Kokosnüsse und Kanonen - Französisch Polynesien 2024

Ehemann

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Nach dem Frühstück marschiere ich weiter über die Insel, um die Umgebung zu sondieren. Hat sich viel verändert seit dem letzten Mal?

An diesem Korallenfelsen spült Suse immer das Geschirr. Hierher kommen auch die Falterfische, die sie wie alte Freunde begrüßen, um ein paar Brocken von den Essensresten zu ergattern. Auch die Seegurken sind noch da, man erkennt sie als dunkle Streifen im klaren Wasser vor dem Strand. Und Zeit für ein kitschiges Arrangement hat man hier immer. Wenn um Motu Rani etwas noch häufiger ist als die Seegurken, dann sind es Mördermuscheln.




Suse nimmt derweil ein Bad und auch zum Schnorcheln ist sie vorbereitet. Sie will die Falterfische finden, die abgesehen von den seltenen Fütterungszeiten ihr eigentliches Revier im kleinen Riff zwischen den beiden Motus haben. Später werden wir auch zur gegenüberliegenden kleinen Insel laufen können. Bei Ebbe reicht einem das Wasser dann nur bis zur Brust.





Auch aus dem Garten heraus gibt es tolle Blicke auf die Lagune. Teranis Stecklinge wollen zwar erst noch richtige Palmen werden, aber bisher gedeihen sie überwiegend gut und spenden bereits angenehmen Schatten, wenn man zwischen ihnen eine Liege plaziert. Egal, wo man hier gerade steht, sitzt oder liegt, fast jede Perspektive ist wunderschön.





Am Rande des Gartens steht immer noch die zerstörte Hütte, die vor vielen Jahren das Opfer eines Wirbelsturms wurde. Sie war der Ursprung touristischer Unterkunft auf der Insel. In diesem Null Sterne-Etablissement mußten die ersten Gäste logieren, dagegen ist der heutige Standard mit separaten Konstruktionen zum Wohnen, Kochen und mit Toilettenhäuschen geradezu luxuriös.





Hinter dem Wohnhaus steht auch noch die Zisterne, aus der man das Regenwasser unkompliziert für die Toilettenspülung abpumpen kann. Unter dem Wassertank hat sich eine Krabbe gemütlich eingerichtet. Sie verweilt dort für mehrere Tage, zeigt keine Scheu und läßt sich sogar mit Kokosnuss füttern. Solche Details, solch kleine Begebenheiten, sie machen immer wieder Spaß!


 
OP
Suse65

Suse65

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Zu den bezaubernden kleinen Begebenheiten gehören auch die beiden Abwasch-Falterfische, die sofort daß ich ins Wasser gehe, da sind und mich beim Schnorcheln begleiten wie zwei Hunde. Das Schnorcheln hier ist ergiebig, nicht nur die bunten Lippen der unzähligen Mördermuscheln, sondern auch die gesunden, großen Korallenstöcke und der Fischbesatz weisen darauf hin, daß das Riff hier einigermaßen intakt ist, was sicher auch mit der permanenten Strömung zu tun hat, die hier in den Kanälen zwischen den Motus herrscht.



Die Mördermuscheln werden aufgrund ihrer Form hier Weihwasserbecken genannt, Bénitier. Sie gelten als Delikatesse und die Einheimischen ernten sie für den Eigenbedarf aber auch zum gelegentlichen Verkauf auf Tahiti ab. Sie sind zu abertausenden in der Lagune vorhanden und von daher darf man wohl davon ausgehen, daß die Einheimischen bislang immer mit Umsicht zu Werke gegangen sind, um den Bestand nicht zu gefährden.



Nicht nur darüber haben wir nachgegrübelt, sondern auch, weshalb man hier eigentlich nie eine Fließrichtung erkennen kann; egal, ob Ebbe oder Flut, das Wasser in den Kanälen scheint immer vom Riff weg in die Mitte der Lagune zu strömen, und das mit gleichbleibend hoher Geschwindigkeit. Wir vermuten, daß es vielleicht einen Kreislauf zwischen Motu Rani und dem gegenüber gelegenen Motu gibt. Jedenfalls ist das Schnorcheln gegen die Strömung anstrengend bis fast unmöglich und man muß permanent aufpassen, nicht gegen einen Korallenblock getrieben zu werden.

Wie als Beweis kommt eines Tages ein rundes Objekt vom Riff her Richtung Lagune, in einem Affenzahn treibt es an uns vorbei. Man erkennt schon, daß es sich um eine Boje handelt, die sich wohl irgendwo draußen auf dem Ozean von einem Fischernetz gelöst hat, aber für uns in unserer Situation ist das natürlich die Steilvorlage. Wir schaffen es gerade einmal, „Es tut uns leid, Wilson!“, hinterherzurufen, da ist sie auch schon außer Sichtweite.



Dabei ist der Kanal vor unserem Strand noch nicht einmal der breiteste und tiefste. Terani hat uns an einem seiner Besuchstage eine Karte der Lagune in den Sand gezeichnet und uns gezeigt, in welchen der Strömungskanäle wir die größten Fische finden würden. Wir hätten uns das gern auf der ausgefallenen Lagunentour angesehen um einschätzen zu können, ob man dort gut mit dem Kajak hinfahren kann. Das Kajakfahren ist weiter draußen auf der Lagune, wo das Wasser ruhiger fließt, angenehmer, aber in den Kanälen mit ihrer Strömung schon eher schwierig, vor allem wenn man, wie wir, keine Erfahrung hat.

Aber weil ich doch neugierig bin auf Teranis Kanal, raffe ich mich zu Fuß auf, der Rückseite der Insel einen Besuch abzustatten.



Hier stehen vereinzelt Fischerhütten, die aber nicht bewohnt sind und vor allem zur Aufbewahrung von Material dienen.



Die kleineren Kanäle zwischen den Motus sind leicht zu durchqueren. Hier gibt es noch feine Sandstrände, die sich Richtung Riff ziehen.



Irgendwann bin ich dann aber soweit vorgedrungen, daß ich ohne Kajak nicht mehr weiterkomme. Vor mir liegt der von Terani beschriebene Kanal. Hier ist das Wasser dunkelblau, hier gibt es mit Sicherheit größere Fische, der Kanal scheint tief zu sein. Die Strömung kann ich nicht einschätzen. Ob ich mich trauen würde, hier mit dem Kajak hineinzufahren, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Schnorchelnd würde ich mich wohl kaum hineinwagen.

Zu Fuß geht hier schon gleich gar nichts mehr, so daß ich umdrehe. Dabei wird einem deutlich vor Augen geführt, wie fern von allem man hier ist. Die Fußspuren, die man zurückverfolgt, sind immer nur die eigenen. Alles andere wäre auch irgendwie, naja, unheimlich.



Noch viel einsamer und überwältigender ist ein Besuch in der „Piscine“, dem sogenannten Schwimmbecken der Lagune. Ein flacher Bereich zwischen dem Gegenübermotu und Motu Vaiamatu, dem größten Motu der ganzen Lagune.



Um dorthin zu kommen, muß man das Gegenübermotu umrunden.



Wie eigentlich überall auf der Welt darf man sich entlang der Motus am Strand innerhalb der Flutmarken bewegen. Ins Inselinnere darf man nicht.



Das ist privat und es fehlt auch nicht an an die Palmen genagelten Schildern, die daran erinnern, daß diese Motus alle einen Eigentümer haben.



Zu sehen ist aber niemand, abgesehen von Teranis Cousin, der gelegentlich zum Bénitiers-Ernten in die Lagune kommt, haben wir nur ein, zweimal ein Fischerboot gesehen und an vereinzelten Tagen einige wenige andere Touristen.

Wenn man dann um die letzte Ecke gebogen ist, liegt sie vor einem, die Piscine, türkisblau bis zum Horizont, an dem der Motu Vaiamatu den grünen Hintergrund bildet.



Das Areal ist flach mit sandigem Untergrund, hier gibt es nur wenige Korallen, aber die sind gut zu erkennen, solange man selbst keinen Sand aufwirbelt.



Wenn man genug davon hat, im Wasser zu liegen oder herumzuwaten, sind so viele Strände da, an die man sich legen kann. Man ist fast überfordert mit der Auswahl.



All diese Motus, die man umrunden kann, hinter jeder Biegung neue Eindrücke.



Und weit und breit kein Mensch. Und wieder ist man der erste und einzige, der Fußabdrücke im unberührten Sand hinterläßt.



Auch wenn ich es vor zwei Jahren schon an der selben Stelle gepostet habe, weil es einfach so schön ist: Genau so fühlt man sich hier, nur im Gegensatz zum echten Robinson sind wir darüber glücklich.


In den letzten zwei Jahren habe ich oft an diese Lagune denken müssen, und in der Erinnerung erschien sie mir fast unwirklich. Daß niemand außer uns hier ist, keine Scharen anderer Menschen, die picknicken, herumlaufen, schnorcheln, fühlt sich einfach unglaublich luxuriös an.



Ich könnte mich immer wieder stundenlang hier aufhalten, aber irgendwann muß man aufbrechen und auf unser Motu zurückkehren.



Wo der Ehemann an einem Tag plötzlich mit einer Riesenüberraschung auf mich wartet. 🤩
 

Texelrita

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Es ist so unglaublich schön anzusehen und auch irgendwie "langweilig" spannend. Auch für mich wäre das nichts, aber weniger wegen dem Komfort als mehr hätte ich Schiss. Schiss vor Tieren oder plötzlichen anderen Fußspuren und naja Moskitos klingt für mich auch nicht so prickelnd und als der Ehemann so durch das Dickicht spazierte dachte ich sofort an SPINNEN 🙈. Aber ich bin voll dabei und total begeistert dabei sein zu dürfen, wenn auch nur virtuell.
 

Ehemann

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Eine Überraschung in doppelter Hinsicht!

Das Leben auf einer einsamen Insel ist kein Zuckerschlecken, kein Hängematten-Dasein. Immerzu ist irgendwas zu tun. Die Nahrungsmittelvorräte müssen täglich kontrolliert werden, Wasser aus Kanistern oder Flaschen wird umgefüllt und verteilt, das Regenwasser für die Toilettenspülung muß aus der Zisterne gepumpt werden und diverse technische Geräte benötigen Pflege und Wartung. Abends wird etliches Mobiliar wie Tische, Stühle, Sonnenliegen und Hocker vor der nächtlichen Flut in Sicherheit gebracht. Vergißt man draußen seine Kleidungsstücke, sind sie am nächsten Morgen bestenfalls klatschnass und im schlimmsten Fall nicht mehr vorhanden, weil weggespült worden... Dazu kommt gelegentliches Wäschewaschen, regelmäßiges Kochen und Spülen und alles dauert unter den gegebenen Umständen natürlich deutlich länger als zuhause.

Auf einem Tisch vorn am Strand deponieren wir morgens einen Teil der Ausrüstung, die hier für den Rest des Tages greifbar bleibt. Der Schatten wandert, der Tisch muß nachmittags immer wieder im tiefen Sand verschoben werden. Das ist anstrengend, aber idyllisch ist sie auch, oder? Die Halbtagsstelle für Mechatroniker mit Blick auf die Südseelagune. Ich kann mir einen schlechteren Arbeitsplatz vorstellen.








In der Küche wird nicht nur gekocht. Hier laden wir Kameras, Handys, Lesebücher und E-Zigaretten nach. Es ist jedesmal eine Nervenprobe, wird der Strom bis zum Schluß reichen?





Die Küche ist auch der Ort, an dem ich an jenem Tag eine Überraschung erlebe. Im Palmstroh der Wand entdecke ich einen großen Erdbeereinsiedler. Es ist der erste, den ich hier überhaupt zu Gesicht bekomme. Der Versuch, ihn dort abzulösen, scheitert zunächst. Er hat sich in einem Meter Höhe so gut festgekrallt, daß man ihn mit Gewalt aus dem Gehäuse ziehen müßte und dabei verletzen würde. Er hängt da dran wie festgeschraubt.





Nun will ich ihn aber unbedingt Suse zeigen, die zu diesem Zeitpunkt noch in der Lagune herumkraxelt und in Kürze könnte der Krebs schon wieder verschwunden sein. Ich baue ihm schließlich eine Leiter mittels eines Spatenstiels und entferne mich zunächst. Nach wenigen Minuten komme ich zurück und siehe da: der Krebs hat die Abstiegshilfe dankbar angenommen und vom Stiel kann ich ihn problemlos abziehen und für die nächste halbe Stunde in einem Eimer verwahren. Suse staunt nicht schlecht, als ich meine Beute präsentiere. Danach entlassen wir ihn in die Freiheit und bis zum Abend wird er noch mehrmals unseren Garten durchqueren.





Die zweite Überraschung ist ähnlicher Natur. Mitten in der Nacht wachen wir beide zeitgleich auf, weil wir einen gewissen Ort aufsuchen müssen. Ich gehe als erster und stolpere direkt über einen Palmendieb, der es sich in der offenen Tür des Toilettenhäuschens gemütlich gemacht hat. Er ist deutlich größer als der schon ausgewachsene Erdbeereinsiedler und befindet sich gerade noch in dem Stadium, in dem er ein Schneckenhaus benutzt. In der weiteren Wachstumsphase leben diese Tiere fortan ohne Schutz des Hinterleibs. Den brauchen sie dann nicht mehr. Die Kneifkraft eines ausgewachsenen Palmendiebs übertrifft die Beißkraft der meisten großen Landraubtiere deutlich...


 

Ehemann

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Nach diesem Blick auf die schrecklichen Ungeheuer der tropischen Wildnis gibt es nun Entspannung pur. Ein Haufen Fototapeten gefällig?

Die Sandanschwemmung im Nordwesten von Motu Rani verändert ihre Form und Größe täglich im Rhythmus der Gezeiten und über die Jahre kann sie wachsen oder sich auch ganz auflösen. Auf diese Weise entstehen oder verschwinden ganze Inseln.








Monotonie in der Südsee? Man muß das natürlich mögen, aber so klein unser Inselparadies auch ist, verschiedene Strandabschnitte bieten jeden Tag etwas Neues.











Die Hauptinsel Raivavae liefert im Hintergrund einen malerischen Rahmen für all diese Motive. Das Wetter spielt mit und läßt uns in den 10 Tagen unseres Aufenthalts nicht im Stich.






 

Texelrita

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Das zum Frühstück ist wirklich Folter! Ich finde man kann es gar nicht in Worte fassen, was wir hier sehen und ich stelle mir vor was IHR gesehen habt inkl. der Sinne. Ich gebe zu, das toppt dann tatsächlich echt alles als Sonnenanbeterpalmenmeerliebhaber. - Diese Farben....einfach Irre!

Was die Tierchen betrifft, liebe Suse und Ehemann, die gehen, bzw. finde ich sogar auch sehr hübsch und faszinierend, wenn ich auch Respekt hätte aber ich hab dann eher ein Problem mit Spinnengetier glaub ich.
 

Pemimae

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Sooooo schön. Ich liebe die Fotos. Danke, dass ihr uns das Südseeparadies nach Hause liefert.
 

Ehemann

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Ich finde man kann es gar nicht in Worte fassen, was wir hier sehen und ich stelle mir vor was IHR gesehen habt inkl. der Sinne.

... ein Problem mit Spinnengetier...
Wir können das ja selber kaum fassen.

Im Ernst, trotz einer gewissen Routine ist es jedesmal wieder aufregend und auch wir schütteln noch heute den Kopf, wenn wir unsere eigenen Fotos anschauen, die wir da im Frühjahr wieder gemacht haben. Sind wir wirklich dort gewesen??

Meine Ausführungen zum quasi Nicht-Vorhandensein von Spinnen werden Dich wohl kaum überzeugen, aber tatsächlich begegnen wir in unserer Berliner Innenstadt-Mietwohnung deutlich mehr Spinnen als in den Unterkünften und Wäldern Polynesiens. Ähnliches gilt für Florida, Kakerlaken und Mücken sind dort auch nicht seltener als in der Südsee.

Aber ich weiß, daß sowas auch immer irrational sein kann. Du siehst Fotos von einem tropischen Wald und assoziierst das eben automatisch mit Spinnen.

Am Montag geht es weiter mit dem Reisebericht, dann sehen wir unsere Insel und Lagune noch mal aus einer ganz anderen Perspektive!
 

Ehemann

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Unsere Kameraausrüstung umfaßt diesmal wieder eine UW-Action Cam und erstmals auch eine Drohne, die man uns drei Tage vor der Abreise überraschend ausgeliehen hat.

Es scheint Sinn zu machen, sie an einem so besonderen und abgeschiedenen Ort einzusetzen, wo man niemanden damit stört und ganz grundsätzlich Bilder machen kann, die man im Netz bisher kaum findet: "wo und was zum Teufel ist Motu Rani??"

Allerdings habe ich mich mit Drohnentechnik nie zuvor beschäftigt und kann den Umgang erst vor Ort auf dem Motu lernen! Unter erschwerten Bedingungen zwischen Palmen, Bäumen und Bergen, zu 95% über Wasser und in bewegter bis sehr windiger Luft. Mit ständigem Blick auf den Akku, denn die Auto-Rückkehrfunktion ist mangels GPS-Signal nicht aktivierbar... Um es vorwegzunehmen, ich komme gut klar, das winzige Chinaplastik-Spielzeug läßt sich unglaublich präzise und zuverlässig steuern und die Ergebnisse sind hervorragend gut.

Ein paar Screenshots aus diesen Aufnahmen wollen wir gern noch zeigen und tatsächlich verleiht die alternative Perspektive dem Ganzen einen spektakulären Anstrich, der eine tolle Ergänzung zu all den herkömmlichen Bildern im Urlaubsvideo werden wird. Suses Uralt-Handy dient als Monitor und ich habe zunehmend Spaß daran, das Gerät über unsere Köpfe hinweg über die Inseln und die Lagune zu steuern. Als Start- und Landebahn nutzen wir zunächst eine riesige Blechplatte, die wir in der Küche finden und in den Sand auf dem Strand legen, aber schon am zweiten Tag bin ich in der Lage, das Teil auf einem Hocker von der Größe eines Esstellers zu starten und zu landen.

Im Vordergrund Motu Rani, rechts erkennt man das blau schimmernde Dach unseres Wohnhauses. Es herrscht Ebbe, es ist später Nachmittag.








Ein Blick in die andere Richtung. Vorbei am Gegenüber-Motu auf die menschenleere Lagune. Unglaublich, daß das alles uns "gehört". Bis zu dem Motu leicht links von der Bildmitte sind wir zuvor zu Fuß gegangen. Und eine weitere Gefahr lauert in der Luft. Die wenigen Seevögel, die sich sonst kaum blicken lassen, entwickeln schnell ein Interesse an dem brummenden Eindringling. Es bleibt zum Glück bei Schein-Attacken und dichten Vorbeiflügen. Verläßt man dann ihr Revier über dem Riffkanal, beruhigen sie sich und schenken dem Fluggerät bald keinerlei Beachtung mehr.







Zuletzt traue ich mich sogar "raus auf den Pazifik"! ;) Dicht über der Brandung des Außenriffs mache ich Bilder in drei bis vier Meter Höhe und aus 40 bis 80 Metern entstehen Ansichten von der Rückseite der Insel. Wild und zerklüftet sieht die Küste hier aus und auch hier ist sie ein Lebensraum der Mördermuscheln.





Unter Wasser muß ich die beiden Abwasch-Falterfische nicht lange suchen. Sie begleiten mich bei jedem Schnorchelgang. Bemerkenswert und beruhigend zugleich ist die Feststellung, daß die Muscheln trotz der zu bedauernden und seit Jahrzehnten regelmäßigen Entnahme allein im primären Riffkanal zu Hunderten, wenn nicht zu Tausenden existieren.







Unser Aufenthalt auf Motu Rani und damit auch der Urlaub als solcher nähern sich dem Ende. Wir werden nicht zum letzten Mal hier gewesen sein, es ist einfach zu schön. Aber noch haben wir ein paar Tage in Papeete und Los Angeles.
 
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Suse65

Suse65

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Der/die Rabe/Möwe (oder wer war es....) wollte wohl Kontakt aufnehmen, spektakulär, wirklich toll!

Es ist ein Noddy, eine Seeschwalbe. Die hatten wir da in verschiedenen Farben und alle kamen mal gucken, wenn die Drohne flog. Anfangs haben wir uns bißchen gesorgt, weil die Drohne ja nur geliehen war, aber die Vögel haben Zusammenstöße tunlichst vermieden und sich irgendwann gar nicht mehr für den komischen Plastikvogel interessiert.
 

bens2613

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Ich möchte echt nicht neugierig sein, maximal so wirken :lacry:
Seid ihr Beide irgendwie Naturwissenschaftler oder so?
Kommt mir irgendwie immer so vor mit Eurem Wissen über Flora und Fauna. Ohne jetzt nicht gleich wieder an "meine" Schnappschildkröte zu denken, die ja keine war.....

Noddy, Erdbeereinsiedler und so, muss ich alles googeln :)

Also ansonsten geht es mir wie euch. Wenn ich die Bilder sehe, denke ich mir - wow - da war die Suse und ihr Ehemann offensichtlich wirklich. So richtig vor Ort, krass....UNGLAUBLICH.

Die Bilder sind eins schöner wie das andere. Die Drohnenfotos - unfassbar schön.

Danke, Corinna
 
OP
Suse65

Suse65

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Ich möchte echt nicht neugierig sein, maximal so wirken :lacry:
Seid ihr Beide irgendwie Naturwissenschaftler oder so?
Kommt mir irgendwie immer so vor mit Eurem Wissen über Flora und Fauna. Ohne jetzt nicht gleich wieder an "meine" Schnappschildkröte zu denken, die ja keine war.....

Noddy, Erdbeereinsiedler und so, muss ich alles googeln :)

Also ansonsten geht es mir wie euch. Wenn ich die Bilder sehe, denke ich mir - wow - da war die Suse und ihr Ehemann offensichtlich wirklich. So richtig vor Ort, krass....UNGLAUBLICH.

Die Bilder sind eins schöner wie das andere. Die Drohnenfotos - unfassbar schön.

Danke, Corinna
Also der Ehemann ist, was Krebstiere, Fische und überhaupt die Unterwasserwelt betrifft, tatsächlich vom Fach. Bei mir ist es nur der Beweis dafür, daß Reisen bildet, ich bin ansonsten aus dem Sprachbegabtenlager und für Naturwissenschaften leider zu dumm. 🤯


Französisch Polynesien und seine Nachbarländer sind ja jetzt gar nicht so aus der Welt wie viele denken. Wenn ich in manchen Threads hier die Diskussionen verfolge, wer was für seinen Florida-Urlaub ausgibt, dafür kann man auch in die Südsee reisen. Locker.

Französisch braucht man irgendwann, wenn man sich sehr weit von Tahiti entfernt, auf Raivavae ist es schon gut, da sprechen manche nicht mal richtig Französisch, sondern nur Polynesisch. Aber auf Tahiti und Moorea z.B. sprechen alle Leute auch halbwegs vernünftiges Englisch, also auch das wäre kein Grund, da nicht mal selbst hinzufahren.
 
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