Vier im Westen

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siha

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Ich bin weiterhin begeistert dabei. Ist ja Wahnsinn, was dort für ein Betrieb herrscht. Da braucht man wirklich keine Angst zu haben, dass man sich verläuft.
Ne, aber wir hatten zum Wochenende schon so etwas befürchtet. Am Visitor Center gehen einige, auch kurze Trails los, insofern mussten wir schon mit etwas Andrang rechnen. Normalerweise dünnt sich das bei längeren Wanderungen immer recht schnell aus, dem war aber nicht so
 

Kivulimi

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Ich bin natürlich weiterhin dabei 😊 Tatsächlich hatte ich schon kurz geschaut, ob wir noch andere Ziele von euch mit einbauen können, weil sich alles so gut anhört. Aber das wäre mir für die relativ wenigen Tage doch zu viel geworden. Die heben wir uns dann für andere Urlaube auf 😄
Was für tolle Bilder, ich bin schon ganz aufgeregt, wenn ich an unsere Reise denke!
Ihr hattet ja auch wirklich Glück mit dem Wetter. Mal sehen, wie es dort im Mai aussehen wird 🤞🏻
 
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siha

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Ganz ganz tolle Bilder die du uns zeigst 👍
Ich bin natürlich weiterhin dabei 😊 Tatsächlich hatte ich schon kurz geschaut, ob wir noch andere Ziele von euch mit einbauen können, weil sich alles so gut anhört. Aber das wäre mir für die relativ wenigen Tage doch zu viel geworden. Die heben wir uns dann für andere Urlaube auf 😄
Was für tolle Bilder, ich bin schon ganz aufgeregt, wenn ich an unsere Reise denke!
Ihr hattet ja auch wirklich Glück mit dem Wetter. Mal sehen, wie es dort im Mai aussehen wird 🤞🏻
Das passt schon, sich auf ein Gebiet zu konzentrieren. Im Mai könnte es mit dem Mt.Rainier vielleicht schwierig werden
 

Cawu

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Weiterhin wunderschöne Eindrücke 😍🙌🏻
Socken als Souvenir finde ich super … mega praktisch und nachhaltig ☺️👍🏻
 
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siha

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Hallo miteinander,

schön, wenn euch unsere Bilder gefallen. Heute gibt es aber nur einfache Handybilder, da wir einen langen Fahrtag haben.



Dafür dürft ihr zwischen einer Kurz- und einer etwas längeren Fassung wählen ;)

Tag 7 On the road

Kurzfassung


Wenn man in den Yellowstone will, kommt man um einen Fahrtag nicht herum. Der ist heute.

Von Ellensburg bis zum Entrance im West Yellowstone sind es 1017 km. Einen Großteil davon werden wir heute fahren, und zwar von Ellensburg nach Butte.

Wir fahren 500 Meter auf die Interstate 90, dann zeigt uns das Navi folgendes Bild:



780 km müssen wir ausschließlich der I-90 folgen. So was gibt’s fast nur in Amerika! Dann noch 500 Meter von der Interstate bis zu unserem Motel in Butte.

Heute sind wir so viel im Urlaub gefahren wie andere in den Urlaub fahren. Aber es hat auch sein Gutes: Noch zweieinhalb Stunden Fahrt bis zum Yellowstone. Morgen …

Das wäre die Kurzfassung. Wer möchte kann ab hier noch weiterlesen:

Die 780 km verlaufen ereignislos, verfahren können wir uns ja auch kaum. Auch gibt es keine großen Highlights auf der Strecke. Wir kommen gut voran und passieren bald die Grenze zu Idaho. Wir sind im Flow und lassen daher Coeur d’Alene, das wir uns als etwaige Fahrtunterbrechung ausgeguckt hatten, seitlich liegen.

Wir überlegen uns noch einen Umweg über die National Bison Range, wo man mit dem Auto durch ein landschaftlich schönes Schutzgebiet mit Bisons, Deers und Schwarzbären fahren kann. Da es dort jedoch auch keine anderen Tierarten als im Yellowstone liegt, verzichten wir auf den zweieinhalbstündigen Umweg.











So erreichen wir schon am späten Nachmittag das Bergbaustädtchen Butte, das seine besten Tage schon gesehen hat. Einigermaßen bekannt ist der Berkeley Pit, eine 1600 m lang, 800 m breit und 540 m tiefe Grube, die mit 120 Millionen Kubikmeter schwefelsaurer Wasser voller gelöster Schwermetalle gefüllt. Auf die Giftbrühe haben wir aber keine Lust.

Wir checken im Super 8 ein, wo wir wieder eine Art Studio gebucht hatten. Eins der einfachsten Motels auf der Reise, aber wir wollen ja nur übernachten. Wir kaufen noch im Walmart für die bevorstehenden drei Tage im Yellowstone ein und essen im Pizza Hut so viel wir können.
Und es gibt tatsächlich ein Bild davon! Trärä! Premiere! The one and only Food-Picture in all meinen Reiseberichten :hug:



Am Abend gibt es noch so etwas wie On-The-Road-Romantik:



Heute sind wir so viel im Urlaub gefahren wie andere in den Urlaub fahren. Aber es hat auch sein Gutes: Noch zweieinhalb Stunden Fahrt bis zum Yellowstone. Morgen …
 
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Tag 8 Yellowstone – die erste Stunde

Virginia City und Nevada City sind zwei schöne, bestimmt sehens- und besuchenswerte Museumsdörfer, die wir gut auf unserer Route zwischen Butte und West Yellostone hätten einbauen könnten. Unter normalen Umständen hätten wir die auch nicht ausgelassen. Die Sache hat nur einen Haken und der Haken heißt Yellowstone. Wenn man dieses Wort hört, dann lässt man alles links und rechts des Weges liegen. So auch wir.

Nach 2h 15 min erreichen wir West Yellowstone, das Einfallstor in den Nationalpark. Wir tanken nochmal voll, und schon stehen wir im Besucherstau vor dem Eingang. Seit den Überschwemmungen im Juni sind zwei der fünf Eingänge gesperrt, so dass sich in West Yellowstone hier wohl noch mehr Fahrzeuge konzentrieren. Zum Glück haben wir den America-the-beautiful-Pass und können uns so in die „Fast Lane“ einreihen. Daher brauchen wir nur 15 Minuten warten und um 11.35 Uhr sind wir im Park.



Wir schließen Wetten ab, welches Tier wir zuerst sehen. Bisons? Bären? Elks? Moose? Die Tendenz geht zu Elks. Wir sind noch nicht mal 5 Minuten im Park unterwegs, da stehen schon die ersten Autos am Straßenrand. Was das bedeutet wissen wir. Tiere!
Wir steigen aus und gucken angestrengt auf den Madison River, der sich neben der Straße entlang schlängelt.
Leonie sieht als erste Tiere und fragt verwundert: „Wegen zwei Gänsen machen die so einen Aufstand?“
Tatsächlich schwimmen zwei Kanadagänse auf dem Fluss herum. Aber es braucht nur einen Moment, bis wir den schwarzen Fleck am gegenüberliegenden Flussufer entdecken.
Ein Bär! Hastig schrauben wir das Tele auf die Kamera und schaffen es gerade noch abzudrücken, bevor das Tier im Wald verschwindet.



Wir können es kaum fassen. Kaum fünf Minuten im Park und schon der erste Schwarzbär. Wie elektrisiert fahren wir weiter. Was für ein Auftakt!

An der Madison Junction beschließen wir, auf der Grand Loop Road zuerst nach Norden Richtung Mammoth Hot Springs statt zur Old Faithful Area zu fahren, wo wir drei Nächte in Cabins gebucht haben. Wir sind nun auf einem Straßenstück unterwegs, dass wir noch nicht aus unserem Trip 2009 kennen.

Den ersten Fotostopp machen wir an den Gibbon Falls:



Auf der Weiterfahrt, in einer Linkskurve, sehen wir wieder etwas Dunkles am Rand. Ich steige rasch auf die Bremse.



Das erste Bison! Na, so kann das weitergehen!

Weil wir aber mitten in der Kurve stehen, fahren wir relativ schnell weiter. Kurze Zeit später sehen wir eine Dampfwolke am Straßenrand aufsteigen.



Die Beryl Springs, mit 91 °Celsius eine der heißesten Quellen des Parks.

Weiter geht es zu den Artists Paint Pots. Ein kurzer Weg (800 m) führt ins das kleine Thermalgebiet. Hier gibt es einige u.a. farbenfrohe Schlammlöcher und den Blood Geyser. Nicht unbedingt ein must-see, aber auf jeden Fall eine schöner Einstieg in die Welt der Thermalfelder im Park.











Um 12.35 Uhr stehen wir auf einem kleinen Hügel, von dem man einen guten Überblick auf das Thermalfeld hat.



Wir sind jetzt genau eine Stunde im Park und haben nur einen kleinen Ausschnitt der Grand Loop befahren.



Dabei haben wir schon so viel von dem gesehen, was ihn ausmacht: Wasserfälle, heiße Quellen und Wildlife. Nicht schlecht!
 
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Tag 8 Yellowstone – Nothern Loop

Die Strecke im Überblick:



Nach einer Mittagsrast besuchen wir das Norris Geyser Basin, das als das heißeste Thermalgebiet gilt. Wir erkunden zunächst das Back Basin und marschieren vorbei an der Emerald Spring



zum Steamboat Geyser, der bei Ausbrüchen bis zu 100 m in die Höhe schießen kann. Der letzte Ausbruch war im Juni 22, ansonsten plätschert er wie hier vor sich her.



Der Duft nach Schwefel / faulen Eiern ist allgegenwärtig







Vom vegetationslosen Porcelain Basin genügt uns ein Überblick.



Weiter geht’s Richtung Mammoth Hot Springs. Hier finden sich die bekannten Sinterterrassen – ein must see.
Durch die Upper Terrace führt ein kleiner Loop. Amelie hat ihre Dosis an Natur für heute erreicht und bleibt im Auto, während wir anderen drei die tolle Aussicht über die Terrassen genießen.







Kaum sind wir wieder ins Auto gestiegen, entdecken wir schon eine Hirschkuh. Es wirkt fast, als stünde sie im Schnee.



Leider kommen keine weiten Tiere dazu, also fahren wir weiter zur Lower Terrace Area, die man zu Fuß auf Holzbohlenstegen erkunden kann. Beeindruckend ist die Minerva Terrace, die man nach wenigen Schritten erreicht. Aber auch die anderen Bereiche sind absolut sehenswert. Bei unserem Besuch 2009 hatten wir hier Regenwetter, jetzt im Sonnenschein sind die Terrassen beeindruckender als ich sie in Erinnerung hatte.







Weiter geht’s auf der Grand Loop Road. Die Zufahrt zum Lamar Valley ist leider seit den Überschwemmungen im Juni gesperrt. Das Tal gilt als der beste Spot für Wildlife. Nur ein ganz kleiner Teil, für den man ein besonderes Permit oder einen professionellen Tour Operator braucht, ist zugänglich. Schade.
Ein einzelnes Bison, das versteckt im Wald liegt, ist da ein kleiner Trost.



An den Tower Falls genügt ein kurzer Fotostopp:



Anschließend geht es kilometerlang hinauf auf den 2700 m hohen Dunraven Pass. Vor 13 Jahren sind wir ihn in entgegengesetzter Richtung mit dem Wohnmobil hinunter gefahren und ich erinnere mich wieder daran, wie damals die Bremsen fast heiß gelaufen sind. An der Canyon Junction biegen wir ab wieder Richtung Norris ab, um den Northern Loop zu schließen.

Etwa auf halber Strecke staut es sich wieder. Wildlife. Diemal sind es vier Bisons, die seelenruhig der Straße entlang wandern.



Ein Tier überquert direkt neben mir die Fahrbahn.



Ich denke mir, wenn ich mich jetzt den Arm aus dem Fenster strecke und mich ganz lang mache und dann könnte ich herausfinden, wie sich Bisonfell anfühlt.



Aber das lasse ich lieber sein.



Nach diesem schönen Erlebnis fahren wir ohne Unterbrechung weiter zur Old Faithful Lodge.

Am Old Faithful gibt es 3 Lodges. Bekannt dürfte das exklusive Old Faithful Inn sein, dazu gibt es noch die Snow Lodge und die Old Faithful Lodge.

Reserviert hatten ursprünglich ein Jahr im Voraus folgende Übernachtungen:

1 Nacht Mammoth Hot Springs Hotel und zwei Nächte in Cabins an der Old Faithful Lodge. Nach den Überschwemmungen wurde das Mammoth Hot Springs Hotel geschlossen und unsere Buchung dort gecancelt. Mit etwas Glück hatten wir stattdessen noch eine Nacht in den Cabins der Old Faithful reservieren können. Jetzt hatten wir also 1+2 Nächte am Old Faithful.

Natürlich dachten wir, dass wir die 3 Nächte in einer Cabin verbringen könnten. Beim Check-in stellte es sich aber heraus, dass wir nach der ersten Nacht nochmals wechseln müssen. Alle Nachfragen und Überredungsversuche die Buchungen zu einer zusammenfassen bleiben fruchtlos.

Hier ist unsere Cabin von außen



Jede Cabin besteht aus 2 Wohneinheiten, unsere war die hintere, zum Wald gelegene. Die Ausstattung war spartanisch, zwei schmale Doppelbetten, kein Kühlschrank, keine Mikrowelle, shared bathroom, aber zumindest W-LAN. Dafür hatten wir nur 200 Meter bis zum Old Faithful. Näher geht’s nicht.
Das ganze hatte also auch etwas Campingplatz-Flair, war aber für uns erschwinglich. Für die Möglichkeit direkt am Old Faithful übernachten zu können, nahmen wir den Komfortverzicht in Kauf. Bei alternativen Unterkünften wären wir bei etwa 400 USD aufwärts gelegen, pro Nacht.

Von der Einrichtung machten wir erstmal kein Foto. Der Tag war ja schon lang gewesen, und morgen hätten wir in der nächsten Cabin könnten wir das ja nachholen. Dachten wir.

Wie hätten wir auch ahnen können, dass es niemals dazu kommen würde?
 
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Sorry, Feierabend!
Ich kan ja nicht gleich mein ganzes Pulver verschießen... ;):ROFLMAO:
 
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siha

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Soweit ich mich erinnern kann, sind wir erstmal duschen gegangen und haben noch die Pizzareste vom Vortag gegessen.
Aber das wolltest nicht wirklich wissen, oder ;):ROFLMAO:
 

Kivulimi

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Da spannst du uns ja jetzt auf die Folter, was für ein Cliffhanger 😂
Ich wäre auch sonst auf jeden Fall weiterhin dabei 😊 Tolle Fotos, besonders das Bison direkt neben dem Auto!
Bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht…
 
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siha

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Kann ich dir verraten, wie es weiter ging: nach duschen und Abendessen sind wir in den Shop der Old Faithful Lodge gegangen, haben aber (noch nix) gekauft ...;):ROFLMAO:
 

gumpi67

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Oh, ein Cliffhanger, das macht es doppelt interessant :cool:
Ich bin natürlich auch noch dabei und warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung :unsure:
 

Pemimae

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Ooooh, das ist ja gemein. Du spannst uns ja wirklich auf die Folter. :oops:
 
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