Sardinien 2019

Turbotobi76

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Hallo

da auch wir unseren diesjährigen USA Urlaub abgehakt haben kann ich die Zeit die ich sonst mit planen verbracht hätte ja für einen Reisebericht nutzen.

Nach unserer Reise USA 2017 waren wir 2018 an der Nordsee auf unserem Lieblingsbauernhof.

Also stand für 2019 wieder eine Reise in den Süden an, wir waren uns schnell einig das es nach Sardinien gehen sollte.
Mein Wissen über die Insel war aber sehr beschränkt. Klar man hat mal was von Jetset und Promiinsel gehört, von Karibischen Stränden aber sonst eigentlich kaum etwas. Da es im August in Italien eigentlich immer total voll ist haben wir uns für die Pfingstferien entschieden. Also 2 Wochen Anfang Juni.

Ich wäre auch einer Pauschalreise nicht ganz abgeneigt gewesen, es stellte sich aber schnell raus das Sardinien ein ziemlich spezielles Pflaster ist. Pauschalreisen sind häufig sehr teuer und die Hotels schlecht. Selbst wenn man richtig viel Geld ausgibt sind die Hotels oft eher mäßig. Vielfach scheint man sich dort auf dem Ruhm vergangener Zeiten auszuruhen. Hinzu kommt die Insel ist viel zu groß und bietet zu viel um sie mit einem "schnöden" Pauschalurlaub wirklich kennen zu lernen.

Also individuell Buchen, macht ja auch viel mehr Spaß. Und so haben ich versucht einen "Florida Urlaub" auf Sardinien zu buchen, also verschiedene Ferienhäuser und einem Mietwagen für eine Rundreise, oder fahren wir doch mit dem eigenen Auto und der Fähre rüber?

Am Anfang steht man da ja immer erst mal vor einer enormen Herausforderung, wo liegt welcher Ort was gibt es lohnenswertes zu sehen, wo sind die schönsten Strände usw.
Es stellte sich schnell heraus das wir eigentlich lieber fliegen wollen, also mal nach Flügen geguckt, kann ja nicht so teuer sein ist ja nur ein Europa Hüpfer. Leider stellte sich heraus das Sardinien seinem Image als Luxusinsel da ziemlich schnell gerecht wurde. Flüge von Stuttgart nach Sardinien sollte mehr kosten als unsere Flüge in die USA!
Selbst umsteigeflüge mit teils Stundenlangen Aufenthalten in Italien waren sehr teuer. Irgendwie habe ich nix annehmbares für unter 1200€ für 4 Personen finden können.
Erst als ich den Suchradius etwas erweitert habe wurde ich auf einmal fündig. EasyJet hatte Flüge ab Genf für ~30-40€ im Angebot. Aber 500km Anfahrt nur damit die Flüge schön billig sind!?
Da ich eigentlich schon immer mal in die Gegend wollte und auch noch ein akzeptables Sleep,Park & Fly Angebot gefunden habe, haben wir uns dann doch für diese umständliche Anreise entschieden. Besonders gut bei Easy Jet konnten wir einen Gabelflug buchen, nach Olbia im Norden der Insel und zurück von Cagliari im Süden der Insel.
Mit Gepäck und Sitzplatzreservierung haben die Flüge dann knapp unter 400€ gekostet. Selbst mit 200€ für Hotel und Parken und 200€ für Sprit und Nebenkosten also noch ne ganze Ecke unter den Preisen am Deutschland.

Die Sicherheitsbuchung eines Mietwagen von Sixt über den ADAC war auch schnell erledigt, 500€ für 2 Wochen einen BMW Active Tourer (garantiertes Modell). Wird sicher noch günstiger bis zum Urlaub aber Pustekuchen es wurde nur noch teurer, man ist einfach verwöhnt von den Mietwagenpreisen in Florida.


Als nächstes waren die Unterkünfte dran, aufgrund der Hotelsituation sollten es Ferienhäuser oder Wohnungen werden. Als Florida Verwöhnter mussten wir uns auch hier enorm umstellen. Was auf Sardinien als Villa angeboten wird würde ich Florida oft nur als Geräteschuppen durchgehen. Private Pools sind extrem selten. Am Ende haben wir uns für ein Reihenhaus direkt am Meer in Nord/Westen (Bosa) einer deutschen Agentur entschieden und für ein Ferienhaus mit Pool über AirBnB in der Nähe von Cagliari im Süden. Trotz der noch relativ günstigen Preise (70€ für das Reihenhaus, 100€ für das Pool Haus) waren wir am Ende sehr zufrieden mit den Unterkünfte. Aber man lernt halt Abstriche zu machen gegenüber Florida ;)
 

Marit

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Tja, aktuell wären wir gerade auf Sardinen. Bei dem aktuellen Wetter hier gerade, tut es umso mehr weh, dass wir nicht fliegen konnten...

Freue mich aber auf deinen Reisebericht! :cool:
 

Turbotobi76

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  • #4
Na dann wollen wir mal starten mit der wilden Jagt :cool:

Samstag Morgen direkt nach beginn der Ferien machen wir, also meine Frau uns unsere beiden Töchter damals 4 und 8 Jahre,auf den Weg nach Genf.

Der erste Zwischenstopp führte uns zum Rheinfall nach Schaffhausen bzw. zum Schloss Laufen am südlichen Ufer, das liegt nur wenige Meter neben der Autobahn und ist daher Optimal für einen kurzen Zwischenstopp geeignet. Seit meinem letzten Besuch hat sich hier einiges getan. Hier wurde viel für den Massentourismus optimiert, Glücklicherweise ist während unsere Aufenhalt noch nicht so viel los.

Die Tickets für den Zugang muss man am Eingang kaufen, dabei darf man nicht vergessen auch für die eigentlich kostenlosen Kinder unter 6 ein Ticket zu ziehen sonst kommt man oben an Drehkreuz nicht weiter.

Wir Eltern kennen den Rheinfall ja schon, aber es beeindruckt doch immer wieder. Auch die Kinder sind am staunen. Rheinfall 1.jpgRheinfall 2.jpg
 

Turbotobi76

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  • #5
So richtig viel Zeit haben wir allerdings nicht, liegen ja noch einige KM vor uns. Außerdem wird es hier jede Minute voller also nix wie weiter.

Der Weg nach Genf zieht sich dann leider doch ganz schön, was vor allem an einigen Staus rund um Zürich liegt.

Am Nachmittag erreichen wir schließlich Genf und unser Hotel das Novotel Suites. Hier haben wir ein Zimmer und einen Parkplatz für 2 Wochen gebucht für 220€, für Genf ein echtes Schnäppchen.
Leider verpasse ich die direkte Zufahrt zum Hotel, an der nächsten Ampel kann ich jedoch links abbiegen und mir so einen riesen Umweg ersparen. Das abbiegen ist hier zwar nicht erlaub aber da die Gegenspur komplett frei ist riskiere ich es, die Schweizer Autofahrer hinter mir machen mit per Hupe auf mein Fehlverhalten aufmerksam :neutral:;)

An der Rezeption merken wir bereits das Genf eindeutig mehr Frankreich ist als Schweiz. Das Personal spricht zwar Englisch (mit Deutsch habe ich schon gar nicht gerechnet) aber von fließend kann keine Rede sein. Das merken wir auch am Flughafen am nächsten Tag, die Durchsagen sind zwar alle auch auf Englisch aber nur extrem schwer zu verstehen.

Wer in Genf ein Hotel bucht kann den ÖPNV kostenlos nutzen die Tickets gibt´s direkt im Hotel. Sehr praktisch da wir uns ja noch ein wenig die Stadt ansehen wollen. Wir fahren also mit der S-Bahn ins Zentrum. Schlendern ein wenig durch Genf vor allem am See entlang Richtung Jet d`Eau der Berühmten Wasserfontäne. Zwischendurch bekommen die Kinder noch ein paar Pommes und Chicken Nuggets, die teuersten ihres Lebens.

Den Rückweg absolvieren wir per Boot und Bus ebenfalls kostenlos da Teil des ÖPNV. Am Abend fallen wir Todmüde ins Bett und morgen müssen wir ja früh raus unser Flieger geht bereits um 8 Uhr.
Genf 1.jpgGenf 2.jpg
 

Turbotobi76

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  • #6
Sonntag 9. Juli 2019

Die Nacht ist früh zu Ende, unser Flieger soll bereits um 8 Uhr gehen. Gegen 5 Uhr verlassen wir das Hotel und machen uns auf dem Weg zur Busstation. Die Fahrt zum Flughafen dauert nur 10 min.

Dort angekommen erwartet uns eine riesen Schlange an den Easy Jet Schaltern, das fängt ja gut an.
Wir reihen uns ein und es geht so langsam das ich mit ernsthaft Sorgen mache ob wir den Flieger noch erwischen. Es werden jedoch immer wieder Passagiere früherer Flüge zu einem Extra Schalter gerufen und so geht es am Ende doch relativ schnell.

Es folgt der übliche Flughafen Spaziergang zum Gate, mit kleinen Kindern darf man bei Easy Jet zuerst einsteigen und so entgehen wir dem gröbsten Getümmel auch unser Handgepäck findet locker Platz.
Der Flug nach Sardinien dauert von Genf aus nur eine Stunde, das ist auch ohne Verpflegung locker auszuhalten. Das Platzangebot ist ausreichend, so 3h könnte man es hier ganz gut aushalten. Nur die 3/3 Bestuhlung ist für eine Vierköpfige Familie natürlich Suboptimal.
Der Flug verläuft absolut Ruhig, wir haben eine Pilotin was meine Mädels und meine Frau natürlich ganz toll finden.

Nach einer Stunde landen wir pünktlich in Olbia an der Ostküste von Sardinien. Die Wege sind hier ziemlich kurz bis zum Mietwagenschalter von Sixt sind es nur wenige Minuten. Die Dame hinter dem Schalter spricht ein verständliches Englisch und so kann die ihre Versuche mir zusätzliche Versicherungen zu verkaufen problemlos abwehren, auch ein "Upgrade" auf einen BMW X1 lehne ich dankend ab.

Wir erhalten einen ziemlich gut ausgestatteten BMW 2er Aktive Tourer. Diesel, Automatik und Navi incl. echt super.
Leider passen unsere Koffer nicht in den Kofferraum :tired: Erst nachdem ich einige der Tricks und Kniffe herausgefunden habe die der Kofferraum so bietet bekomme ich die Koffer so halbwegs unter.

Es ist jetzt gerade mal 10 Uhr, unsere Ferienwohnung können wir erst um 17 Uhr beziehen. Das ist aber gar nicht so schlimm denn die liegt eh rund 160km entfernt an der Westküste der Insel. Wir versorgen uns im nächsten Lidl mit einigem Proviant und starten unsere erste Tour über die Insel.

Erst mal an den Verkehr gewöhnen ich merke schnell es gibt hier 3 verschiedene Fahrertypen:
1. Touristen, sehr schwer abzuschätzen
2. langsamfahrer, oft ältere Semester mit alten Fiat Panda, fahren eigentlich immer 30km/h egal ob in der Ortschaft oder Landstraße
3. Rennfahrer, fahren eigentlich immer und überall Vollgas und überholen Touristen wie mich immer und überall auch mitten in unübersichtlichen Kurven.
Ernsthaft ich bin in den letzten 10 Jahren nicht so oft überholt worden wie an diesem einen Sonntag.


Wie genießen die schöne Landschaft, sehen seltsame Felsen die aussehen wie Elefanten und besuchen die kleine Ortschaft Castellsardo die sich spektakulär an einen Hügel am Meer schmiegt.

Am Nachmittag spüren wie dann doch wie Anstrengend die letzten beiden Tage waren wir sehnen uns danach etwas auszuruhen und sind daher doch etwas zu früh am Ferienhaus angekommen. Dort müssen wir dann doch noch eine Weile auf die Verwalterin warten.

Die Wohnungsübergabe klappt trotz Sprachbarriere, denn die Verwalterin spricht ausschließlich Italienisch. Wie schleppen unser Gepäck in die Wohnung und sind alle einfach nur noch Platt, in der Wohnung ist es heiß und stickig und das drückt zusätzlich etwas auf die Stimmung. Wie richten uns so gut wie möglich ein und fallen nur noch in die Betten.
Selbst den Sonnenuntergang den wir von der Terrasse wunderbar beobachten können, genießen wir dann erst in den kommenden Tagen.

Castellsardo.jpgElefant.jpgCastellsardo.jpgMietwagen.jpgSardinien1.jpgPorto Alabe.jpg
 

marie-65

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Wow, noch ein neuer Reisebericht! Ich habe bisher kaum etwas von Sardinien gesehen oder gelesen, von daher freu ich mich besonders auf eure Erlebnisse! Die Fotos sehen ja schon einmal sehr vielversprechend aus!
Viele Grüße
marie65
 

Reisezottel

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Sardinien kenne ich auch noch nicht und bin gespannt was noch zu sehen und lesen sein wird!

Vielen Dank für's Berichten!
 

Turbotobi76

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  • #9
Montag 10. Juni 2019

Die Nacht war einfach nur Horror, Aufrund der Hitze haben wir natürlich alle Fenster und Türen offen. In der Nacht kommt Wind auf uns so schlagen ständig Türen,Fenster oder Fensterläden. Dazu fällt die jüngste einmal aus dem , zum Glück sehr niedrigen, Bett.

Wir sind also ständig wach und ich muss mehrmals aufstehen Kinder zu beruhigen und die Türen und Fenster zu sichern.
In den nächsten Nächten machen wir das natürlich bevor wir ins Bett gehen und wir lernen auch wie wir für angenehmere Temperaturen in der Wohnung sorgen können. Man muss nur darauf achten Tagsüber alle Fensterläden geschlossen zu halten dadurch bleibt es relativ kühl in der Nacht dagegen alles auf und für Durchzug sorgen.

Wie sind also alle ziemlich gerädert und starten nur langsam in den Tag, wir genießen den Ausblick von unserer Terrasse.

Ausblick Terasse.jpg

Es ist wunderbar warm aber sehr windig wie man auch an den Wellen sehen kann, gerade an der Westküste herrscht sehr häufig ein strammer Wind mit starkem Wellengang, macht das schwimmen nicht ganz ungefährlich. Juni ist in Sardinien noch absolute Nebensaison, am Strand sind immer nur vereinzelt Menschen zu sehen.

Da wir so müde sind wird es Mittag bis wir uns auf den Weg machen, wir wollen uns die nächste Stadt Bosa anschauen.
Vorher drehen wir aber noch eine Runde durch die Porto Alabe wo unsere Ferienwohnung ist.
Porto Alabe ist keine gewachsene Ortschaft sondern eine geplante Urlaubssiedlung. Im Juni ist hier absolut tote Hose. Auch in unserer Reihenhaussiedlung sind nur wenige Bewohner anwesend.
Viele der Häuser/Wohnungen gehörten auch Italienern die sie nur am WE nutzen.
Uns ist das sehr recht aber wer Abends gerne bummelt oder ins Restaurant geht wird hier nicht Glücklich.

Wie fahren also Richtung Bosa, als wir ankommen schlafen unsere Mädels tief und fest, daher entscheiden wir uns spontan weiter nach Alghero zu fahren.
Das sind rund 40km zum großen Teil direkt an der Küste entlang. Eine wirklich spektakuläre Strecke die es sicher mit dem Highway no. 1 in Kalifornien aufnehmen kann.

In Alghero erwartet und wieder das typische Italienische Verkehrschaos, da muss man schon extrem auspassen. Ich hatte mir vorher einen Parkplatz raus gesucht, der ist leider gesperrt weil der Tross der Rally Sardinia hier Quartier bezogen hat.

Wie irren durch das Straßengewirr von Alghero und auf einmal stehe ich an einer Kreuzung vor der von Touristen gefürchteten ZTL (Zone a traffico limitato ) wer hier ohne Genehmigung rein fährt muss über 100€ Straße zahlen. Bloß nicht rein fahren also nach Links aber da ist ne Einbahnstraße, Rechts auch Einbahnstraße o_O:mad:. Ich lege auf der Kreuzung eine 180° Wende hin, echt eine böse Falle!

Dafür finden wir dann direkt in der Straße einen Parkplatz.

Anschließend schlendern wir gemütlich durch die Altstadt.
Alghero war lange in spanischer Hand was man deutlich an der Architektur sehen kann.
Bekannt ist auch der Schmuck aus roter Koralle.
Alghero 1.jpgAlghero 2.jpgAlghero 3.jpg

Auf den Rückweg gönnen wir uns noch ein leckeres Gelato in Bosa.
 

TurboAC

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Na das ist doch mal ein Abenteuer, besonders im Verkehr.
Aber liest sich sehr spannend! :)
 

Texelrita

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Oh wie cool, ich bin auch dabei....Sardinien muß ich auch mal aufpassen, wir kennen hier nur Korsika aber hört sich preislich und autotechnisch etc. aber schon recht ähnlich an.
 

Sommarsverige

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Was für ein toller Bericht :)

Sardinien reizt mich auch schon länger Mal und letztes Jahr waren wir im Rahmen einer Kreuzfahrt zumindest mal einen Tag dort. Wir haben einen Ausflug nach Alghero gemacht und der Ort hat uns auch sehr gefallen, vor allem auch das traumhafte Wasser beim späteren Badestopp.

Das italienische Verkehrschaos erinnere ich auch noch sehr gut aus den Zeiten, wo wir oft am Gardasee waren.

Auf jeden Fall sehr schöne Eindrücke und ich bin weiter mit dabei.
 

panman47

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Tolles Video. Sogar eine Sternschnuppe ist drauf zu sehen. :stareyes:. Das war ja eine recht abenteuerliche Anfahrt. Da habt ihr euch den Urlaub redlich verdient.
 

berlinerin

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Ach wie schön....Erinnert mich direkt an unseren Sommerurlaub 2019. Wir waren auf der Nachbarinsel Sizilien. Bin gespannt wie es weitergeht. :)
 

Turbotobi76

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  • #17
Dienstag 11.6.2019

Heute soll es aber wirklich nach Bosa gehen,der Bunten Stadt am Fluss Temo. Dienstags ist dort auch Wochenmarkt.

Wir sind aber schon voll im Urlaubsmodus und kommen nur schwer in die Gänge bis wir da sind ist es fast schon Mittag also viel zu spät für den Markt, ja wir finden noch nicht mal den Marktplatz.
Generell ist es sehr schwierig sich Vorab im Internet zu Informieren.
Egal ob Veranstaltungen,Restaurants oder sonstige Orte entweder findet man gar nichts oder total veraltete Internetseiten.

Aber egal Bosa ist auch ohne Markt einen Besuch wert. Unglaublich diese Mittelalterlichen Orte mit den schmalen Gassen sind größtenteils wirklich bewohnt.

Bosa.jpg

Eigentlich hätten wir auch gerne irgendwo was zu Mittag gegessen aber auch dafür sind wir meistens zu spät dran. Das zieht sich dann so auch quer durch den Urlaub. Wir schaffen es nicht einmal so richtig schön Essen zu gehen, wenn wir Mittags essen wollen sind die Restaurants schon zu und Abends machen sie für uns zu spät auf. Gegessen wird in Italien meist erst nach 19 oder 20 Uhr für unsere Kids viel zu spät. Sieht während der Hauptsaison sicher besser aus aber Anfang Juni eben noch nicht.

Also verpflegen wir uns oft selbst, funktioniert in unseren Unterkünften aber auch problemlos. Wie fahren also zurück in die Wohnung und machen uns einfach selbst eine leckere Pasta.

Am Nachmittag schnappen wir uns ein Paar Strand Utensilien und machen uns zu Fuß auf zum Strand. Wir gehen aber nicht an den Strand direkt vor dem Haus sondern folgen einem Trampelpfad an der Küste entlang. Es geht erst ein paar Meter die Klippen hoch und dann etwa einen Kilometer die Küste entlang bis wir zu einer kleinen Bucht kommen.
Bucht 1.jpg

Die Brandung ist immer noch zu stark um im Meer zu schwimmen aber hier haben sich in den Felsen mehrere große Becken gebildet wo die Mädels im Wasser planschen können.

Kurz nach unserer Ankunft verlassen alle anderen Besucher die Bucht und den Strand und so haben wir bis zum Sonnenuntergang den Strand ganz für uns alleine

Bucht 2.jpg

Hier gleich noch eine Warnung, auf Sardinien ist es streng verboten Sand, Steine, Muscheln oder sonstiges mitzunehmen. Es kann zu empfindlichen Strafen bei der Ausreise führen. Es gibt sogar einen Strand im Norden da darf man sein Handtuch nur mit einer Bastmatte darunter in den Sand legen damit man nicht unfreiwillig zu viel Sand im Handtuch mitnimmt. Für die Kinder ist das natürlich etwas schade.

Poto Alabe2.jpg
Hier noch mal "unsere" Reihenhaussiedlung steht zu dieser Jahreszeit zu 2/3 leer.
 

bakkitiger

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Sehr schöne Bilder von Sardinien und vor allem leere Strände. Steht auch noch auf meiner Bucketlist. :)

LG Nicola
 

Reisezottel

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Sehr schön!

Und interessant, dass die Restaurants/Tavernen (?) nicht durchgehend geöffnet haben. Das sind wir als bekennende Griechenland/Kreta Urlauber nicht gewohnt. Wenn uns der Hunger überfällt, gibt es was :)) Da hätten wir auf Sardinien wohl auch auf Selbstverpflegung gesetzt
 

Densa

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Wir kennen das vom Epirus (Griechenland Festland) da haben die Tavernen Mittags auf. Schließen so zwischen 14 und 15 Uhr und machen dann wieder zwischen 18 und 19 Uhr auf.
Ganz früher (Ende der 80er, Anfang der 90er) war das noch extremer. Ich kann mich noch erinnern, dass ich das als 9, 10, 11, 12 Jähriger mega cool fand, dass wir immer erst so spät essen gefahren sind und wir dadurch immer so ewig lange wach bleiben durfte. Vor 1 oder halb 2 waren wir da nie im Bett.
Vor 21 Uhr ging da niemand im Sommer Abends essen, eher sogar später wenn wir uns mit griechischen Freunden zum Essen verabredet haben.
 
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