restaurant


Auch zum Restaurant kann man mit dem Boot fahren


Zu Austern konnten wir uns nicht durchringen. Stephan hatte Shrimp mit Pommes Frites. Ich hatte Fisch (Mahi-Mahi).

Gefahren sind wir 152 Meilen.
Die Austern sind doch erstklassig! Unbedingt probieren, wenn man dort ist.
 
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