USA Nordwesten 2019 oder "Three Bears of the Pacific Northwest"

Seattle

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Da werden Erinnerungen wach. Wir waren 1999 dort oben und hatten das Glück, bei Freunden, die den Makah angehören, einige Tage dort zu verbringen. Eine unglaubliche Landschaft. Im Reservat gab es eine Adlerstation, in der verletzte Tiere gepflegt und wieder ausgewildert wurden. Ich habe in diesem Gebiet um Neah Bay noch nie so viele Bald Eagle gesehen. Auch Wale konnte man supertoll beobachten.

Gruß

Ute
 

Texelrita

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Ich bin auch wie gebannt dabei....viele schöne Erinnerung und ein Stück Erde, die in jedem Fall erneut besucht werden sollte! Washington und Oregon wird irgendwie immer sträflich vernachlässigt, leider!

Ja Hemmi, stimmt! Im Ort wird zumindest an etlichen Stellen darauf hingewiesen - ich kannte die Serie nicht bis das Kind uns aufklärte damals.

Freu mich jetzt richtig auf die nächsten Tage, kommt noch Bandon, Face Rock? Ich bekomme da immer noch Reklame vom Best Western und gerade hatten die so eine tolle Info über Circels in the Sand, schaut mal: https://expo.oregonlive.com/life-and-culture/g66l-2019/01/7bc92e8b7f336/circles-in-the-sand-releases-sand-labyrinth-schedule-for-2019.html

Das würde ich supergerne mal in echt sehen! So ich freu mich, bitte weiterfahren!
 

Fritz & Buddy

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  • #23
Der stille, aber seit langem großer Fan Eurer Reiseberichte, meldet sich nun auch mal zu Wort :)
Wurden in Forks nicht die Twighlight Filme gedreht? Oder ist das ein anderes Forks?
Siehe Wikipedia
auch stille Leser sind herzlich willkommen :-D

ja genau das Forks ist es, kommt am nächsten Tag
 

Fritz & Buddy

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  • #24
Montag 03.06.19 Forks, WA - Lake Quinault, WA

Da das Dew Drop Inn kein Frühstück anbietet, beschränken N & M sich auf einen Kaffee und fahren dann zum In Place und frühstücken dort. Das ist jetzt nichts Besonders, aber was will man auch in einem kleinen Diner im Nirgendwo erwarten, also alles prima. Weiter geht es, wenn wir denn schon mal hier sind, zur Forks Chamber of Commerce. Hier steht Bella's Truck und die bewachsene Telefonzelle aus Twilight. N & M haben, warum auch immer, sogar die ersten beiden Teile gesehen und sich allerdings die letzten geschenkt, war nicht so ihres. Aber wie gesagt, wenn wir schon mal hier sind.





Passend dazu, als hätte Sirius es geahnt, läuft Golden Earring "Twilight Zone"

Unser nächstes Ziel ist der Hoh Rain Forest, wo N sich natürlich wieder einen Stempel im Visitorcenter holt. Jeder hier scheint mit uns den 0.8 mi Hall of Mosses Loop Trail zu laufen. Aber schön anzusehen sind die über und über bewachsenen Bäume schon.



















N: "BYOB könnte doch auch Bring your own bear heißen."
Worüber manche Leute beim Wandern so nachdenken.



Sowas gibt es hier auch... und M hat auch hier ein T-Shirt mitgenommen.

Ein weiterer Strand steht auch noch auf der heutigen to do Liste der Ruby Beach. Der will genauso wie der Second Beach auch erlaufen werden, ist aber angenehmer zu laufen findet N und es geht weniger steil auf und ab.











So und jetzt wieder etwas landeinwärts zum Lake Quinault. Auch wenn der Ginster hier offenbar ein nicht gern gesehener Neophyt ist, schön sieht es dennoch aus.







Wir biegen auf die North Shore Road ab und fahren zur Ranger Station, die hat aber leider geschlossen, so kann N nicht prüfen, ob es hier einen Stempel gegeben hätte. Der Trail ist aber zugänglich und wir laufen den Kestner Homestead Loop Trail im Uhrzeigersinn. Bedeutet dass wir zunächst einen ganze Weile durch den Wald laufen. Ein richtiger "Hänsel und Gretel Wald" findet N und meint dieser Weg hier sei noch viel schöner als der Hall of Mosses. Kann aber auch daran liegen, dass wir hier ganz alleine sind.





















Wir fahren weiter und die Straße wird zu Schotter, das konnte N der National Park Broschüre entnehmen, allerdings kommt ihr die Strecke sehr lang vor und sie überlegt, ob wir den Abzweig nach rechts zur Brücke verpasst haben. Nach einer Weile fragt M, was sie denn schätze, wie lange der Teil von der Rangerstation bis zur Brücke auf die Südseite des Sees wäre. N schätzt so 5-7 Meilen.

M: "OK, dann fahren wir von jetzt an noch 7 Meilen und wenn dann nichts war, dann drehen wir um."
Schlauer Plan.

Plötzlich wieder Asphalt.

N: "Ah, ich glaub das passt. Auf dem Plan sieht es so aus, als wäre es kurz vor der Brücke wieder asphaltiert."
Warum man irgendein Mittelstück asphaltiert und davor und dahinter nicht, erschließt sich uns zwar nicht, aber N ist froh auf dem richtigen Weg zu sein. Wir überqueren die Brücke und fahren nach rechts auf die hier wieder unbefestigte Straße des Südufers. Einige der Nadelbäume haben gewaltige Ausmaße, was N zum Kommentar "Kein schlankes Reh der Baum" verleitet.



Bunch Falls



Merriman Falls

Pünktlich zur Check in Zeit um 16 Uhr erreichen wir die Lake Quinault Lodge. N hatte vor ein paar Wochen hier schon mal per mail angefragt, ob wir ein Zimmer mit Blick auf den See bekommen könnten. Die seien leider alle vergeben, hieß es aber dennoch fragt sie hier direkt vor Ort nochmals und die Dame an der Rezeption meint zuerst auch, dies Zimmer seien alle weg aber... Moment, es gäbe noch eines mit eingeschränktem Seeblick, das könne sie uns geben und das sei besser als das, was uns aktuell zugeteilt sei. Na das hört N doch gerne und so haben wir statt Queen zum Parkplatz jetzt King zum Wasser.



Das Boathouse, in dem wir wohnen.




Dummerweise stehen hier vor unserer Tür offenbar irgendwelche Möbel, die noch aufgebaut werden sollen, in Kisten herum.









Hauptgebäude

M ist seit gestern erkältet und daher sparen wir uns den noch geplanten Rain Forest Nature Trail, der hier gegenüber der Lodge startet und setzen uns stattdessen in die Sonne auf den Rasen hinter der Lodge und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein.



M: "Das Stoffgedöns hat richtig klasse Wetter organisiert."
Hat M jetzt ernsthaft S "Stoffgedöns" genannt....?
N: "Wenn S ab sofort nicht mehr für Sonne sorgt, kannst du dich auf den Heimweg machen."

N bestellt uns für 18 Uhr einen Tisch im Roosevelt Dining Room, was uns noch genug Zeit lässt für die erste Margarita des Urlaubs. Allerdings muss M der Dame beim Mixen das Rezept soufflieren, berichtet er. Wird hier offenbar nicht so oft bestellt.



N entscheidet sich für die Fennel Sausage Penne in Begleitung eines Wente Vineyards Morning Fog Chardonnays und M nimmt das Huhn und dazu ein Lazy Boy Amber. Ein paar Kolibris vor dem Fenster leisten uns neben der 1A Aussicht auf den See beim Essen Gesellschaft. Herrlich.

Als Nachtisch nimmt N einen Kaffee mit Brandy und Kahlua getoppt von einer Sahnehaube. Den restlichen Wein und noch ein Bier genießen N & M dann ganz stilvoll auf einem der Riesenledersofas, die hier in der Halle vor dem Kamin stehen. Sowas wär toll daheim zu haben. Vor den Zimmern auf der umlaufenden Veranda des Boathouses stehen eindeutig mehr Stühle als hier in den 8 Zimmern Laute wohnen können und so erlauben sich N & M noch ein paar Minuten hier zu sitzen und der Sonne über dem See zuzusehen.

20 °C, 126 mi, Lake Quinault Lodge
 

NordSuedUli

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ich oute mich als Fan Eurer Reiseberichte. Ganz toll.

Zumal ich auch bei 5 Fellnasis wohne ...

Wir sind ab Mitte Oktober in Naples ...

Liebe Grüße aus Südhessen

Uli
 

Fritz & Buddy

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  • #26
Da werden Erinnerungen wach. Wir waren 1999 dort oben und hatten das Glück, bei Freunden, die den Makah angehören, einige Tage dort zu verbringen. Eine unglaubliche Landschaft. Im Reservat gab es eine Adlerstation, in der verletzte Tiere gepflegt und wieder ausgewildert wurden. Ich habe in diesem Gebiet um Neah Bay noch nie so viele Bald Eagle gesehen. Auch Wale konnte man supertoll beobachten.

Gruß

Ute
Ah das erklärt ggf warum wir dort auch Adler gesehen haben
 

Fritz & Buddy

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  • #27
Ich bin auch wie gebannt dabei....viele schöne Erinnerung und ein Stück Erde, die in jedem Fall erneut besucht werden sollte! Washington und Oregon wird irgendwie immer sträflich vernachlässigt, leider!

Ja Hemmi, stimmt! Im Ort wird zumindest an etlichen Stellen darauf hingewiesen - ich kannte die Serie nicht bis das Kind uns aufklärte damals.

Freu mich jetzt richtig auf die nächsten Tage, kommt noch Bandon, Face Rock? Ich bekomme da immer noch Reklame vom Best Western und gerade hatten die so eine tolle Info über Circels in the Sand, schaut mal: https://expo.oregonlive.com/life-and-culture/g66l-2019/01/7bc92e8b7f336/circles-in-the-sand-releases-sand-labyrinth-schedule-for-2019.html

Das würde ich supergerne mal in echt sehen! So ich freu mich, bitte weiterfahren!

Hihi
Wir haben Im BW in Bandon übernachtet


Das mit der Kunst am Strand sieht ja genial aus. Schade dass hätte ich auch gern gesehen
 

Fritz & Buddy

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  • #28
ich oute mich als Fan Eurer Reiseberichte. Ganz toll.

Zumal ich auch bei 5 Fellnasis wohne ...

Wir sind ab Mitte Oktober in Naples ...

Liebe Grüße aus Südhessen

Uli
Herzlichst willkommen
Meinst du die Stofftiere oder die Miezies?
Wir sind ab 19. Okt in CC :LOL:
 

Fritz & Buddy

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  • #29
Dienstag 04.06.19 Lake Quinault, WA - Long Beach, WA


Hui frisch hier. Es sind 7 °C laut Ns Wetterapp und die scheinen wir auch hier drinnen im Zimmer zu haben, naja, von Isolierung mag man hier bei den dünnen Holzwänden in dem Gebäude aus den Zwanzigern ja auch nicht sprechen. N sucht und findet einen Thermostat, aha, der kann offenbar auch warm, was sinnvoll ist, denn das Hotel ist das ganze Jahr über geöffnet. Also schauen wir mal... und tatsächlich merkt man nach einer Weile wie warme Luft in den Raum kommt. Besser.

Da N nicht hier im Restaurant der Lodge frühstücken will, sind wir schon um halb Neun im Auto und unterwegs nach Aberdeen. Dort kurz tanken und dann gibt es Omelettes bei Denny's. Der Service ist nicht so wahnsinnig schnell und erst nach etwa einer Stunde sind wir wieder "on the road", dafür aber gut satt.

Wir passieren Raymond und haben einen Heidenspaß an den hier stehenden Metallfiguren. Wir sehen Puma, Waschbär, Bären, Vögel, Rehe und Menschen in allen Variationen. Es handelt sich um die Raymond Wildlife-Heritage Sculptures findet N heraus.

Wir haben trotz der Frühstücksverzögerung ausreichend Zeit und machen einen Schlenker nach Oysterville, einer kleinen Stadt auf der Long Beach Peninsula, die im National Register of Historic places steht.



Alte Schule





Kirche



Vom Nordende der Halbinsel geht es als nächstes zur Südspitze und dem hier gelegenen Cape Disappointment an der Mündung des Columbia Rivers. Beim Hintergrund des Namens Cape Disappointment spuckt das Internet mehrere Versionen aus. Der englische Captain John Meares scheint auf jeden Fall einen Rolle zu spielen, aber ob die Enttäuschung über das Nicht-Finden der Nordwestpassage, das Nicht-Finden des Eingangs zum Columbia Rivers oder die Unfähigkeit, die Sandbank zu passieren namensgebend war... das bleibt offen.

Wir parken und haben Gelegenheit unseren Washington Recreational Pass zu nutzen, ansonsten kostet die Parkgebühr hier $10. Wir laufen als erstes zum Leuchtturm und passieren auf dem Weg...



Deadman's Cove, hier soll man nicht runter, um Erosion des cliffs zu vermeiden. Ein dickes Schild weist auch mit Keep out darauf hin. Manche können oder wollen aber einfach nicht lesen und müssen unbedingt da runterlaufen.



Cape Disappointment Lighthouse



Blick nach Norden in Richtung des Lewis & Clark Interpretive Center, was oben auf der Klippe zu sehen ist.

N & M verbringen etwa 2 Stunden hier in der Ausstellung, bis fast alles gelesen ist. Wenn N alles hätte lesen wollen, wäre sie vermutlich doppelt so lange gebleiben. Einen Stempel gibt es hier auch, da das Center mit dem Lewis & Clark NHP verbandelt ist. Dummerweise liegt das Büchlein natürlich gut im Auto, wo auch sonst, aber M ist so lieb, nochmals hin und her zu laufen.

Heute Nacht bleiben wir hier im nahegelegenen Long Beach. N hat das Adrift Hotel direkt am Strand für uns gebucht. Eine gute Wahl, bis zum Strand sind es tatsächlich nur ein paar Schritte. Man kann im Hotel auch kostenlos Fahrräder für 2h ausleihen und auch mehrere thematisch unterschiedliche Schnitzeljagden wie foodie oder historic werden angeboten. M ist allerdings immer noch etwas angeschlagen, daher lassen wir das lieber sein, obwohl N die Idee an sich nett findet.



Blick aus unserem Zimmer.







Ein einsamer M am Horizont.



North Head Lighthouse.

Wir gehen heute in das exclusive Restaurant in der 3. Etage... unser Zimmer. M stellt den Tisch vor das Fenster, wärmt die Hot Dog Würstchen in der Mikrowelle auf, die sich auf dem Flur befindet und dann wird Abendessen an Tisch 1 mit Meerblick serviert. Einfach unschlagbar.



17 °C, 156 mi, Adrift Hotel
 

Texelrita

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Also ich komme mir ja schon blöde vor.....WOW WOW WOW und das Wetterchen, der absolute Knaller! Bei Euch merkt man sehr schön, wenn alle besser laufen könnten in der Texelkonstellation, was man alles noch machen kann, superschön und ein T-Shirt vom Hard Rain Cafe hätte ich dann sicher auch (y).

Die Lake Quinault Lodge ist auch ein toller Tip, so stelle ich mir Urlaub dort vor, richtig genial!

Wir suchen immer noch nach einem schönen Fotomotiv aus Orgeon/Washington für über die Couch, darf ich dich im Falle angraben? Du machst richtig tolle Bilder und die Farben sind so satt und schön, da schreiben soviele immer Hawaii hätte das besondere grün-also ich finde das kann aber mal richtig mithalten! - Ok, Leute es regnet halt mehr als auf Hawaii :-D.
 

Reisezottel

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BYOB :peace: , genial (y)

Und die Fotos sind super schön, ein einsamer M am Strand (y) usw, usw. Außerdem finde ich dieses grün der Pflanzen genial! Ja, ja, Pflanzen sind grün, aber dies grün ist besonders
 

Fritz & Buddy

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  • #33
Wir suchen immer noch nach einem schönen Fotomotiv aus Orgeon/Washington für über die Couch, darf ich dich im Falle angraben? Du machst richtig tolle Bilder und die Farben sind so satt und schön, da schreiben soviele immer Hawaii hätte das besondere grün-also ich finde das kann aber mal richtig mithalten! - Ok, Leute es regnet halt mehr als auf Hawaii :-D.
ich gebe gerne , sag was du gerne hättest

ich arbeite immer brav am Weißabgleich: Sonne, Wolken, Schatten...

Die Miezies natürlich ...

:LOL:
blöde Frage :whistle:
gleich 5 wow
BYOB :peace: , genial (y)

Und die Fotos sind super schön, ein einsamer M am Strand (y) usw, usw. Außerdem finde ich dieses grün der Pflanzen genial! Ja, ja, Pflanzen sind grün, aber dies grün ist besonders
wie gesagt immer Weißabgleich anpassen und kräftige Farbe an der Kamera eingestellt
 

Fritz & Buddy

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  • #34
Mittwoch 05.06.19 Long Beach, WA - Seaside, OR


Das Laurie's Breakfast Café im Nachbarort Seaview, was N vor einigen Monaten im Internet fürs Frühstück auserkoren hatte, scheint mittlerweile ein Taproom zu sein. Nicht so ganz das Richtige zum Frühstück. Wir fahren die paar Meter zurück nach Long Beach und entscheiden uns, bei Benson's By The Beach zu frühstücken. Ok, es ist auch die einzige Lokalität, die nach Frühstück aussieht und geöffnet hat. Dafür ist die Wahl überraschend gut, befinden N & M.

Wir verlassen Washington und entern Oregon, ein weiterer Staat auf unserer Liste. Nur noch 5.

Erster Stopp, nachdem wir den Columbia River überquert haben, was für uns deutlich einfacher ist als für Lewis & Clark, die Astoria Chamber of Commerce. N besorgt für uns einen Oregon Recreational Pass und gibt der Dame, die Akzente für ihr Theaterspiel übt, noch den Tipp, Inspector Lynley zu schauen, um ihren englischen Akzent zu perfektionieren. Die Dame ist hocherfreut, das kenne sie noch nicht und meint, sie würde das sofort nachschlagen. Jeden Tag eine gute Tat ist zwar eigentlich anders gemeint aber egal, solange sich wer freut.



An der Astoria Column läuft ein Deer am Parkplatz herum und frisst Ginster. Hm, war der für die Tiere nicht giftig? Oder galt das nur für Insekten? N ist sich nicht mehr sicher, das will wohl nochmal nachgeschlagen werden.



Washington liegt auf der anderen Seite der Brücke



Astoria Column mit den wichtigsten Szenen der Geschichte der Region. Wir erklimmen brav die 164 Stufen.

Das im Viktorianischen Stil gebaute Flavel House steht als nächstes auf dem Plan. Wir müssen einmal quer durch den Garten, um zum Carriage House zu gelangen, wo die Eintrittskarten verkauft werden. Hier gibt es einen 10 Minuten Film zur Geschichte der Famiile und des Hauses. Tatsächlich sollte auch dieses schöne Gebäude einem Parkplatz weichen, aber glücklicherweise gab es hier in Astoria Leute, die den Stadtplanern zu verstehen gegeben haben, dass sie nicht alle Tassen im Schrank haben.





Formal Reception Room.



Music Room.

Jetzt noch ein wenig mehr Geschichte, wir besuchen Fort Clatsop, das Wintercamp von Lewis & Clark in Oregon.

Ein Stempel muss her. N nimmt ihn in die Hand und die Dame vom NPS meint deutlich, den bitte nicht. Hm? Das Rätsel löst sich, N hat den Stempel genommen, der gerade für die Urkunden der Vereidigung der beiden hier stehenden Junior Ranger benötigt wird. Upps, peinlich. N geht brav zur richtigen Stempelstation um die Ecke. Natürlich will auch der Parkfilm geschaut werden. Hier werden sogar 2 verschiedene gezeigt aber N & M beschränken sich auf einen. Die Ausstellung ist weniger informativ als die gestern im Lewis & Clark Center und daher schauen N & M eigentlich nur die Artefakte an. Das geschriebenen Wort fällte ein wenig hintenüber, bis auf die Übersicht, was aus den Teilnehmern der Expedition geworden ist. N sinniert immer noch, seit wir im Interpretive Center waren, über den angeblichen Selbstmord von Lewis nach. Echt traurig.





Wo wir schon mal hier sind, sollten wir auch noch kurz am Wrack der Peter Iredale stoppen meint N.







Kurz Vorräte auffrischen im hier ansässigen Walmat in Warrenton und weiter geht es die Küste entlang Richtung Süden. Der Original Plan sieht vor, dass wir jetzt noch zum Ecola State Park und Cannon Beach fahren, die beiden Stopps fallen allerdings im wahrsten Sinne ins Wasser, denn es regnet mittlerweile gleichmäßige Bindfäden. Also direkt zum Hotel nach Seaside.

Wir checken ein und leihen uns an der Rezeption ein Scrabble aus. N gewinnt knapp aber auch nur, weil M so unaussprechliche Buchstaben mit hohen Punktzahlen übrig hat. Gegen halb Sechs wird es noch mal trocken und N & M spazieren zum Strand und stöbern etwas durch die Andenkenläden.







Cool, in diesem Hotel hier am Strand hat jeder seinen eigenen Grill auf dem Balkon.



Gestatten: Lewis & Clark.



Schön kann man den Ort allerdings wahrlich nicht nennen. Wir kehren ein bei Dundee's. Es gibt hier wings für M und Big Wave on tap für N. Prima Bar. Die Cocktails sind mit etwa $7 hier recht günstig, zudem gibt keine Mehrwertsteuer in Oregon, sehr sympathischer Staat.

16 °C, 57 mi, Inn at Seaside
 

Fritz & Buddy

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  • #35
Donnerstag 06.06.19 Seaside, OR - Newport, OR


M: „Und was sagt das Wetter? Wandern wir?
N: „50 % Chance of Rain. Cape Lookout soll angeblich die beste Stelle sein, um Wale und Orcas zu sehen aber was nützt das, wenn man die Hand vor Augen nicht sieht und nur in Wolke schaut. Glaubst du die springen hoch und drehen ne Pirouette für uns?“
M: "Hab ich schon von gehört.“

Wir fahren los und Petrus meint offenbar, unser Wagen sei definitiv zu dreckig und stellt daher die große Autowaschanlage an. Glücklicherweise nur für ein paar Minuten und dann scheint wieder die Sonne. Da das Wetter definitiv besser ist als gestern Nachmittag, holen wir die beiden ausgefallenen Programmpunkte jetzt nach. Wir fahren als erstes in den Ecola State Park und stoppen am Ecola Point. Hier ist die klassische Sicht auf die Küste zu sehen, die als Aushängeschild für Oregon gilt und auf Reiseführern und in den Köpfen zu finden ist, bei dem Begriff Oregon Coast.









Wir stoppen kurz in Cannon Beach, was sehr viel netter anzusehen ist als Seaside. N hatte auch ursprünglich vor, dass wir hier übernachten, aber vermutlich waren die Hotels zu teuer daher sind wir nach Seaside ausgewichen. Hier vor dem irischen Coffee Shop neben der City Hall sitzen Jung und Alt ganz entspannt in der Sonne und genießen es. Sehr schön anzusehen.





Pflichtgemäß statten wir dem hier am Strand herumliegenden Fels, dem Haystack Rock, einen Besuch ab, irgendeine Veranstaltung findet dort unten statt aber N & M sind unmotiviert, die lange Strecke durch den Sand zu stapfen, also machen wir uns lieber wieder auf den Weg, weiter Richtung Süden nach Tillamook. Es steht der offenbar für alle Oregon Besucher obligatorische Besuch der Tillamook Käserei an und N & M haben Glück, es ist gerade erträglich leer, noch nicht mal eine Schlange beim Käse testen. N erwirbt je ein Stück weißen und ein Stück gelben extra scharfen Cheddar, M eine Postkarte, verrückte Welt. N lernt auch ein neues Wort: "whey".



N will ja unbedingt die Wanderung zum Cape Lookout machen, da hier die Chance Wale zu sehen, wie schon gesagt, sehr hoch sein soll. Momentan scheint die Sonne also machen sich N & M auf den Weg. Es geht ganz entspannt über einen ebenen Weg auf der Südseite der Klippe los. Nadeln regnen die ganze Zeit auf uns herab, klingt wie Regen, ist es aber nicht. Der Weg ändert sich ständig.



Zuerst eben mit Nadeln bedeckt,



dann über Wurzeln,



mal geht es über Boardwalk,



bisweilen recht matschig,



oft muss über Baumwurzeln geklettert werden,



und ab und an stehen auch Pflanzen dekorativ im Weg.





Zuerst kann man auf der Südseite der Klippe herunterschauen, dann mal auf der Nordseite.

Nach etwa 2/3 des Weges werden wir von einem Schauer überrascht, den N unbedingt unter einem Baum abwarten will. M ist für Weiterlaufen, alleine will er aber auch nicht gehen, also warten wir hier ein paar Minuten. Glücklicherweise dauern die Schauer nur kurz, das haben wir heute Morgen ja auch schon mal gehabt.

Uns kommen mindestens 20 Leute unterwegs entgegen, naja, irgendwo müssen die ja alle sein, am Trailhead war ja auch alles vollgeparkt. Aber besser die kommen uns entgegen, als dass sie in die gleiche Richtung laufen. Und tatsächlich, nach etwa 90 Minuten erreichen N & M die Spitze der Klippe und sind hier ganz alleine und können die fantastische Aussicht genießen und sich die Sonne auf die Nase scheinen lassen.







Leider ruft auch intensivstes Starren auf den Pazifik keine Wale herbei. Toll ist es hier trotzdem.

N & M treten den Rückweg an und wieder kommen Ihnen jede Menge Leute entgegen. Glück muss man haben.

Zwei ältere Damen berichten, dass Sie am Cape Meares zwei Wale gesehen hätten. Mist, da sind wir schon dran vorbei.

Fremder Wanderer: "How far is it from here to the end?"
M: "15 more minutes."
Fremder Wanderer: "No way."
M: "Ok, 10 more minutes."
Fremder Wanderer: "No."
M: "Ok, 5 more minutes."
Fremder Wanderer gibt M thumbs up.

Jeder macht es sich eben so wie es passt, vielleicht sollte der Herr einfach nicht in FlipFlops wandern?

Nach knapp 3 Stunden und etwa 8 km sind N & M wieder am Auto. Gut, dass wir unseren ganzen Hausstand mitführen, so kann N mal flink in trockene Klamotten schlüpfen. Wir lassen das Yaquina Head Lighthouse sausen, denn es ist bereits 18 Uhr als wir in Newport ankommen. Das Comfort Inn liegt einen Block vom Strand entfernt und in 5 Minuten zu Fuß gehen N & M zum Abendessen zu Georgie's, was direkt am Wasser liegt. N hatte vorher im Netz gelesen, man solle sich in die Lounge setzen, das Essen und die Aussicht sei identisch mit dem Restaurant und es gäbe open seating. Tatsächlich hätten sie 15 Minuten auf einen Tisch im Restaurant warten müssen und können sich stattdessen in der Lounge sofort setzen. Die Happy Hour in der Lounge haben sie allerdings verpasst, die endete um 18 Uhr. Aber selbst ohne Happy Hour kosten die normalen Margaritas nur $8 und sind richtig lecker. Auf der Karte stehen die allerdings nicht, da stehen nur Schickimicki Margaritas drauf, aber die Frage nach einer House oder Classic Margarita hat sich noch immer bewährt, wie die Erfahrung gezeigt hat.

Da die Gischt bis hier oben rauf spritzt und der Regen gegen die Scheiben plätschert, gibt es hier eine ziemlich coole Einrichtung, eine automatische Scheibenreinigungsanlage. Wasser strömt einen Moment die Scheiben herunter und zack, wieder 1A Sicht. So was wäre ja daheim auch sehr praktisch findet N.

Es gibt schön knuspriges Brot als Appetizer und N & M teilen sich Calamari als Vorspeise, danach entscheiden sie sich beide für Fish & Chips. Die Aussicht direkt auf den Pazifik ist spitze aber auch hier kommt leider keine Flosse vorbeigeschwommen.

Auf dem kurzen Heimweg fängt es mal wieder an zu regnen, also eigentlich schüttet es so, dass N & M fast am Comfort Inn vorbeigelaufen wären. Also laufen sie ein paar extra Meter durch das Nass. Bäh.

18 °C, 128 mi, Comfort Inn
 

Steffi194

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Hast du eigentlich eine Übersicht, welche Route ihr gefahren seid?
Unsere Tour steht mittlerweile auch fest. Ich find aber in deinem Berichten immer wieder neue Tipps und Ideen (y)vielen Dank
 

Fritz & Buddy

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  • #38
Freitag 07.06.19 Newport, OR - Florence, OR

Wir haben ja gestern aus Zeitgründen die Yaquina Head Outstanding Natural Area ausgelassen, das holen wir heute Morgen nach und fahren die kurze Strecke zurück Richtung Norden. N zeigt brav den NPS Pass und den Führerschein vor und wird gelobt, dass sie die ID direkt ungefragt dazu zeigt, dass müsse man den Einheimischen noch beibringen. N & M verschweigen, dass sie das nur so brav machen, seit sie letztes Jahr am Zion Eingang von der Rangerin angeblafft wurden, weil sie die ID nicht ungefragt direkt gezeigt haben. Wir sind ja auch noch lernfähig.

Erster Stopp Quarry Cove leider kein Seehund hier in Sicht, dann eben nicht. N ist jetzt nicht so wild auf Tidepools, aber da gerade Ebbe ist, gehen wir die über 100 Stufen runter zum Cobble Beach.





Allerdings ist Laufen auf den großen Kieseln nicht ohne und N hat etwas Angst um ihren Knöchel, daher macht sie erst gar keinen Versuch, weiter nach vorne auf die Felsen zu kommen. M versucht es und wackelt dort auch ziemlich rum. Rutschiger, unebener Untergrund und gleichzeitig nicht ins Wasser und nicht auf Muscheln zu treten, gar nicht so einfach. Prompt fängt es auch noch an ordentlich zu schütten. Ha, N hat Ihren Schirm dabei und sogar M, der immer meint Regenschirme werden überbewertet, stellt sich mit darunter bis der kräftige Schauer aufhört. Glücklicherweise geht das echt schnell und die Sonne kommt wieder raus. Der große Fels hier ist übervoll mit common murres (Trottellummen) und auch ein paar Seehunde liegen hier herum.









Das Yaquina Lighthouse schauen wir nur von außen, dafür gehen wir noch auf einen Sprung ins Interpretive Center, schließlich will auch hier der Infofilm geschaut werden. Ein Junge aus einer der herumwuselnden Schülergruppen (heute ist letzter Schultag) zeigt auf ein kleines Walsymbol auf der hier angebrachten Infokarte und verlangt von N zu erfahren, was das sei.
N ist weder Ranger, Mutter noch Lehrer und in dem Ton schon mal gar nicht junger Mann: "Read for yourself."

Wir fahren zurück nach Newport zur Old Bayfront. Hier sind ein paar maritime Murals, nette Läden und Restaurants zu finden. N kauft eine kleine Auswahl an Saltwater Taffy. M testet Jalapeno, Hot Cinnamon und Pina Colada, N hat Mint, Rum und Salted Caramel. Das Pina Colada riecht klasse, mhm, vielleicht hätte sie zwei davon nehmen sollen?













Die Hauptattraktion hier am Hafen sind aber die sea lions, die lautstark auf ihre Anwesenheit hinweisen.

Auf der anderen Seite der Brücke befindet sich der Yaquina Bay State Park, hier stoppen wir noch kurz für ein Foto der Brücke und des Lighthouses, was durch das, was jetzt auf Yaquina Head steht, ersetzt wurde.









Nächster Stopp: Seal Rock

Am Pullout vom Devil's Churn legen wir eine kurze Tillamook-Käsepause ein, denn in der glücklichen Lage sind wir ja jetzt und fahren dann weiter zum Cape Perpetua Visitor Center. Hier kann N unter einer Menge Filme wählen und entscheidet sich für den "klassischen Cape Perpetua Film" der laut der hier anwesenden Erklärdame schon seit Jahrzehnten läuft. Kann ja dann so schlecht offenbar nicht sein.



Devil's Churn



Nachdem wir jetzt ordentlich vorgebildet sind, fahren wir den Berg hoch zum Cape Perpetua Overlook, der ist allerdings nicht so richtig gut ausgeschildert, man muss der 55 nördlich des Visitor Centers nach Osten Richtung "Day Use Area" folgen. Dann erreicht man den tollen Ausblick.







Thor’s Well ist anscheinend noch weniger gut ausgeschildert, das finden N & M gar nicht, aber da gerade Niedrigwasser ist, hätten wir da wahrscheinlich eh nicht so viel gesehen. Dafür stehen hier überall diese Tsunami Schilder die ganze Küste entlang.



Stattdessen geht es weiter zum Heceta Head Lighthouse. Das danebengelegene Haus des Leuchtturmwärter-"Assistenten", wenn N das recht verstanden hatte, kann man als B & B mieten, für einen entsprechenden Obolus versteht sich. N wechselt zur Sicherheit noch kurz in die Wanderschuhe, denn mit den normalen Schuhen will sie nicht da rauflaufen und eine Blase riskieren. Die Mühe hat sich gelohnt, keine Blase und tatsächlich sehen wir hier endlich unsere erhofften Wale. Zwei Grauwale tauchen immer wieder auf und bewegen sich langsam südwärts.







B & B







Wir übernachten heute im Riverside Inn, das direkt am Siuslaw River liegt. N schnüffelt ein wenig auf dem Gelände herum. Mitten auf dem Parkplatz stehen 2 Bänke mit schnatternden Herren. Ok, die Bänke stehen in der Sonne aber der Parkplatz und das Geschnatter ist jetzt nicht so nett, da mag N sich mit dem Ankunftsbier nicht platzieren, also weiter. Es muss doch irgendwo ans Flussufer gehen und tatsächlich, durch einen kleinen Durchgang geht es runter zum Fluss und wie bestellt, steht hier eine Bank in der Sonne ohne einen Menschen weit und breit. Perfekt, das ist wie für uns gemacht.









Zum Essen gehen wir zu Fuß ein paar Schritte zum Beachcomber Pub, hier gibt es eine ziemlich große Auswahl an Bier. N nimmt ein Knots Blonde und M ein Amber Ale, die Marke hab ich aber irgendwie vergessen.... Die letzten Sonnenstrahlen genießen wir alle nochmals auf "unserer" Bank.

18 °C, 68 mi, Riverhouse Inn
 

Fritz & Buddy

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  • #39
Samstag 08.06.19 Florence, OR - Bandon, OR

Gegen 23 Uhr wird N unsanft geweckt. Aus dem Nachbarzimmer ertönt ein Riesenradau. 2-3 lautstark streitende Weiber, anders kann man das nicht nennen, genauso plötzlich wie es anfing, ist es glücklicherweise nach knapp 1 Stunde wieder Ruhe. Sowas braucht dennoch kein Bär, bzw. Mensch.

Da wir das heutige Programm etwas gekürzt haben, M ist heute nicht so wild auf Rumlaufen geschweige denn Wandern, können wir ein wenig länger schlafen, was nach dem Lärm auch nötig ist. Wir frühstücken gegen 9 Uhr und setzen uns in die obere Etage des Frühstücksraums, wo wir ganz alleine sind. M isst neben zwei Scheiben Toast mit Ei, einen Joghurt und einen Teller voll "Cevapcici" wie er sie nennt. N versucht sich an Toast mit Nutella und danach einem Lime Joghurt. Etwas gewöhnungsbedürftig aber an irgendwas erinnert N der Geschmack, sie kommt nur einfach nicht darauf, was es ist.

Wir fahren gegen 10 Uhr los und stoppen als erstes am Oregon Dunes Overlook.







Nächster Halt das Umpqua Lighthouse. Hier am Lookout sind eine Reihe Infotafeln über die Grauwale zu finden. Das motiviert die Tiere allerdings nicht, sich auch mal zu zeigen. Jetzt im Juni ist allerdings auch nur mit etwa 2 Tieren pro Stunde zu rechnen meinen die Infotafeln. Das ist übersichtlich im Vergleich zu etwa 30 Tieren pro Stunde als Maximum früher im Jahr.



N hatte ja mal gedacht, dass wir den ganzen Oregon Dunes John Dellenbeck Trail laufen, der kurz südlich vom Milemarker 222 beginnt. Aber 4 Meilen durch den Sand zu stapfen erscheint aktuell nicht so lockend, daher beschränken sich N & M auf den kurzen interpretive loop, der hier ausgeschildert ist.


Wir nehmen den rechten Abzweig und gehen gegen den Uhrzeigersinn. Hier verläuft der Trail zunächst im Schatten und besteht aus mit Nadeln bedecktem Boden.



Wir passieren einen kleinen See auf der rechten Seite und...



...erreichen dann die Dünen. Hier würde es 2 Meilen weiter geradeaus zum Strand gehen. Das schenken wir uns aber und biegen nach links ab, wo ein paar Meter entfernt ein Schild wieder den Weg weist.



Ab hier wird es ein wenig anstrengender. Es geht durch den tiefen, lockeren Sand und durch die Sonne und N kommt ein wenig aus der Puste.





Hier an der Stelle fehlt leider der Wegweiser, es sieht so aus, als ginge der Weg links weiter den Hügel runter. Scharf rechts scheint aber auch ein Trail zu sein. M erbarmt sich und schaut links unten nach und stapft tapfer den Sand wieder hoch. Tatsächlich ist da unten die Stelle, an der der Trail vorhin die Straße zum Campingplatz kreuzte. Da waren wir also schon, rechts rum ist demnach richtig. Und tatsächlich treffen wir auf ein Paar, das den Loop andersherum läuft und sie bestätigen uns, es gehe hier weiter.

N: "Ist das ne Kiefer?"
M: "Ja."
N: "Ach."
M: "Ich bin Kieferologe."
N: "Das heißt Kieferorthöpäde."

N piekt M in die Seite.
M: "Finger weg von meinem Speck."
N: "Ich darf in deinen Speck pieken."
M (spielt entsetzt): "Da ist Speck!!!???"

Ein Stück weiter südlich liegt der Shore Acres State Park. Hier befand sich früher das Anwesen von Louis J. Simpson, davon übrig ist noch ein sehr schöner Garten, der jetzt am Wochenende auch gut besucht ist. Wir drehen eine Runde zu Fuß zur Klippe und durch den Garten aber zum Simpson Reef fahren wir dann lieber statt ein paar Meilen zu laufen.





Shore Acres Overlook







Hier am Simpson Reef kann man die Attraktion mal wieder hören, bevor man sie sieht.





Da links...



...und etwas näher.





Ein Volunteer hat mehrere Ferngläser aufgestellt und so können wir California Sea Lions, Harbor Seals und auch einen Elephant Seal (seeeehr groß) sehen. Angeblich sind hier auch Steller Sea Lions, die wir schon im Glacier Bay NPS gesehen haben, aber hier kann N die nicht von den anderen Sea Lions unterscheiden. Größer und rötlicheres Fell, wer will das schon auseinanderhalten. Wir glauben der Erklärdame einfach mal, dass die auch hier sind und erfreuen uns an dem Anblick der vielen Tiere. Laut Infotafel sind die Felsen und die Umgebung hier ideal für die Tiere, so was wie ein 5 Sterne Hotel.

Wir fahren bis zum Ende der Straße zum Arago Head, drehen und dann geht es weiter wieder nach Süden nach Bandon unserem heutigen Übernachtungsort. Unterwegs werden wir von der KFC Werbung unterhalten: "This is not rocket science this is chicken math." Was man hier nicht alles noch so kennenlernt.

Vor ein paar Tagen ist offenbar der kostenlose 3-Monats-Testzeitraum unseres Sirius-Radios ausgelaufen, wir finden aber im klassischen FM-Radio auch hier Sender, die eine ähnlich gute Mischung spielen und uns gut unterhalten. Das Navi trägt mit "kürzester Route" auch immer wieder zur Unterhaltung bei aber jetzt lotst es uns über die W Beaverhill Road und beschert uns ein grandioses Panorama. Da sind Abstecher ín Dead Ends schnell vergessen.

N hat geplant, dass wir im Bandon Fish House oder Tony's Crab Shack zu Abend essen, das sind einfache Fisch-Lokale direkt unten am Hafen.



Unser Zimmer im BW ist nach Südwesten ausgerichtet und hat aktuell noch Sonne auf dem Balkon. Hm, die Sonne bleibt hier vermutlich nicht lange, wir entscheiden, lieber die Sonne zu nutzen und essen Hot Dogs mit Relish und Senf und dazu Käse auf dem Balkon. N macht sich noch einen Kaffee und isst als Nachtisch ein paar Chocolate Chip Cookies.

Die Jeans von N ist immer noch mit Matsch vom Cape Lookout dekoriert, den sie einfach nicht ausbürsten kann, daher geht es für die Hose und ein paar andere Sachen hier eine Runde in die Wäsche. Derweil schauen wir Sweet Home Alabama.

20 °C, 93 mi, Best Western Inn at Face Rock
 

Steffi194

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