Tag 8, 14.7.25
Heute war um 7h Tagwache (freute nicht jeden.. ), da es zeitig los in die Everglades ging. Die Fahrt war unspektakulär, wir kamen recht zügig hin. Unterwegs sahen wir jemanden, der scheinbar siedelte …
Bei Captain Jack’s hatten wir eine Airboat Tour geplant, anschließend eine Swamp Buggy Tour (die Fehlentscheidung des Sommers –das ist keinerlei Untertreibung) und den Besuch der Alligator Show.
Die Airboat Tour war toll! Mit teils wirklich rasantem Tempo ging es die Wasserwege entlang, Tiere waren leider selten zu sehen. Ein einziger Gator (mein Mann meint immer noch, dass der bloß aus Plastik war) und ein paar Vögel. Aber gut – wußten wir vorher. Unser Guide hatte jede Menge lustige Facts auf Lager und machte die Tour noch kurzweiliger.
Anschließend wurde nach einer kurzen Trinkpause ein Rundgang am ‚boardwalk‘ vorgeschlagen. Taten wir. Kurz. Nochmals zur Erinnerung: wir hatten unsere Kleidung imprägniert. Wir hatten uns auch vor dem Wegfahren eingesprüht. Wir hatten die Reste der Sprays (nobite und Autan) mit. Aber der Boardwalk… nun… wir sahen ein paar Krebse (cool), Spinnen (ähhh……. Ihhhh) und hörten und sahen SIE, die bösen Moskitos. Also – Rückzug antreten!
Besser wieder ins Auto, zum Anbieter Wootens (die gehören scheinbar alle zusammen) 10min weiter und ab zur Swamp Buggy Tour. Vom Check in zu einem Wartebereich über der Bundesstraße geschickt, harrten wir der Dinge und konnten hunderte wirklich große Heuschrecken begutachten.
Und dann kam er….. ein Mann, groß, eingemummt wie ein … ja, wie was? Imker? Kontaminierungsbeauftragter? Seuchenmitarbeiter? Noch lachten wir Touris. Aber nicht lange. Denn der wußte genau, wieso er das tat. Und wer zuletzt lacht..
Nicht mal eine Minute nach Start, am ‚Beginn‘ des Graslandes, des Sumpfes, kamen Millionen – nein, Milliarden von den Mistviechern. Wir saßen wie am Präsentierteller. Auf den Rücken vor uns – zwanzig, dreißig Moskitos pro Person, rund um die restlichen fliegend. Alles schlug und kreischte, klatschte,… den Guide vorne konnte man nicht mehr verstehen.
Bei uns vier? Nun gut, manch Moskito kam näher, ein paar wenige (Kinder jeweils gut 5-10 Stiche, ich keine, mein Mann 3 oder 4) waren schon da. Ich versprühte noch die Reste über die Familie (ob es das gebracht hat weiß ich nicht). Aber – NoBite hielt, was es versprach! Noch nie war ich Chemie so dankbar!
Das besondere ‚Highlight‘ während dieser Fahrt war zusätzlich eine kleine, eher bläulich schimmernde Spinne (ich hätte sie fotografieren sollen - aber da war die Furcht größer als die Neugierde), die plötzlich am Boden des Gefährts krabbelte. Das war für die meisten Touris ‚too much‘. Der Fahrer sah kurz hin und meinte lapidar, dass sie nicht giftig sei. Ein beherzter Herr mit Badeschlapfen hat sie dann unter Applaus der anderen ‚erledigt‘. Puh – mehr braucht man echt nicht.
Zurück am ehemaligen Warteplatz ließ der Guide noch einen Spruch los (wenn er keinen Applaus oder Geld bekommt, er kann damit leben, er ist gewohnt, dass seine Fahrgäste lieber flüchten) – dann suchten wir Schutz im Hauptgebäude gegenüber.
Die Alligatorshow war dafür echt toll, viele Facts, mit viel Witz erzählt von einem jungen Mann. Im Anschluß durfte man die winzigen Gators auch mal halten, der winzige ‚Jellybean‘ hat sich ins Herz meiner Tochter eingebrannt. (nein, wird trotzdem nicht unser Haustier!)
Die Rückfahrt im strömenden Regen verschliefen die Kids – viel Sonne und doch ein bißl Aufregung reichten aus. Den restlichen Tag wurde relaxt, geschwommen, im Pool gespielt und gut gegessen.