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Etwas Miami, eine Brise Keys, ein bisschen Clearwater – gewürzt mit Disney und Universal
Dieser Reisebericht begann – wie so viele große Abenteuer – mit einem harmlosen Gedanken:
„Ach, ich lese nur mal kurz in einem Thread mit…“
Einige Zeit später saß ich da, starrte sehnsüchtig auf das Bild unseres Wagoneers (den ich tatsächlich ziemlich vermisse) und hatte plötzlich wieder diesen ganz bestimmten Geruch in der Nase – diesen Moment, wenn man das Flughafengebäude in Florida verlässt.
Unser nächster Florida-Trip ist zwar erst in 2,5 Jahren geplant, aber bis dahin kann ich ja noch einmal den letzten Urlaub Revue passieren lassen. Eigentlich hatte ich das gar nicht vor… aber kennt ihr dieses kleine Ziehen in der Herzgegend? Dieses süße, sehnsüchtige Gefühl, das sich breitmacht, sobald man sich mit bestimmten Erinnerungen beschäftigt?
Ich gebe dem jetzt einfach nach und nehme euch nochmal mit auf unsere Reise. – (Seht mir aber bitte nach, falls es etwas dauert, bis ich die einzelnen Tage fertig habe.)
Auf unserer kleinen (nicht ganz) Rundreise von Tampa über Miami, Key West und Islamorada bis nach Clearwater und Orlando haben wir davon mehr als genug gesehen.
… wobei: Wenn ihr mich fragt, eigentlich trotzdem nicht genug.
Ich kann es kaum erwarten, bis endlich die Zeit kommt, wieder mit der Planung für 2028 zu starten.
Bevor es richtig losgeht, noch ein kleines Update aus der Kategorie: „Wer gehört eigentlich zu wem – und warum?“
Unsere Familiengeschichte ist nämlich ein bisschen… sagen wir: international komplex. Früher war ich mit meinem Ex-Mann unterwegs, der praktischerweise aus Florida stammt – was den Zugang zu Insiderwissen, Familienbesuchen und sehr gutem BBQ deutlich erleichtert hat. (Falls also jemand mal über einen meiner uralten Forenposts stolpert und sich wundert – das ist die Erklärung dazu.)
Unser Sohn hat nicht nur eine doppelte Staatsbürgerschaft, sondern auch einige Verwandtschaft in Florida… Wir geben also eines unserer Kinder zwischenzeitlich nicht bei Wildfremden ab.🙈
Heute sieht unsere Reisegruppe so aus:
Ich, mein Mann Thomas (der sich während dieser Reise mehrfach gefragt hat, wie genau er eigentlich hier gelandet ist), unser Sohn Caleb (10) und unsere Tochter Viola (4).
Eine wunderbar bunte Mischung aus Interessen – von
„Ich will Elsa sehen!“
bis
„Können wir noch drei Stunden fahren, um uns diesen einen Strandabschnitt auch noch anzuschauen?“
Apropos Autofahren:
Durch die Weihnachtsferien waren wir terminlich ungefähr so flexibel wie ein Stein. Also haben wir kurzerhand beschlossen, einfach möglichst viel zu sehen – in möglichst wenig Zeit. Mit viel Optimismus und Google Maps als treuem Begleiter.
Unsere Route klang dann auch eher wie eine Challenge als nach Urlaub. Im Nachhinein wären zwei bis drei Tage mehr definitiv sinnvoll gewesen – trotzdem war es überraschend entspannt.
Was allerdings kein Zufall war: Eine sehr akribische Planung (die meinen Mann zeitweise an seiner Lebensentscheidung mich zu heiraten zweifeln ließ 😉) hat ihren Teil dazu beigetragen, dass wir trotz absoluter Hochsaison fast ohne Staus und ohne schlechte Laune unterwegs waren.
Die Flüge gingen von München nach Orlando – mit Zwischenstopp in Charlotte, vier Airtags im Aufgabegepäck und einer ordentlichen Portion Glück.
Wie schön, dass ihr alle dabei seid – herzlich willkommen auf unserer Reise! Die Vorbereitung
Möglicherweise ist das dem einen oder anderen viel zu viel Text. Dieses Kapitel kann also gerne übersprungen werden, falls ihr schon sehnsüchtig auf Urlaubsfotos wartet.
Mittlerweile war ich doch schon einige Male in Florida:
Einmal, als ich selbst noch sehr jung war – gemeinsam mit meinen Eltern und der ganzen Familie, insgesamt zu zwölft. Später dann noch einmal nur mit meiner Mutter und meiner Großmutter. Zwei weitere Reisen folgten mit Freunden … und ab da schließlich mit Kind.
Vor drei Jahren waren wir dann zum ersten Mal in dieser Konstellation mit zwei Kindern unterwegs. Man könnte also meinen, ich hätte inzwischen so ziemlich alle Interessensgebiete für jede Altersgruppe in diesem Bundesstaat abgedeckt.
Aber genau das ist es, was ich an Florida so spannend finde: Bei jeder neuen Recherche entdeckt man wieder etwas völlig Neues. Vor allem, wenn man hier im Forum unterwegs ist. An dieser Stelle also ein ganz herzliches Dankeschön an euch alle!
2022 haben wir den Großteil unserer Zeit mit Kleinkind noch ganz entspannt in einem Ferienhaus verbracht.
Dieses Mal hingegen haben wir uns – mehr oder weniger – für einen Roadtrip entschieden. So spontan, wie das vielleicht klingt, war es allerdings nicht: Alle Hotels wurden bereits von zuhause aus fest gebucht, und ich hatte einen prall gefüllten Ordner mit allem, was ich entlang unserer Route finden konnte. Mein Mann hielt mich deswegen zeitweise für leicht verrückt.
Aber wie ich hier im Forum festgestellt habe, gibt es durchaus noch andere, die genauso planen – also kann es so schlimm wohl nicht sein 😄
Nur mein Handgepäck hat darunter ziemlich gelitten …
Vorab gebucht & Infos zu den Buchungen
• Der Parkplatz am Flughafen München
Die Parkplätze in Terminalnähe waren zur Weihnachtszeit deutlich teurer als ich es bisher gewohnt war, deshalb parkten wir dieses Mal etwas außerhalb in P43.
• Flüge über Expedia mit American Airlines, inklusive der ersten Nacht im Tampa Marriott Airport Hotel
Vorab eines: Ich merke an meinem eigenen Verhalten, wie ich immer ängstlicher werde. Früher haben mich kurze Umsteigezeiten und kurzfristige Hoteländerungen nicht im Geringsten verunsichert. Ich habe mich einfach darauf verlassen, dass sich die Zuständigen schon darum kümmern, dass alles glattläuft. Dieses Mal kosteten mich einige Entscheidungen doch hin und wieder den Schlaf.
Was ich wollte: Einen Flug mit höchstens einmal Umsteigen, passenden Umstiegszeiten, Aufgabegepäck und Sitzplatzreservierung, dazu die erste Nacht in einem tollen Hotel – am besten fußläufig zum Flughafen – und das alles zu einem möglichst guten Preis. (Wollen wir das nicht alle?)
Bekommen habe ich genau das – nur mit einer Umstiegszeit, die mich fünf Monate lang zittern ließ. 1:35 Stunden hatten wir Zeit zum Umsteigen in Charlotte. Drei Jahre zuvor haben wir das ohne Probleme geschafft, allerdings sind nur zwei unserer vier Koffer am Zielflughafen angekommen. Was sich am Ende aber auch als völlig unproblematisch herausstellte.
– 716 € pro Person in der teuersten Reisezeit waren mir das Zittern wert. Also: Augen zu und durch.
In unserem Sommerurlaub in Italien kam dann die Erleichterung: Der Flug wurde umgebucht – auf 2:22 Stunden Umstiegszeit.
• Mietwagen FFAR
• 2 Nächte im Fortune House in Miami Brickell
(+ Hop-on-Hop-off-Tickets, die ich am Black Friday etwas günstiger ergattern konnte)
Gebucht hatte ich ursprünglich ein anderes Apartment: das Palermo im AKA Brickell Hotel im 29. Stock. Etwa fünf Monate vor Abreise erhielt ich jedoch eine Nachricht von der Vermietung – der Eigentümer wolle die Wohnung in dieser Zeit selbst nutzen, ich solle die Reservierung stornieren.
Alles, was danach folgte, war von der Hausverwaltung SEHR unprofessionell. Ich habe mich sofort bei Expedia gemeldet. Dort hieß es, das Apartment sei zwar belegt, aber es gäbe mehrere Wohnungen im Gebäude und man würde sich um eine Alternative kümmern.
Ich bekam auch die Kontaktdaten der Verwaltung – doch nachdem sich zwei Wochen lang nichts getan hatte, rief ich selbst dort an. Wieder wurde ich dazu gedrängt zu stornieren, da ich die Wohnung ohnehin nicht nutzen könne. Gleichzeitig sah ich aber, dass andere Apartments verfügbar waren – allerdings deutlich teurer.
Das war meiner Meinung nach nicht mein Problem: Ich hatte bereits alles bezahlt und war der Meinung, wenn sie mir die Unterkunft nicht geben wollten, sollten sie selbst stornieren – mit allen Konsequenzen.
Dann hörte ich wieder zehn Tage nichts. Auf dem Weg in unseren Italienurlaub beschloss ich, die sechsstündige Fahrtzeit sinnvoll zu nutzen und das Thema endgültig zu klären. Ich rief Expedia an – und genau in diesem Moment ging die Stornierung des Vermieters ein.
Innerhalb einer Stunde hatte ich drei Alternativen zur Auswahl, alle zum gleichen Preis. Nachdem ich gesehen hatte, dass die neue Unterkunft sogar besser war, war ich wieder glücklich. Ich hoffe, die Differenz musste vom ursprünglichen Anbieter übernommen werden.
• 1 Nacht im Best Western Hibiscus in Key West
• 1 Nacht im Creekside Inn in Islamorada
• 1 Nacht im La Quinta Downtown in Naples
• 3 Nächte im Wyndham Grand Clearwater
• 2 Nächte im Universal Cabana Bay
• 2 Nächte im Disney Art of Animation
1 Tagesticket für Disneys Hollywood Studios
1 Restaurantbesuch im Sci-Fi Dine-In Theater
Der Flug wurde gebucht, sobald es möglich war, und die restlichen Bausteine habe ich nach und nach ergänzt. Ich kann gar nicht genau sagen, wann unser Countdown gestartet hat – ich schätze irgendwo bei 300 Tagen. Mit den Kindern habe ich dann bei 60 Tagen angefangen zu zählen.
Und damit: Sonnencreme auftragen, anschnallen, Handykameras bereithalten.
Ready? Let’s go …
Tag 1 – Die Anreise – Alles löst sich in Wohlgefallen auf
Unser Urlaub begann offiziell um 4 Uhr früh. Da wir gut 2,5 Stunden vom Flughafen München entfernt wohnen und unser Flug um 10:20 Uhr gehen sollte, wollten wir genügend Zeit einplanen. Ich gehöre zu den Menschen, die gerne pünktlich sind – sehr pünktlich . Aber an solchen Tagen macht mir eine Stunde mehr oder weniger Schlaf ohnehin nichts aus. Für mich gehört die Anreise schließlich schon zum Urlaub dazu.
Deutlich früher als erwartet erreichten wir das Parkhaus P43. Während wir auf den Shuttlebus zum Terminal warteten, wurde uns allerdings schnell klar, wie kalt es tatsächlich war. In diesem Moment bereute ich zum ersten Mal unsere Parkplatzwahl – auch wenn ich sie bei einem Preisunterschied von 250 Euro (im Vergleich zu direkt am Terminal parken) wahrscheinlich trotzdem wieder treffen würde. Trotz der frühen Uhrzeit standen bereits einige Reisende mit viel Gepäck an der Haltestelle. Wie zu erwarten, passten wir nicht alle in den ersten Bus und mussten auf den nächsten warten.
Im zweiten Bus fanden wir schließlich Platz. Viele blieben verständlicherweise direkt im Eingangsbereich stehen, da sich das mit dem Gepäck am besten anbot. Hinter mir drängten jedoch noch weitere Fahrgäste hinein, also beschloss ich, mich weiter nach hinten durchzuarbeiten. Es handelte sich um einen ganz normalen Linienbus – ohne Gepäckablagen oder ähnlichen Komfort. Mein Mann hatte unsere Tochter an der Hand und zusätzlich einen Koffer, unser zehnjähriger Sohn ebenfalls einen. Ich selbst kämpfte mich mit zwei großen Koffern und meinem Handgepäck auf dem Rücken durch den Bus. Eine echte Herausforderung.
Die meisten Sitzplätze waren zwar frei, aber nur diejenigen mit leichtem Handgepäck konnten sie auch nutzen. Dazu kam noch ein unfreundlicher Kommentar eines Mitfahrenden, der allerdings selbst keine bessere Lösung für unser Gepäck wusste. In diesem Moment dachte ich nur: Der Urlaub fängt ja gut an. Ich brauchte erst einmal einen Moment, um meinen Ärger herunterzuschlucken. Für mich stand da schon fest: Den Rückweg zum Parkhaus würden wir definitiv anders organisieren.
In der Abfertigungshalle angekommen, war es inzwischen spät genug, dass die Schalter bereits besetzt, aber noch nicht geöffnet waren. Wir standen zum Glück ziemlich weit vorne in der Schlange. Das war mir besonders wichtig, da der Online-Check-in nicht funktioniert hatte und ich im Hinterkopf noch leichte Zweifel hatte, ob mit unseren Tickets alles in Ordnung war.
Nach mehreren Versuchen schaffte es die freundliche Mitarbeiterin schließlich, uns alle einzeln einzuchecken – und sofort besserte sich meine Laune. In etwa 18 Stunden würden wir in Florida sein. Auch wenn das nach einer langen Zeit klingt, überwog bei mir einfach die Vorfreude.
Ab diesem Zeitpunkt lief alles wie am Schnürchen. Die Sicherheitskontrolle ging schnell, und wir machten uns direkt auf den Weg zum Gate, wo wir zunächst eine Kleinigkeit frühstückten. Anschließend kauften wir noch zusätzliche Snacks. Im Urlaub gelten schließlich andere Regeln – und wir waren froh, wenn die Kinder den Flug möglichst entspannt überstehen würden. Was sie auch taten.
Der Flug verging vollkommen problemlos und dauerte nur knapp 9 Stunden, obwohl ursprünglich 10:20 Stunden angesetzt waren. Glück gehabt – selbst mit der längeren Flugzeit hätten wir unseren zuerst angesetzten Anschluss wahrscheinlich erreicht, aber so konnten wir dem Umstieg in Charlotte deutlich entspannter entgegensehen. Auch das Essen an Bord war überraschend gut: Es gab die Wahl zwischen Chicken oder Pasta sowie ein Kindermenü.
Zusätzlich wurden Eis und ein weiterer Snack serviert.
Wir landeten deutlich früher als geplant in Charlotte – und trafen dort zunächst auf eine extrem lange Schlange bei der Immigration. Zwar hatten wir MCP gemacht, doch zunächst wollte uns die Einweiserin nicht durchlassen. Erst nachdem ich ihr etwas hektisch mein Handy zeigte, erkannte sie, dass alles korrekt ausgefüllt war und alle vier Personen registriert waren. Wir durften schließlich nach rechts durchgehen und standen nur noch hinter zwei anderen Reisegruppen. Erleichterung pur: früh gelandet, nur etwa zehn Minuten bei der Einreise – das Glück war definitiv auf unserer Seite.
Die Kinder hatten inzwischen wieder Hunger, also gab es unser erstes offizielles Essen auf amerikanischem Boden bei Burger King.
Wir hätten problemlos einen früheren Anschlussflug nach Tampa nehmen können. Da der Flughafen jedoch kurz nach Weihnachten sehr voll war, entschieden wir uns dagegen, uns auf Stand-by-Listen setzen zu lassen, und verbrachten die knapp drei Stunden Wartezeit entspannt. Unser Flug sollte um 18:49 Uhr landen, war aber ebenfalls etwa 20 Minuten schneller.
Am Flughafen Tampa angekommen, gingen wir zügig zum Baggage Claim (American Airlines, Blue Side, Level 1 - alles fein säuberlich notiert in meiner Mappe ). Unsere Koffer waren schnell da und vollständig – dank Airtags wusste ich ohnehin die ganze Zeit, dass sie mit uns unterwegs waren.
Nun mussten wir nur noch mit dem Aufzug auf Level 3 fahren, an Phoebe vorbei – und schon konnten wir im Tampa Marriott Airport Hotel einchecken. So entspannt war bisher noch keine unserer Anreisen. Ich würde es jederzeit wieder genauso machen.
Unsere Tochter hatte während des Flugs viel geschlafen, unser Sohn hingegen kaum. Entsprechend blieb er direkt im Bett, während wir unserer Tochter gegenüber bei Starbucks noch schnell eine warme Milch holten.
Ich war so unglaublich froh wieder hier zu sein. Nach so langer Vorfreude wieder hier zu sein – einfach ein unschlagbares Gefühl.
Das nenne ich mal Aktiv-Urlaub. 👍🏼
Der Anfang ist schon recht vielversprechend. Ich setze mich gerne dazu und genieße den Bericht.
Noch jemand Popcorn? 🤗
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