wir gehen bei diesen Diskussionen interessanter Weise immer vom deutsch Recht aus. Und bei uns wird ziemlich anders „gesettlet“ als in USA.
Zumindest Florida ist ein „no fault“ Staat, das bedeutet es ist egal, wer Schuld hat - DEIN eigner Versicherer zahlt für DEINE Unfallschäden bei „normalen“ Unfällen - nicht die gegnerische Versicherung wie bei uns. Erst wenn der Gegner richtig Blödsinn macht und betrunken fährt kann man den Gegner auf mehr verklagen. Und dann ist es auch egal ob du 300k oder die Mio versichert hast. Deine Versicherung wird nicht zahlen weil du Blödsinn gemacht und gegen die Bedingungen verstossen hast.
In der Regel wird ein Anwalt in USA auch keine Einzelperson zu verklagen und Schadenersatz zu verfolgen. Das dauert viel zu lange und ist viel zu viel Aufwand. Die gehen dann lieber gegen den Hersteller des Biers was der Fahrer getrunken hatte - oder gegen die Versicherung der Bar wo du getrunken hast und suchen ein schnelles Settlement. Das bringt genau diese großen Summen, die an den Billboards stehen..
Das Ganze ist aber eine hervorragende Möglichkeit, Geld mit Touris zu machen…
Wie immer - alles eine persönliche Meinung - keine rechtliche Stellungnahme…
Sehr interssant!
Das wusste ich nicht!
Dann würden theoretisch die 300 TEUR reichen, wenn man eine ordentliche Kranken und Unfallversicherung hat, um sich selbst abzusichern!
Mit den 300 TEUR kann dann das Auto bezahlt werden und etwaiger Zusatzkosten.
Kannst du bitte etwas dazu verlinken? Ich sehe nur, dass da der Selbstbehalt bis 10k abgeckt ist.Falls hier noch weitere Schweizer mitlesen: man kann das gut über seine Standard Hausrat/Haftpflicht-Versicherungen abdecken. Bei mir (AXA) kostet die Haftpflicht für Mietwagen inkl. Carsharing CHF 30 pro Jahr für 5 Mio. CHF Deckungssumme. Und weil wir eh jedes Jahr irgendwo was mieten, habe ich nicht lange gezögert.
Hier sind ein paar Infos wo die Versicherungen erklärt sind und welche wofür haftet. Auch eine deutsche Anwaltskanzlei mit Sitz in den USA erläutet es ein wenig aus US Rechtlicher Sicht.
Siegwart German American Law -US-Erbrecht - Nachlassabwicklung, Nachlassplanung und Erbschaftssteuer in den USA
Das Erbrecht der USA stellt Erben und Beg�nstigte in Deutschland ebenso wie deren Anw�lte vor eine Vielzahl von Problemen und Herausforderungen. Die Regelungen des materiellen Erbrechts variieren von Bundesstaat zu Bundesstaat und weichen vom deutschen Recht inhaltlich und systematisch erheblich...www.siegwart-law.com
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USA Mietwagen: Hinweise & Tipps zur Versicherung ⋆ USA Mietwagen & Rundreise Tipps
USA Mietwagen: Versicherungen • Diese Sonderleistungen sollten Sie buchen • Voll- oder Teilkasko? • Diebstahl von Mietwagen: Wie Sie Ärger vermeiden uvm.www.usa-mietwagen.tips
Wenn jemand mit einem Mietwagen im FL irgendwie einen Schaden verursacht - und der nicht durch die eigene Versicherung des Geschädigten(!) abgedeckt ist - geht es gegen die Versicherung der Mietwagenfirma.
Argumentationskette: „Du hast an jemanden vermietet, der falsch abgesichert ist.“ (Und der Anwalt des unfallverursachenden Touristen würde auch noch gegen den Vermieter klagen weil dem Touristen das nicht vom Vermieter gesagt wurde…)
Tatsächlich habe ich gerade ein Interview von 2 Deutschen gelesen, die sich in Kalifornien in der Gastronomie selbstständig gemacht haben und die haben selbst gesagt, dass sie darauf achten müssen, wem sie noch ein Bier servieren, weil sie dafür haftbar gemacht werden können, wenn der Gast zu viel bei ihm säuft und sich dann hinters Steuer setzt.wir gehen bei diesen Diskussionen interessanter Weise immer vom deutsch Recht aus. Und bei uns wird ziemlich anders „gesettlet“ als in USA.
Zumindest Florida ist ein „no fault“ Staat, das bedeutet es ist egal, wer Schuld hat - DEIN eigner Versicherer zahlt für DEINE Unfallschäden bei „normalen“ Unfällen - nicht die gegnerische Versicherung wie bei uns. Erst wenn der Gegner richtig Blödsinn macht und betrunken fährt kann man den Gegner auf mehr verklagen. Und dann ist es auch egal ob du 300k oder die Mio versichert hast. Deine Versicherung wird nicht zahlen weil du Blödsinn gemacht und gegen die Bedingungen verstossen hast.
In der Regel wird ein Anwalt in USA auch keine Einzelperson zu verklagen und Schadenersatz zu verfolgen. Das dauert viel zu lange und ist viel zu viel Aufwand. Die gehen dann lieber gegen den Hersteller des Biers was der Fahrer getrunken hatte - oder gegen die Versicherung der Bar wo du getrunken hast und suchen ein schnelles Settlement. Das bringt genau diese großen Summen, die an den Billboards stehen..
Das Ganze ist aber eine hervorragende Möglichkeit, Geld mit Touris zu machen…
Wie immer - alles eine persönliche Meinung - keine rechtliche Stellungnahme…
Kannst du bitte etwas dazu verlinken? Ich sehe nur, dass da der Selbstbehalt bis 10k abgeckt ist.
Naaa gut😉Die Argumentationskette konnte ich so nicht nachvollziehen.
Graves sagt nur, das der Vermieter nicht haftbar gemacht werden kann, NUR weil er der Vermieter/Eigentümer des Autos ist. Wenn er einen Fehler gemacht hat, dann schon. Und daruf bezog sich meine Argumentation. Der Vermieter könnte immer noch haftbar sein weil er einem unterversicherten, der nicht mal der Sprache richtig mächtig ist, oder wasauchimmer-Touristen aus D ein Auto überlässt…. Ansonsten natürlich, der Versicherer des Touristen. Vorher aber noch die PIP. Die ist übrigens bei vielen Amerikanern weit höher als 10000.Mag sein, daß Anwälte es zunächst so versuchen mögen, weil sie sich davon was versprechen, rechtlich gesetzt ist das aber nicht. Eigentlich habe ich es sogar eher so verstanden, daß der Autoversicherer nur für den Wartungszustand des Autos verantwortlich gemacht werden kann, sollte der als Unfallursache eine Rolle gespielt haben. Für alles Fahrerische ist der Versicherer des Touristen heranzuziehen. Nennt sich Graves Amendment.
Dein link sagt genau was dann die Reihenfolge istDas Problem ist ja, daß diese persönliche Pflichtversicherung (PIP) maximal eine Schadenssumme von 10.000 Dollar abdeckt. Das ist ja eigentlich schon mal relativ viel und bei den meisten Unfällen wird das dem Geschädigten auch ausreichen. Wo keine Klage, da auch kein Problem. Interessant wird es ja erst, wenn der "severe injury threshold" erreicht ist.
Ja, die gibt es sicher - aber wie du schreibst „Versicherer von Touristen“, nicht die Touristen selbst.Fälle, in denen Versicherer von Touristen für 300.000 Dollar übersteigende Kompensationszahlungen herangezogen wurden gibt es schon einige, aber die werden ja eigentlich immer außergerichtlich beigelegt, von daher wird man kaum "Verurteilte" finden.
Ausgeschlossen wäre so eine Zivilklage aber nicht. Ob man dann einsitzen müßte, weiß ich nicht, mir würde es schon reichen, daß ich danach vermutlich nicht mehr in die USA einreisen dürfte, weil ich da Kompensationszahlungen offen habe.
Ich kann nochmal einen Beispiellink anfügen, den ich sehr gut verständlich fand:
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Who Is Liable for Rental Car Accidents Involving Tourist Drivers in Florida? | Dennis Hernandez Injury Attorneys
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