Von Trondheim nach Tromsö - eine Woche winterliches Norwegen (März 2025)

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siha

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Was für eine wundervolle Aussicht auf die Stadt 🙌🏻. Gerade zur Dämmerung, wenn die ersten Lichter angehen.
Das mit den Sherpa Treppen ist ja sehr interessant.

Die Aussicht ist wirklich genial- meine Tochter Amelie, die letztes Jahr dort war, hatte sie lange als Profilbild bei WhatsApp.

Auf die Sherpa-Treppen bin ich mittlerweile auch schon bei anderen interessanten Wanderungen gestoßen- sie schienen immer zu tollen Aussichten zu führen!
 
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6. März: KlokkaTi – Was ist denn das?

„KlokkaTi – Was ist denn das?“ Das fragte mich Simone, als wir am Vorabend unser ePläne für heute besprachen.
„Das wirst du sehen“, antwortete ich.

Vorher müssen wir aber um 8.00 Uhr früh unseren Mietwagen an der Stadtstation von Hertz abholen. Die Formalitäten sind schnell erledigt und der Wagen steht draußen bereit. Ein dunkelblauer Toyota Corolla Cross mit Hybridantrieb mit Allradantrieb und Spikes. Der Mitarbeiter erklärt, dass ein Vorschaden dokumentiert war, den könnten wir uns online anschauen. Wir entdecken gleich eine kleine Delle am Kotflügel der Beifahrerseite und denken, dass sei der gemeinte und dokumentierte Schaden. Wir machen trotzdem noch Fotos rundherum, dann geht es auch schon los.

Unser erstes Ziel ist Erstfjordbotn auf der Insel Kvaloya, das wir nach etwa einer halben Stunde über teilweise vereiste Straßen erreichen. Dort startet unsere Wanderung auf das Nattmålsfjellet, zu finden bei Google Maps unter den Namen „Klokka Ti“. Mit zwei Stunden und ungefähr 250 Höhenmeter wird sie als moderat eingestuft, genau der richtige Einstieg in unsere Wanderungen.

Wir stellen das Auto am Wanderparkplatz ab, der zugleich ein Aussichtspunkt auf den Erstfjord ist. So früh am Morgen sind wir die ersten und laufen erstmal wenige Meter und dann sind wir auch schon von der ersten Aussicht völlig geplättet. Fantastisch – Mystisch, anders lässt sich die Aussicht nicht beschreiben.

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Nach ca. 20 Minuten reißen wir uns los, ziehen die Spikes über und laufen los.
Zuerst kommen wir an einen kleinen Wasserfall mitten im Dorf vorbei. Im tiefen Winter ist er gefroren und gibt bestimmt einen besonderen Anblick ab.

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Entlang des Flüsschens steigen wir allmählich hoch, den Fjord immer im Rücken.

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Oben auf dem Fjell wird es immer beeindruckender. Wir haben eine Wahnsinnsaussicht auf die tief verschneite Hochfläche, auf die Fjorde bis zurück nach Tromsø. Wir tragen uns ins Gipfelbuch ein, machen Brotzeit und schießen noch Foto um Foto (Sorry, sind echt viele!)

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„Siehst du, das ist Klokka Ti“, erkläre ich Simone. Gibt es nix zu meckern.
Während wir absteigen, kommt die Sonne durch und offenbart wieder eine ganze neue Stimmungen.

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Nach etwa zweieinhalb Stunden sind wir wieder am Parkplatz, der mittlerweile gut gefüllt ist. Für die Tourenanbieter mit ihren Minibussen ist der Halt hier absolutes Pflichtprogramm. Dennoch lassen wir es uns nicht nehmen, nochmals die Aussicht zu genießen.

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Was für ein Auftakt in den Tag!

Viele Grüße
Harald
 

Cawu

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👏🏻👏🏻👏🏻 Klokka Ti 🙌🏻
Ein Wahnsinnsauftakt in den Tag - großartige und einzigartige Landschaft präsentierst du uns da im Winterkleid!
Was für ein sensationeller Blick auf den Fjord und die Berge! Dankeschön. 🤩
 
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👏🏻👏🏻👏🏻 Klokka Ti 🙌🏻
Ein Wahnsinnsauftakt in den Tag - großartige und einzigartige Landschaft präsentierst du uns da im Winterkleid!
Was für ein sensationeller Blick auf den Fjord und die Berge! Dankeschön. 🤩
Ja, gell. :giggle: :giggle: :)
Als wir den Fjord das erste Mal sahen, war einer dieser Momente, wo dir die Spucke weg bleibt, und der Atem. Viel schöner, als wir uns je erträumt haben.
Vielen lieben Dank für deinen wie immer schönen Kommentar!
 
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6. März: Sommarøy

Das kleine Fischerdörfchen Sommarøy gehört zu den beliebtesten Tagesausflug von Tromsø aus. Das 300-Seelen-Örtchen erstreckt sich auf der gleichnamigen Insel sowie der Insel Hillesoya. Danach kommt nur noch das offene Meer. Sommarøy ist bekannt für seine arktischen Strände mit feinem, weißem Sand und klarem, türkisfarbenem Wasser. Fragt sich, wie das im Winter aussieht.

Von Erstfjordbotn aus sind es noch 40 km. Gleich zu Beginn der Strecke geht es den Berg hoch, und schon auf den ersten Metern weiß ich Allradantrieb und Spikes zu schätzen. Auf der anschließenden Hochebene werden die Straßenverhältnisse mit einem Schlag noch winterlicher.

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Natürlich halten wir während der Fahrt Ausschau, heute aber erfolglos:

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Trotzdem kommen wir gut voran und erreichen bald den Abzweig zur Insel Sommarøy.
Noch vor der Brücke wollen wir eine kurze Wanderung auf einen Aussichtshügel machen, aber im Moment ist alles in Nebel gehüllt, so dass wir weiterfahren.
Nach der Brücke kommt gleich ein Aussichtspunkt, von dem aus wir dieses wunderbare Spiel aus Wolken, Licht und Wasser beobachten können.

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Kurz darauf kommt ein kleiner Strand, von dem wir eine gute Sicht auf die vorgelagerten Felsen und Inselchen haben. Im Sand finden wir weiße Korallen und fragen uns, woher die kommen. Aber es gibt tatsächlich Kaltwasserkorallen. Das Wasser hat eine schier unwirkliche Farbe. Die ganze Szenerie wirkt fast ein bisschen surrealistisch. Im Sommer - nomen est omen - ist es bestimmt sehr schön hier.

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Das überschaubare Örtchen wirkt verschlafen, ist aber für ein paar nette Fotomotive gut.

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Gegen 16.00 Uhr fahren wir zurück, denn wir wollen nicht in die Dunkelheit hineinkommen. Kurz vor Tromsø kaufen wir noch die Lebensmittel für die verbleibenden Tage und gönnen uns dazu ein paar Dosen Bier.

Zurück in der Stadt stellt sich uns ein Problem, dass wir komplett unterschätzt haben: Wo stellen wir unser Auto ab?
Zu unserer Apartmentanlage gehört zwar eine Tiefgarage (übrigens alle mit Wallbox ausgestattet), aber unsere Wohnung hat einen Stellplatz. Die Parkplätze und Parktiefgaragen in der Stadt sind exorbitant teuer und nachdem wir für unseren Mietwagen das Doppelte hingeblättert haben als ursprünglich einkalkuliert, wollen das nicht noch obendrauf legen. Auch auf den wenigen kostenfreien Parkplätze z.B. zu Parkanlagen, ist das Parken nachts verboten. Schließlich finden wir in günstiger Entfernung zur Wohnung einen Behördenparkplatz, den man über Nacht nutzen darf. Das Schild, auf dem steht, dass das Abstellen von Autos von November bis März verboten ist, übersehen wir aber ….

Polarlichter sind für heute nicht vorhergesagt. Daher verbringen wir einen gemütlichen Abend mit Aussicht auf den Sund.

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Und ehrlich gesagt, nach all den langen und erlebnisreichen Tagen ist das einfach auch mal schön.

Viele Grüße
Harald
 

Sommarsverige

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Ach Harald, so ein wunderschöner Bericht :love:

Norwegen oder Schweden im Winter steht bei mir auch noch ganz oben auf der Liste. Und da allem voran Tromsö, denn der Ort spielt in unserer Familiengeschichte eine sehr wichtige Rolle (mein Opa ist zur See gefahren und hat ganz oft von Tromsö erzählt).
Eigentlich wären wir 2020 auf der Nordkapp Kreuzfahrt dort gewesen, aber wie alle wissen wurde daraus ja nichts und auf der Kreuzfahrt, die wir dann 3 Jahre später gemacht haben, war Tromsö leider nicht mehr dabei.

Ich weiß nicht, wie oft ich schon die Flugverbindungen Hamburg-Tromsö gecheckt habe und wenn ich Deine tollen Fotos sehe muss ich das glaube ich einfach mal machen.
Den Ort Sommarøy hatte ich mir damals auch schon fest als Ausflug gespeichert, aber irgendwann komme ich hoffentlich dorthin.

Bis dahin lese ich auf jeden Fall mit Begeisterung Deinen Bericht weiter und bin sehr gespannt, was Ihr noch alles erlebt habt :)
 
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siha

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Ach Harald, so ein wunderschöner Bericht :love:

Norwegen oder Schweden im Winter steht bei mir auch noch ganz oben auf der Liste. Und da allem voran Tromsö, denn der Ort spielt in unserer Familiengeschichte eine sehr wichtige Rolle (mein Opa ist zur See gefahren und hat ganz oft von Tromsö erzählt).
Eigentlich wären wir 2020 auf der Nordkapp Kreuzfahrt dort gewesen, aber wie alle wissen wurde daraus ja nichts und auf der Kreuzfahrt, die wir dann 3 Jahre später gemacht haben, war Tromsö leider nicht mehr dabei.

Ich weiß nicht, wie oft ich schon die Flugverbindungen Hamburg-Tromsö gecheckt habe und wenn ich Deine tollen Fotos sehe muss ich das glaube ich einfach mal machen.
Den Ort Sommarøy hatte ich mir damals auch schon fest als Ausflug gespeichert, aber irgendwann komme ich hoffentlich dorthin.

Bis dahin lese ich auf jeden Fall mit Begeisterung Deinen Bericht weiter und bin sehr gespannt, was Ihr noch alles erlebt habt :)

Ach Birte, so ein wunderschöner Kommentar :giggle:

Nomen est omen: Bei dir steckt sowohl Sommarøy als auch Schweden im Namen, das musst du dann einfach mal hin und die Familiengeschichte aufleben lassen!
Manchmal muss man einfach los und einen Flug buchen!

Toll, dass du weiter mitliest. Leider sind nicht mehr viele Tag auf unserer Reise übrig, aber auch die haben noch Allerlei zu bieten.
Uns gefallen sowohl Schweden als auch Norwegen, aber Norwegen hat bei uns momentan die Nase vorn, weil die Landschaft noch etwas spektakulärer ist!
 

Krönchen

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Sooo schön 🤩 ich bin eigentlich (nicht von der Farbenlehre😂), eher Typ Sommer als Typ Winter aber bei diesen Bildern kommt man ja wirklich ins schwärmen.
Ich muss meinen lieben Mann vielleicht doch noch mal fragen, ob er sich eine Auto Tour durchs winterliche Norwegen vorstellen kann – eine Kreuzfahrt im Winter kommt für uns nicht mehr infrage– das haben wir probiert und gefällt uns einfach nicht.
Aber allein dieses Apartment mit Blick auf den Fjord… 😍
Das ist ja wirklich ein Traum. Ich könnte mir ja auch eine Hütte irgendwo in der Einsamkeit vorstellen – aber das würde der liebe Gemahl nicht mitmachen. Weder dort - noch in den Everglades 🙈😂😂😂
 
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siha

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Sooo schön 🤩 ich bin eigentlich (nicht von der Farbenlehre😂), eher Typ Sommer als Typ Winter aber bei diesen Bildern kommt man ja wirklich ins schwärmen.
Ich muss meinen lieben Mann vielleicht doch noch mal fragen, ob er sich eine Auto Tour durchs winterliche Norwegen vorstellen kann – eine Kreuzfahrt im Winter kommt für uns nicht mehr infrage– das haben wir probiert und gefällt uns einfach nicht.
Aber allein dieses Apartment mit Blick auf den Fjord… 😍
Das ist ja wirklich ein Traum. Ich könnte mir ja auch eine Hütte irgendwo in der Einsamkeit vorstellen – aber das würde der liebe Gemahl nicht mitmachen. Weder dort - noch in den Everglades 🙈😂😂😂

Vielen lieben Dank für den netten Kommentar. Es freut mich, wenn die winterlichen Bilder auch bei den Sommmertypen ankommen 😅 .
Ich denke, dass es in Norwegen viele wunderschön gelegene Apartments gibt, das ist ja auch bei der tollen Landshcaft nicht so schwer ;)

Mnachmal muss man Dinge einfach ausprobieren:.You'll never know tilll you go!

Natürlich kann man da auch mal reinfallen, aber dann hat man es wenigstens probiert ...
 
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7. März: Lyngenalpen – Wanderung zum Blåisvatnet

Heute gilt es wieder früh aufzustehen, denn wir wollen in die Lyngenalpen fahren.
Sie sind Gebirgszug auf der Lyngen- Halbinsel, ca 40 km östlich von Tromsø und bekannt als Terrain für Bergkletterer. Der britische Kletterer William Cecil Slingsby war Erstbesteiger auf den meisten Gipfeln. Touristisch ist die Region vergleichsweise wenig erschlossen und gilt noch als Geheimtipp. Die Berge erreichen Höhen über 1.800 m.

Voller Vorfreude laufen wir hoch zum Behördenparkplatz, wo wir den Wagen über Nacht abstellt hatten. Am Eingang entdecken wir das Schild, auf dem steht, dass es in den Wintermonaten verboten ist, dass Auto über Nacht abzustellen. Aber der Toyota steht noch da, passt!

Wir verlassen Tromsø über die E8. Bei Fagernes biegen wir ab Richtung Breidvik, wo die Fähre hinüber zur Lyngenhalbinsel übersetzt. Ab hier wird die Straße einsamer. Es geht weitgehend über eine geschlossene Schneedecke, das Fahren macht richtig Spaß und wir kommen gut voran.

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Am Fährhafen und auf der Fahrt haben wir Zeit für erste Fotos. Die Stimmung ist fantastisch, unsere Herzen hüpfen.

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Heute haben wir drei Wanderungen zur Auswahl. Zwei davon führen zu Aussichtspunkten über dem Meer, wir entscheiden uns aber für die Wanderung zum Blåisvatnet. Der “Der Blaue See” ist eines der Highlights in den Lyngen Alpen. Je nach Perspektive und Licht erstrahlt der Blavatnet entweder grell türkis oder tiefblau und erinnert mich mit der felsigen Kulisse irgendwie an einen Bergsee in den kanadischen Rockies. Jetzt im Winter dürfte davon natürlich nicht viel zu sehen sein, trotzdem freuen wir uns riesig.

Wir stellen unser Auto auf dem Wanderparkplatz ab, schultern unsere Rucksäcke, schnallen die Spikes über (auf die Schneeschuhe verzichten wir) und schon geht es los.
Die Wanderung ist sehr moderat. Nach Lust und Laune können wir die Strecke noch mit einem Abstecher zum Aspevatnet erweitern.

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Es geht erst durch ein lichtes Wäldchen, dann einem schmalen Flusslauf entlang… Anschließend führt die Strecke leicht ansteigend über eine Hochfläche. Dabei verlieren wir stellenweise die Markierungen, was nicht weiter schlimm ist, denn die Orinetierung ist aufgrund der Topographie einfach.
Was soll ich weiter schreiben: Es ist wild, es ist einsam … und es fühlt sich fantastisch an!

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Nach ca. 1,5 h erreichen wir den See, der von einer dichten Schneedecke überzogen ist.


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Wir bleiben ca. 20 Minuten, schießen unsere Bilder und verpflegen uns, danach laufen wir zurück. Das Wetter klart immer mehr auf und wir haben stellenweisen einen weiten Blick.

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Aber auch die Spiegelung im Fluss ist nicht von schlechten Eltern - Achtung Lieblingsbild!

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Nach ca. 3,5 h sind wir zurück am Parkplatz. Auch wenn wir die Blaufärbung des Sees erwartungsgemäß erleben durften, war es eine toller Hike in einer wilden, im Winter einsamen Gegend. Simone und ich schauen uns still an, und nach so vielen Jahren wissen wir, was dieser Blick bedeutet:

Wir werden wiederkommen!
 

Cawu

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Guten Morgen lieber Harald,

sensationelle Bilder von einer einzigartigen und sehr beeindruckenden Landschaft. Wunderschön! Gab es dort auch weitere Wanderer, es sieht immer so aus, als ob ihr alleine unterwegs wart?
Also die Aussicht von eurem Appartement ist ja wirklich traumhaft.
 
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Hallo Carmen,
vielen lieben Dank für deine Rückmeldung.
Wir sahen an diesem Vormittag noch ein Paar beim Wandern sowie einen Crossläufer - also schon ziemlich einsam. Gerade das machte den Reiz aus. Wenn man selbst in dieser Einsamkeit unterwegs war, entfaltet diese archaische Landschaft ihre besondere Wirkung. Mein Neffe meinte dazu , die Bilder mit Fels, Eis und Schnee könnten auch auf einem Heavy Metal Albumcover sein.

Wir tüfteln gerade schon ein wenig an einer Route in Nordnorwegen für den Sommer 2026, da ist die Wanderung zum See auch wieder vorhergesehen. Die Eindrück dann dürften ganz anders sein, dürfte wird es sicher voller auf den Wegen.

Das Appartment war in jeder Hinsicht ein Volltreffer!
 
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siha

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. März: Lyngenalpen – eine kleine Küstenwanderung

Nachdem wir von der Wanderung vom Blaisvatnet zurückkommen, zeigt sich das Wetter von seiner allerbesten Seite. Wir wollen den herrlichen Sonnenschein einer kleinen Wanderung entlang der Küste genießen. Dazu fahren wir eine halbe Stunde nach Russelv, am nördlichen Ende der Lyngenhalbinsel gelegen. Hier startet die 2-3 –stündige Wanderung zu einem kleinen Naturschutzgebiet, wo auch ein kleines Leuchttürmchen steht.

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Wir stellen unser Auto am Wanderparkplatz ab und laufen verführt vom traumhaften Wetter ohne Spikes los. Der Weg allerdings besteht aus blankem Eis, daher müssen wir nochmal zurück. Mit den Spikes können wir dann die Ausblicke auf den Sund und die vorgelagerten Insel genießen. Mit der Sonne im Rücken ist einfach ein herrliches Gefühl, kaum zu glauben, dass es so etwas um diese Jahreszeit in Polarnorwegen gibt.

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Die Idylle verfährt zum Bummeln und wir beschließen noch vor dem Leuchtturm umzukehren, damit wir auf der Rückfahrt zur Wohnung nicht in die Dunkelheit geraten.
Für die Strecke zurück zur Fähre nach Svensby brauchen wir eine Stunde. Unterwegs kommen wir wieder am Ausgangspunkt der Wanderung zum Blaisvatnet vorbei, die Berge liegen jetzt schön in der Sonne.

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Noch besser gefallen uns aber diese Spiegelungen.

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Das Timing ist perfekt. Als wir uns dem Fährhafen nähern, fährt gerade eine Fähre ein.

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Zurück auf der „Tromsö-Seite“ biegen wir nach wenigen Kilometern rechts ab, denn wir haben auf Google Maps ein Rentiercamp entdeckt. Rund um Tromsö gibt es einiger dieser Camps, die man als Touri auf geführten Touren besuchen kann. Der Besuch beinhaltet in der Regeln den Transfer von der Stadt, die Fütterung der Tiere, eine Mahlzeit und Einblicke in die samische Kultur, meist kann man auch Fahrten mit dem Rentierschlitten hinzubuchen. Vielleicht kann man das Camp spontan besuchen, denke ich. Aber mein Optimismus bekommt einen schnellen Dämpfer, als ich den großen Reisebus auf dem Parkplatz sehe. Ich erkenne einige Rentiere und auch die Schlitten. Man denkt ja bei einer Rentierschlittenfahrt sofort an tiefe verschneite Wälder, in Wirklich dreht man aber in der Kolonne ein paar Runde über das Farmgelände. Für den, der das mag, ist das okay - wir mögen das aber nicht und fahren schnell zurück zur Hauptstraße.

Nach einigen Kilometern entdecke ich in der Abenddämmerung zwei dunkle Flecken im Wald. „Elche!“, rufe ich, während Simone für ein paar Bilder aussteigt. Fünf Minuten später steige ich wieder in die Bremsen, noch einmal zwei Elche, die genüsslich äßen.
Für unser 200-Tele sind sie aber fast zu weit weg, außerdem hat die Kamera wegen der Sträucher und dünnen Baumstämmen Schwierigkeiten zu fokussieren. Aber man kann die Tiere zumindest erkennen.

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Damit habe ich an diesem Nachmittag innerhalb von 5 Minuten genauso viele Elche in freier Wildbahn gesehen, wie bei all meinen Reisen nach Skandinavien und Nordamerika zusammen.

Zurück in der Stadt kaufen wir noch ein paar kleine Mitbringsel für unsere Töchter, die sie sich gewünscht haben. Auch heute sind keine Polarlichter vorhergesagt, es wird also wieder nix. Aber einen Tag haben wir ja noch.

Viele Grüße
Harald
 

Cawu

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Hallo Harald,
einfach wundervoll. Ich finde diese Kombi von Meer und Berge so einzigartig und spannend. Danke für die großartigen Eindrücke!
Und dann zum Schluss noch die Elche - klasse!
Da wir ja auch gerne Winterwandern gehen, liebe ich meine Grödeln (Spikes) und hab sie im Winter immer im Rucksack.

Lass mich raten ... für Amelie gab es ein Paar Socken? :D

Na, die Polarlichter hebst du natürlich für den Schluss auf - du machst das schon richtig so! :ROFLMAO:
War nur Spaß - ich hoffe ihr seid noch in den Genuss gekommen! :giggle:Ich denke auf Polarlichter hofft jeder bei so einer Reise!!!
 
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siha

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Hallo Harald,
einfach wundervoll. Ich finde diese Kombi von Meer und Berge so einzigartig und spannend. Danke für die großartigen Eindrücke!
Und dann zum Schluss noch die Elche - klasse!
Da wir ja auch gerne Winterwandern gehen, liebe ich meine Grödeln (Spikes) und hab sie im Winter immer im Rucksack.

Lass mich raten ... für Amelie gab es ein Paar Socken? :D

Na, die Polarlichter hebst du natürlich für den Schluss auf - du machst das schon richtig so! :ROFLMAO:
War nur Spaß - ich hoffe ihr seid noch in den Genuss gekommen! :giggle:Ich denke auf Polarlichter hofft jeder bei so einer Reise!!!

Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar! :giggle:
Die Landschaft hat schon was für sich, kann man nicht anders sagen.

Amelie und Socken! An was du dich alles erinnerst (y). Aber Amelie und Leonie waren ein Jahr vor uns in Tromsö, sprich sie hat schon die Soken.

Nein,der größte Wunsch waren ein paar Naschereien, u.a. das:

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Vom Parkplatz zum Lebensmittelmarkt mitten in der Stadt ging es zwei Häuserblocks bergauf. Natürlich haben wir für den kurzen Fußweg keine Spikes mit, und kamen auch ganz gut den Berg hoch, weil das Eis auf den Straßen tagsüber antaute. Als wir wieder zum Auto wollten, zog gerade der Frost an und alles war festgefroren und spiegelglatt. Wir schlitterten den Berg nur so herunter und hielten uns da fest wo es nur ging: Dachrinnen, Mülltonnen usw 😅 ...danach hatten wir immer unsere Grödeln mit dabei ...

Natürlich hofften wir auch auf Polarlichter, auch wenn wir nicht zu den Menschen gehören, die nur deswegen hochfahren, weil Tromsö als einer der weltweit besten Orte dafür gilt. Wir hatten einfach nur eine schlechte Woche erwischt; die Woche darauf war die Polarlichtaktivät viel höher.

Unsere Enttäusching hielt sich aber in Grenzen, weil in der Woche schon so viel unglaublich schöne Erlebnisse hatten ... und mnachmal gibt die Natur die Dramaturgie vor - einen Abend hatten wir ja noch.
 
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8. März: Stadtrundgang in Tromsø

Heute ist unser letzter ganzer Reisetag. Vormittags wollen wir noch eine Wanderung machen und nachmittags die Stadt besichtigen. Der Wetterbericht sagt für die erste Tageshälfte Schnee voraus, später besseres Wetter. Ergo drehen wir das Programm herum.
Wir verbummeln den Morgen und am frühen Vormittag machen wir uns, nachdem wir unser Wanderequipment im Auto verstaut hatten, auf den Weg in die Stadt.
Bald schon kommen wir am Hålogaland Teater vorbei. Der Bau an sich ist schmucklos, aber direkt am Sund steht eine hinreißende Dackelstatue. Simone kann sich gar nicht losreißen und schießt Foto um Foto aus allen erdenklichen Perspektiven – vielleicht sollte ich ihr einen Hund zum Geburtstag schenken?

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Ich dagegen finde die Sfinxes Statuen nebenan ganz witzig.

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Wir bleiben noch ein Stückchen am am Uferbereich.

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Als Universitätsstadt mit vielen Studententen, aber auch den vielen Touristen ist Tromsø eine ziemlich lebendige Stadt mit vielen Geschäften und Kneipen ….

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Wandgemälde á la Banksy …
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und natürlich auch jede Menge Kitsch
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Hübsch anzusehen sind die kleinen Kioske

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Der bekannteste ist der Raketten-Kiosk. Die Hot Dogs hier sind über die Stadtgrenzen berühmt. Als wir um früh vorbeikommen, ist es wie ausgestorben. Kurz nach der Öffnung sieht es ganz anders aus. Vermutlich hat jede Stadt so einen Imbissstand oder etwas in der Art. Als Franke fällt mir da zum Beispiel das Bratwursthäuschen auf dem Würzburger Marktplatz ein.

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Hübsch sind auch das historische Kino, das im Gegensatz zur modern Bibliothek steht und die „Holzkathedrale“:

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Aber auch der Geschichte der Stadt und der Historie des Landes wird Genüge getan:
Richard With – der Gründer der Hurtigruten

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Roald Amundsen – einer der bekanntesten Polarforscher und erster Mensch am Südpol

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Ihm ist ein beträchtlicher Teil des Polarmuseums gewidmet – und da gehen wir jetzt hin

Viele Grüße
Harald
 
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8. März: Polarmuseet

Als Kind und Jugendlicher und in späteren Jahren habe ich Bücher über die Expeditionen in die Polarregionen verschlungen, daher war der Besuch des Polarmuseums Pflicht.
Auf den Weg dorthin sehen wir noch ein beeindruckendes Mural:

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Dann stehen wir auch schon vor dem Museum. Es ist in der ehemaligen, 1833 errichteten, Zollstation Toldbodbrygga untergebracht und wurde 1978 eröffnet, am 50. Jahrestag, an dem Roald Amundsen zu einer Rettungsaktion aufbrach, von der er nicht zurückkehrte: Von Tromsø aus war er mit seinem Flugboot in Richtung Spitzbergen geflogen, um nach dem verschollenen Umberto Nobile und dem Luftschiff Italia.

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Mit 12 € ist der Eintritt für norwegische Verhältnisse sehr moderat, und es sind ziemlich viele Besucher an diesem Vormittag da.
Die Exponate sind traditionell aufbereitet. Zuerst wird die Besiedlung Spitzbergens beginnend Ende des 16. / frühes 17. Jahrhundert thematisiert.
Es ist ziemlich beeindruckend, mit welch einfachen Mitteln und unter welcher Mühsal die ersten Mensch dort lebten, überwinterten und überlebten.

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Eng damit verbunden ist die Geschichte des Walfangs und der Jagd auf Robben und Walrösser.

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Walrosshaut zum Anfassen:

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Breiten Raum nimmt natürlich Roald Amundsen ein. Viele seiner Expeditionen starteten in Tromsø .Die Liste seiner Errungenschaften liest sich sehr beeindruckend, darunter sind die erste Durchfahrung der Nordwestpassage von Osten nach Westen und natürlich der berühmte Wettlauf mit Robert Falcon Scott zum Südpol, den der Norwegen aufgrund der durchdachteren, besser an die Verhältnisse an den Polen angepasste Planung gewann.

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Auch der zweite berühmte norwegische Polarforscher wird geehrt: Fridtjof Nansen. Zu seinen Errungenschaften zählt die Durchquerung Grönlands und die Fram-Expedition (1893-1896). Plan war sich mit seinem Schiff, der „Fram“ ins Packeis einschließen zu lassen und sich mit der Drift zum Nordpol treiben zu lassen. Damit erreichte zwar nicht den Nordpol, aber den bis dato nördlichsten Punkt. Wer die Fram sehen will, findet sie übrigens im Fram-Museum, Oslo.

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Unser Rundgang dauert 1,5 Stunden. Aber jetzt wird es Zeit zu unserer letzten Wanderung aufzubrechen.

Viele Grße
Harald
 

Texelrita

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Da war ich mal ne Weile on the road....

Mensch was für tolle Erlebnisse und Bilder, du kannst einen auch immer richtig abholen und zu nie eingeplanten Destinationen mitnehmen.
Ich bin davon überzeugt, dass das einfach ganz besonders ist - wenn auch kalt und du schaffst es mal wieder, dass sich die Bucketlist füllt.

Der Traum hoch in die Fjorde ist ja schon länger da....

Auf jeden Fall, bin ich zu 100 % im Bericht und freu mich auf noch mehr!
 
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