Social-Media-Daten offenlegen bald Einreise-Voraussetzung?

Sven_B

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Ich denke, es ist unter dieser Administration nur noch eine Frage der Zeit bis ESTA komplett abgeschafft wird und es für alle auf ein Visum hinauslaufen wird.
 

Anselm

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Interessant, das immer gern diejenigen die die Fahne der Meinungsfreiheit und Recht auf Vielseitigkeit hochhalten nur ihre Ansicht als die einzig Richtige und Gute ansehen und schnell dabei sind, andere abweichende Meinungen zu diskreditieren.
Das weißt du doch gar nicht.
Er hat nur seine Meinung dazu geäußert, über die Ausdrucksweise kann man sicherlich diskutieren.
Aber den Rest hast du da wohl reininterpretiert.

Nebenbei finde ich auch, dass die Aussage von FBremer nicht den Kern trifft. Ich habe nicht das Gefühl, dass hier jemand Angst hat, weil er/sie auch unter normalen Umständen problematische Inhalte auf Social Media gepostet hat.
Das Problem ist ein ganz anderes, nämlich, dass die derzeitige Administration, die Grenzen des Sagbaren anhand ihrer Agenda neu definiert hat und man Angst haben muss, dass das Liken eines regierungskritischen oder satirischen Posts schon zu gravierenden Auswirkungen führen könnte.
Hinzu kommt die oben beschriebene Problematik mit der Angabe der persönlichen Daten von Angehörigen, die mit der Einreise rein gar nichts zu tun haben.

Es hilft nichts, das Problem jetzt den Touristen / Besuchern in die Schuhe zu schieben, die angeblich ihre Social Media-Aktivitäten nicht im Griff haben, um dann noch zu ergänzen, dass man Social Media eh immer schon blöd fand.
Das Problem sind die (geplanten) Einreisebestimmungen, die bislang gültige Grenzen der Privatsphäre aufgrund zweifelhafter Motive massiv überschreiten.
 

reisetom

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Das weißt du doch gar nicht.
Er hat nur seine Meinung dazu geäußert, über die Ausdrucksweise kann man sicherlich diskutieren.
Aber den Rest hast du da wohl reininterpretiert.

Nebenbei finde ich auch, dass die Aussage von FBremer nicht den Kern trifft. Ich habe nicht das Gefühl, dass hier jemand Angst hat, weil er/sie auch unter normalen Umständen problematische Inhalte auf Social Media gepostet hat.
Das Problem ist ein ganz anderes, nämlich, dass die derzeitige Administration, die Grenzen des Sagbaren anhand ihrer Agenda neu definiert hat und man Angst haben muss, dass das Liken eines regierungskritischen oder satirischen Posts schon zu gravierenden Auswirkungen führen könnte.
Hinzu kommt die oben beschriebene Problematik mit der Angabe der persönlichen Daten von Angehörigen, die mit der Einreise rein gar nichts zu tun haben.

Es hilft nichts, das Problem jetzt den Touristen / Besuchern in die Schuhe zu schieben, die angeblich ihre Social Media-Aktivitäten nicht im Griff haben, um dann noch zu ergänzen, dass man Social Media eh immer schon blöd fand.
Das Problem sind die (geplanten) Einreisebestimmungen, die bislang gültige Grenzen der Privatsphäre aufgrund zweifelhafter Motive massiv überschreiten.
Es bleibt dabei .. "..was für ein Stuss .." ist abwertend.
Und es ist schon auffällig, das bei emotional aufgeladenen Themen schnell verbal abgeglitten wird ...
 

Sancap

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Ich denke, es ist unter dieser Administration nur noch eine Frage der Zeit bis ESTA komplett abgeschafft wird und es für alle auf ein Visum hinauslaufen wird.
Das wird eher nicht passieren. In dem Moment würde die EU auch wieder die Visumspflicht für US Amerikaner einführen. Das dürfte der US Regierung eher nicht helfen. So was ist immer reziprok.

Die EU hatte bisher US Bürger Visafrei reingelassen für 90 Tage. Seit 2025 müssen sie sich für eine ETIAS registrieren. Gebühren werden von ursprünglich 7 auf 20 Euro steigen (wurde im Juli festgesetzt … wann wurde noch die Esta Gebühr erhöht ?)
Mit Brasilen geht das seit Jahren hin und her. Jetzt müssen US Bürger auch wieder Visa beantragen, seit 2019 waren die nicht betroffen.

Das „Risiko“ der visafreien Regelung ist, dass eben mit der Begründung, sonst Visa zu fordern, immer mehr Daten gesammelt werden.

Und zur Ansicht, dass das ja nur bei der Einreisekontrolle vielleicht die Socialmedia Daten angeschaut werden: Nein. Es gibt mittlerweile Analysetools wie Palantir, die genau diese Analysen machen. Kann man für sicherheitsrelevante Analysen nutzen. Kann man aber auch viel mehr mit feststellen. In meinem Umfeld machen wir viel mit AI. Schmeiß die Daten rein und stelle Fragen an die AI.

Die Meinung „erst mal abwarten“ ist sicher richtig, heutzutage aber oft nicht zielführend.

Was kann man tun? Kurzfristig sicher noch mal 2 Jahre Ruhe „kaufen“ und das ESTA noch mal erneuern.
Besser wäre sicher, ein 10 Jahres Visum zu beantragen.
 

SMOKE14

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Es bleibt dabei .. "..was für ein Stuss .." ist abwertend.
Und es ist schon auffällig, das bei emotional aufgeladenen Themen schnell verbal abgeglitten wird ...
meine Antwort bezog sich auf den unmittelbar davor stehenden Post. Da wir hier die Politik außen vor lassen habe ich bei meiner kurzen Einschätzung belassen ohne inhaltlich dies weiter auszuführen. Die muss man nicht teilen.

Deine Aufregung verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Insbesondere wenn du versuchst mittels einer herbeifantasierten politischen Zuordnung genau dies mit mir zu machen.
 

reisetom

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meine Antwort bezog sich auf den unmittelbar davor stehenden Post. Da wir hier die Politik außen vor lassen habe ich bei meiner kurzen Einschätzung belassen ohne inhaltlich dies weiter auszuführen. Die muss man nicht teilen.

Deine Aufregung verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Insbesondere wenn du versuchst mittels einer herbeifantasierten politischen Zuordnung genau dies mit mir zu machen.
Musst du auch nicht verstehen
 

reisetom

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Liebes Forum, ich finde, dass dieses Thema einen guten Anlass bietet, unseren Fokus mal wieder neu auszurichten.
Natürlich kann ich trefflich über die geplanten Verschärfungen der Einreise Voraussetzungen diskutieren.
Ich kann aber auch anders herangehen und dankbar sein, in einer Zeit zu leben, in der ich die finanziellen und rechtlichen Möglichkeiten habe, fast jedes Land dieser Erde zu bereisen. Ich kann mal wieder die Vielfältigkeit und Schönheit des Urlaubslandes in den Vordergrund stellen, mich voller Vorfreude auf einen interessanten, spannenden und schönen Zeitraum von vielleicht zwei ,drei Wochen Urlaub freuen.
Die Generation vor mir war weit von entfernt das für sich zu realisieren. Gar nicht zu sprechen von der Generation vor dieser Generation.
Man sollte nicht zu satt und bequem werden - und alles was vielleicht in der Vergangenheit vermeintlich einfacher bei der Einreise gewesen ist als den einzigen Maßstab hier anzusetzen
Vor 30 Jahren bin ich das erste Mal in die USA gereist, die Einreisevoraussetzungen damals waren gegenüber den heutigen nicht zu vergleichen (Fingerabdrücke bei der Einreise, die elektronische einreisegenehmigung eingeführt, die Fragen und Voraussetzungen wurden alle paar Jahre mehr, ...) haben für mich letztendlich das Urlaubserlebnis nicht geschmälert.
Wie immer muss jeder für sich entscheiden, akzeptiere ich die Voraussetzungen, die mit der Einreise verbunden sind weil ich den eigentlichen Zweck der Reise weit darüber stelle. Oder habe ich bei den Einreise Voraussetzungen schon so ein großes Störgefühl, dass sich ein Urlaubserlebnis wohl gar nicht einstellen wird.
Beide Varianten sind zu akzeptieren.

Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten und gesunden Start in das neue Jahr
 

Fbremer1

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Es hilft nichts, das Problem jetzt den Touristen / Besuchern in die Schuhe zu schieben, die angeblich ihre Social Media-Aktivitäten nicht im Griff haben, um dann noch zu ergänzen, dass man Social Media eh immer schon blöd fand.
Das Problem sind die (geplanten) Einreisebestimmungen, die bislang gültige Grenzen der Privatsphäre aufgrund zweifelhafter Motive massiv überschreiten.

Ich schiebe niemandem etwas in die Schuhe- ich wundere mich nur darüber, das das Thema so hohe Wellen schlägt- und bringe das mit den genannten Punkten in Verbindung. Es ist völlig legitim, das anders zu sehen, oder auch als Stuss zu bewerten.
Auch an dieser Stelle gilt: Ich muss hier ja nichts posten- wenn ich das doch tue, muss ich damit rechnen,.das manche meine Meinung teilen und andere eben nicht- das gehört dazu- ich wurde ja nicht beschimpft.

Und genau darum geht es mir im Bezug auf SM im allgemeinen- aber auf dieses Thema im Speziellen: Ich muss bei Teilnahme mit Konsequenz rechnen, positives oder negatives Echo gehört dazu, bei rechtlich kritischen Posts auch weitergehende Konsequenzen.
Und in diesem Fall definiert jemand <<möglicherweise>> Spielregeln für das Land neu, zu dessen Oberhaupt er demokratisch gewählt wurde- das kann man finden wie man möchte.
Man kann ebenfalls über Zweck und Ursache spekulieren, aber letztlich spielt man nach den Regeln, oder lässt es bleiben.
 

famo

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Was kann man tun? Kurzfristig sicher noch mal 2 Jahre Ruhe „kaufen“ und das ESTA noch mal erneuern.
Ich befürchte, die heute gültigen ESTA müssten dann um die neuen Daten „aktualisiert“ werden. Sonst macht es ja keinen Sinn. 🤷🏻‍♂️
 

Ramanda

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Ich befürchte, die heute gültigen ESTA müssten dann um die neuen Daten „aktualisiert“ werden. Sonst macht es ja keinen Sinn. 🤷🏻‍♂️
Das wäre in der Praxis aber sehr holprig bereits bestätigte ESTA wieder ungültig machen. Aber gut zuzutrauen ist alles nach dem Motto je mehr Chaos desto besser :lacry:
 

Montana

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Ich glaube nicht, dass bestehende ESTA´s um diese Daten aktualisiert werden. In 2 Jahren ist das ja von ganz alleine aktuell.

Diese Daten machen auch nur im Vorfeld Sinn, der Immi Officer wird sicherlich keine Analyse am Schalter machen. Das wird dann im Hintergrund bei der Beantragung der ESTA gemacht und der Officer sieht, wenn überhaupt, das Ergebnis.
Ich habe heute meine ESTA´s erneuert. Waren sowieso nicht mehr lange gültig und außerdem hatte ich ein 0 / O Fehler in der Passnummer, der bei der letzten Einreise für etwas Verwirrung gesorgt hat. So ist das fürs nächste Mal auch bereinigt.

Aufregen könnte ich mich eher über die 40USD. Auch wenn man es im Vorfeld wusste...wenn es dann ans Bezahlen geht, kommt da auch ein schönes Sümmchen zusammen.
 

Montana

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Und schon durch...genehmigt in weniger als 1h und auch ohne die freiwillige social media Angabe. Keine Ahnung warum man das überhaupt freiwillig abfragt.
 

Montana

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"2026 in die USA reisen, oder lieber doch nicht?"


Mal keine Panikmache, sondern Zahlen und Fakten.
 

Sven_B

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Unter bestimmten Bedingungen dürfen laut Entwurf auch besonders sensible Kategorien personenbezogener Daten übermittelt werden, darunter Informationen zu „rassischer oder ethnischer Herkunft, politischen Ansichten oder religiösen oder sonstigen Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit“ sowie Angaben zu „Gesundheit oder Sexualleben“.

Die US-Administration ist 90 Jahre zu spät dran, wenn die denkt dass solche Daten in einer Polizeidatenbank gespeichert werden
 

Applemurex

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Guten Morgen,
ESTA ist bei uns noch bis Dezember gültig und wir fliegen normalerweise im Februar. 2027 ist gebucht. Wenn auch mit einem leicht komischen Gefühl… Wundert sich da keiner, wenn wir jetzt schon ESTA erneuern? Und das quasi „doppelt“ haben?
LG
Applemurex
 

tobie

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Guten Morgen,
ESTA ist bei uns noch bis Dezember gültig und wir fliegen normalerweise im Februar. 2027 ist gebucht. Wenn auch mit einem leicht komischen Gefühl… Wundert sich da keiner, wenn wir jetzt schon ESTA erneuern? Und das quasi „doppelt“ haben?
LG
Applemurex


Das neue ersetzt das alte.
Also kein doppeltes ESTA
 
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