Wie haben wir das eigentlich frĂŒher gemacht - so vor 20 Jahren?

Ele

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19 Mrz 2003
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Dann oute ich mich auch mal als Martinair Fliegerin in den Jahren 94, 95, 97 und 98. das waren noch Zeiten!
Wir sind auch sehr oft mit den Couponheften los und haben uns Hotels gesucht. Ich war das Navi, mein Mann ist gefahren. Klappte super 😜
Unser erster Florida-Urlaub war 1996 und wir sind mit Martinair ab Amsterdam geflogen.
Damals gab es noch einen kostenlosen Busshuttle von MĂŒnster.
Ein riesiger Bus kam angefahren und nur wir sind eingestiegen. Das war was...:LOL:

Und die Couponhefte haben wir auch immer benutzt.
Roomsaver und Co.
 
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Tinkerbell

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21 Mrz 2002
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Wir sind immer mit dem Auto nach Amsterdam gefahren! Das erste Mal von Bremerhaven aus . Ein Kollege von mir kam aus Holland und hat mir einen Plan aufgemalt, wie wir nach Amsterdam kommen! Und das hat geklappt! Ohne einmal zu verfahren sind wir da angekommen 😜
Sind immer am Tag vorher hin und habe in einem Airporthotel ĂŒbernachtet, und das Auto könnte da kostenlos parken .

Roomsaver hatten wir auch immer und hatte immer geklappt! So bekamen wir das Best Western Pink Shell Beach in Fort Myers fĂŒr 59$ fĂŒr ein Apartmenthaus damals! 👍😀
 
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Annette 21

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24 Jun 2012
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Wir sind immer ab Frankfurt geflogen. Am Anfang immer Rundreisen im Westen mit 3 recht kleinen Kindern im Schlepptau und jede Nacht ein anderes Hotel. Bewaffnet mit einem Rand MC Nally und den BroschĂŒren der Hotelketten meist best Western, Days Inn oder super 8. War immer interessant und spannend. Das 1. mal Florida war Zufall und unserer Frau im ReisebĂŒro zu verdanken. Wollten eigentlich in den Herbstferien ins Disneyland Paris, da die 6 Wochen Sommerferien im Nordwesten sehr Natur lastig waren und heim kam ich mit einem Floridaflug fĂŒr DM 400.-- fĂŒr die Erwachsenen und 200.-- fĂŒr die Jungs. Delta Frankfurt Orlando nonstop. Und die Liebe zu Florida war geboren und roomsavers ab da auch immer im Auto. Haben teilweise fĂŒr 39.--$ ĂŒbernachtet und die KindermenĂŒs haben 0,49$ gekostet. War soviel gĂŒnstiger als im Westen. Wollte das reisen in der Form auch nicht missen. War spannend. GrĂŒĂŸe aus dem sonnigen Florida Annette
 

Joschimar

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21 Mai 2008
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Nachdem ichmich hier etwas reingelesen hatte, habe ich festgestellt, dass es 20 Jahresind, seit dem ersten Besuch!

Vor dem Wechsel in die Oberstufe kam ich damals mit einem Freund auf die Ideenach Miami zu fliegen. Ein abenteuerliches Budget fĂŒr das erste Abenteuer ohneEltern. Mein Bruder musste seine Abiturreise nach Kanada in ein BetreuungsUrlaub in Florida umwandeln. Ich glaube das trĂ€gt er mir heute noch nach ;)
Budget waren 1000 DM, ja ich kann es selbst nicht glauben, okay die Oma und dierestlichen Verwandten stockten auf, aber unser Flug mit Rich International warum die 500 DM und das Hotel Sasson at the Ocean (heute neues CondohĂ€uschen)waren zu dritt 19 DM /Pro Nase und Nacht! FĂŒrs Auto zu jung.
Der Flug ging ĂŒber Gander (Neufundland), St Petersburg nach Miami! WĂ€hrendder Reise waren die Olympischen Spiele in Atlanta und bei der Zwischenlandungkamen die Bilder der Rohrbombe. Der erste Urlaub alleine und eine Mutter zuHause und kein Handy ;)

St Petersburghielt ich fĂŒr Miami, weil ich kein Zwischenstopp mehr auf dem Schirm hatte. Einpaar Leute stiegen aus und einige fĂŒr den Flug nach Frankfurt ein! Schön dassPlĂ€tze doppelt vergeben waren, weil wir ja bis Miami flogen! Die Stewardessenhatten damals einen Karton mit BaseballschlĂ€gern und sonstigem heute Verbotenenzum Transport, dem frei in der Kabine stand. Ja die Sicherheit damals.
Unser Hotel warfrisch renoviert, sprich die Möbel wurden mit Dekor ĂŒberbĂŒgelt. Fortbewegthaben wir uns mit dem Bus fĂŒr imho 1$, man hört von jedem 2ten Amerikaner, dasser in Deutschland war und mind. Eine Biergeschichte oder man wird gefragt, obHitler noch lebe;)
Ein Ausflugnach Orlando mit dem Bus waren damals ca 90$. Die SawcrassMall 30$ mit Couponheft!
Um auf AtlantazurĂŒck zu kommen, wir hatten die Kreditkarte der Eltern mit der Erlaubnis nachAtlanta zu fliegen, wenn es etwas gĂŒnstiges gebe! Na Gut gĂŒnstiges gab es, abergenug in Florida;) Können wir ja die Karte belasten! Damals gab es noch Rabattein den Deckeln der Coca Cola Flaschen, Foot Locker hatte ich sogar 100$ drin!
Der ersteUrlaub, knappes Budget, am 5 oder 6ten Tag wurde es knapp! OK NotfallKreditkarte. Wir haben zwischenzeitlich an der Tankstelle nicht nur was zutrinken geholt, nein weil es peinlich war, wurde ein Fotofilm und ÀhnlichesausgewÀhlt, um nicht nur 2$ mit Karte zu zahlen!
Mein Bruder undder Freund machten eine Jetskitour (Ă€rgert mich heute noch) den ganzen Tag mitBarbeque auf einer Insel fĂŒr 150$. Gut wenn man sich eincremt, blöd wenn mitT-Shirt und man es dann auszieht ;) Brandblasen und ein Katzengejammer aus demBad bei jeder Bewegung (ich Ă€rgere mich nicht mehr so)

Am Ende hatteich die Kreditkarte um 1500 DM erleichtert, dem eigentlichen Budget, aber ichwar neu eingekleidet, mehrfach beschuht und zur Beruhigung der Eltern gab esauch ein gutes paar Schuhe ;) Wenn ich mir es so ĂŒberlege, bekommt mein Vaterimmer noch Geld; ich hoffe nur er liest das hier nicht;)
RĂŒckflug! Wir hattenextra einen Transfer gebucht, doch der kam nicht, nach 4 Stunden und 15 Anrufendurch die Rezeption gings zum Flughafen und aufgrund von VerspĂ€tungen, habenwir den Flieger bekommen. 3 Wochen spĂ€ter wurde der Airline aufgrund vonSicherheitsproblemen die Lizenz entzogen! TransatlantikflĂŒge mit Riss in der Scheibe. Im Nachhinein ein komisches GefĂŒhl!
Ob es der ersteUrlaub war oder Florida direkt, seitdem bin ich irgendwie hÀngen geblieben! DasFolgejahr mussten Freunde ohne mich reisen, meine Eltern errinnerten sich wohlan die Kreditkarte!
 

Maggy

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4 Aug 2009
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Bonn
wir waren 1988 das erste mal mit unseren kleinen Töchtern drĂŒben und sind mit LTU geflogen. Mit Martin Air sind wir auch ein paar mal geflogen. Bei einigen Kommentaren bin ich bei euch :confused:
 

disneymom

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25 Aug 2009
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In der Heide
Wir sind auch vor ziemlich genau 20 Jahren das erste Mal in Florida gewesen. Davor waren wir mehrfach in den SĂŒdstaaten bei meiner Verwandtschaft, die dort verteilt lebt. Irgendwann 1996 kam dann der Wunsch auf Disneyworld zu besuchen. Auf ins Auto und von Georgia aus nach Orlando und Panama City. Danach war es um uns geschehen. Wir wurden Florida sĂŒchtig.

LG
Disneymom
 

Pauker

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4 Nov 2016
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Tja, vieles hat sich verĂ€ndert. Preise sind gestiegen aber die Reisedauer bleibt gleich lang. DĂŒsenjets fliegen leider auch nach 50 Jahren immer noch gleich schnell. Hier sollte mal ein Fortschritt kommen.
 

andi 123

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6 Apr 2006
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112
1989

Die 1. Floridareise. Mein Gott wie die Zeit vergeht. Es war der September 1989. Ich war noch 15. Meine Schwester wollte mit ihrer Familie (Mann + 1 Kind(5Jahre)) und mir eigentlich nach Griechenland. Plötzlich rief sie mich am Abend an. Da gĂ€be es ein super Angebot. 9990 Schilling (ca.730€)-14 Tage Miami, Flug und Hotel,....Ich, als begeisterter USA Fan, sagte sofort zu. Als unsere Eltern davon Wind bekamen fragten sie höflich an, ob sie nicht auch mitfliegen "dĂŒrften". Klar doch,...;)
Abflug Wien. Rich Air (schon einige Male hier erwÀhnt,..) Hotel Sasson in Miami Beach (ebenfalls schon erwÀhnt worden,..)
Auf dem Flieger stand zwar Pegasus, aber egal. Ein paar Zwischenlandungen spÀter waren wir in Miami.
Ach ja, das erste Mal amerikanischen Boden betreten zu haben,.....seufz,...
Die Fahrt zum Hotel, Skyline, Kreuzfahrtschiffe, unzĂ€hlige BrĂŒcken.
Mir als Landei gingen da schon die Augen auf,...
Seaquarium in Miami (gibt's das noch?) mit der Walshow,....Damals ĂŒberwĂ€ltigend.
Dann liehen wir uns ein Auto (völlig unbekanntes Szenario fĂŒr uns) und fuhren nach Orlando ĂŒber Cap Canaveral.
Die Augen wurden immer grösser.
Magic Kingdom und Epcot von Disney. Disney/MGM wurde im selben Jahr eröffnet. Seit daher absoluter Themenparkfanatiker. Seaworld (Die Walshow in Miami war aber besser,..O-Ton "meine Mutter")
In Miami angekommen machten wir uns ein paar Tage spĂ€ter auf die Fahrt nach Key West. Wunderschön, aber stressig fĂŒr einen Tag.
Saisoneröffnung in der NFL war auch.
Die Dolphins verloren zuhause gegen Buffalo.
Eigentlich wollten wir MÀnner zum Stadion. Aber wir haben da den Weg nach Key West etwas unterschÀtzt....:-D:-D
Das Spiel lief ĂŒbrigens live im TV. Aber nur weil das Stadion ausverkauft war.
An eines erinnere ich mich auch noch gerne. Eine Pizza bei Domino bestellen....Lecker
Bei uns am Land ist das heute noch nicht selbstverstÀndlich, eine Pizza geliefert zu bekommen.
1989 halfen da in Miami die yellow pages. War cool, mit meinem holprigen englisch 7 Pizzen telefonisch zu ordern,...
Alles wurde auf Super 8 gefilmt und irgendwann mal auf Video ĂŒberspielt.
Alles im Allem war es ein grandioses Erlebnis.
Mein Vater lebt zwar nicht mehr, meine Schwester ist leider geschieden, mein damals 5jÀhriger Neffe kann sich nicht mehr an so viel erinnern.
Aber meine Schwester und meine Mutter schwĂ€rmen heute noch von damals,....und ich wurde zum großen Florida Fan....
 

usaletsgo

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22 Aug 2017
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Das erste Mal FL: 1994 (Oktober)

Eigentlich wollten wir nach Mexiko - nein, wir haben uns nicht verfahren, aber unser gekaufter Oldtimer war schon ziemlich lÀdiert (hatte gerade eine neue gebrauchte Wasserpumpe am Lake Tahoe spendiert bekommen) und die Baja haben wir uns nicht getraut.

Mörderhitze, mordhungrige Mosquitoes im Everglades NP, wir haben in SchwÀrmen von Mosquitoes unser Zelt aufgebaut - wer nachts mal raus musste, war verloren.

Damals war auch noch die Ranger-Tour zum Observation Tower im Shark Valley relativ gĂŒnstig - ist uns als Familie heute zu teuer.

Schon damals wollte ich schnorcheln im Biscayne NP und im Pennekamp - hat immer noch nicht geklappt.
 

Udo-Damm

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28 Aug 2008
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Erlangen
Wir starteten 2000 das erstemal!

Unsere Freunde berichteten dauernd von FL. FĂŒr uns irgendwie undenkbar. 1999 kamen wir nĂ€her darĂŒber ins GesprĂ€ch und waren sofort infiziert!
Gebucht ĂŒbers ReisebĂŒro, ausgestattet mit AMEX Traveler Schecks (nimmt heute niemand mehr!) und Landung in MCO.
Nix ESTA - Einreise innerhalb von ca. 15 Minuten!
MGM, Magic Kingdom, Animal Kingdom, Epcot und Universal... waren bis heute ein unvergessliches Erlebnis.
Der Dollarkurs ruinierte uns fast (1€ ca. 0,84 Us$). Mit diversen Tricks (Discountbook) gespart - ĂŒbernachtet in Motels (mein Gott waren da welche dabei...!) und mit dem Auto (so wie heute noch) stĂ€ndig unterwegs. Miami, die Keys uvm.
Eingekauft wie irre...o_O
Internet steckte damals noch in den Kinderschuhen -Emails fast unmöglich - Verbindung ĂŒber klassische Telefone.
Nix WhatsApp oder Videoanrufe!
Auf dem Heimweg sind wir irrtĂŒmlich umgebucht worden. Wir durften nicht mit da Familien Vorrang hatten (hatten ja unterschiedliche Nachnamen), HĂ€ngengeblieben in Washington - und niemand wusste daheim was...
Trotzdem mit einen Tag VerspÀtung angekommen - und sofort realisiert: Das war der Urlaub unseres Lebens...!;)

Im Mai 2001 waren wir nochmals (nochmal ne Schippe verrĂŒckter!) und dann kam der 11.September...:( Dann hat es drei Jahre gedauert bis wir erneut rĂŒber geflogen sind. Die Leichtigkeit war aber dann irgendwie weg.

Heute: unser Bub ist fast 13 Jahre - und ist heute - gerade aktuell - mit uns sein 9 mal im Sunshine State!
Auch wir sind immer noch begeistert...
 

Feuerfeder

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20 Jul 2004
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Unterschleißheim/MĂŒnchen
1993

Das erste Mal war ich '93 in Florida. Ich hatte gerade meine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau abgeschlossen und als „Abschiedsgeschenk“ einen Expedientenflug nach FLL bekommen. Sehr gĂŒnstig, was fĂŒr mein damaliges Budget sehr gut war, aber sehr lang (Gesamtzeit ca 40 Std. MUC-LON-DCA-FLL und genauso zurĂŒck). Ich hatte vor, nach Frankreich auszuwandern und wollte davor mein Englisch noch mal auffrischen. Nachdem zuerst England im GesprĂ€ch war, meinte mein Dad, ich sollte doch orgendwo hin fahren, wo es auch sonst schön ist und ich eine tolle Zeit haben kann und hat Florida vorgeschlagen (Danke, danke, danke). Also etwas herum geschaut und FLL und hier das „Florida Language Center“ ausgewĂ€hlt. Nachdem ich etwas ĂŒber 90 Tage dort bleiben wollte, habe ich mir ein Visum fĂŒr die Zeit ausstellen lassen und dann ging es auch schon los.

Es war der 12. MĂ€rz, hier in MĂŒnchen lag Schnee und es war sehr kalt. Freunde, die nahe beim Flughafen wohnten, hatten mir die Übernachtung angeboten und auch, mich morgens zum Flughafen zu bringen. Mit Winterstiefeln, Strumpfhose, dickem Pulli und einer einigermaßen warmen Jacke saß ich im Flieger, habe den Transitbereich in London bestaunt, die LĂ€den im Terminal, die ich alle nicht kannte, habe in Washington draußen bei den „Porter“ gestanden und geraucht (im Flughafen war es schon verboten) und bin am spĂ€teren Abend dann endlich in FLL angekommen. Meine Eltern, die schon seit einer Woche vor Ort waren, haben mich abgeholt und zu den angemieteten Apartments gebracht (damals gab es ĂŒber die Sprachschule die Möglichkeit, richtige Wohnungen zu mieten). Mir war natĂŒrlich viel zu warm, es ging ein warmer Wind, im RĂŒckblick geschĂ€tzt war es vielleicht 18 Grad, aber in meinen warmen Wintersachen


Im Apartment, das im EG lag, angekommen bin ich fast sofort ins Bett gefallen. Mitten in der Nacht (gegen 5 Uhr morgens) wurde ich von einer Sirene unsanft geweckt. Schlaftrunken und noch etwas belĂ€mmert von der langen Reise habe ich aus dem Fenster geschaut und gesehen, dass ein starker Wind wehte, die Palmen haben sich gebogen. Mein erster Gedanke war Hurrikanealarm
 Ich war ziemlich erschrocken. Bis ich gemerkt habe, dass der Alarm, den ich höre, zu dem vor meinem Fenster geparkten Auto gehört. Vermutlich ist das Auto durch den Wind etwas in Bewegung geraten, jedenfalls war es nur der Autoalarm. Ich war froh, dass mich keiner gesehen hatte, es war mir vor mir selbst schon etwas peinlich :D

Dann begann eine tolle Zeit. In den kommenden Monaten lernte ich FLL und die ganze Gegend um Broward und Dade County richtig gut kennen (mit dicken Rand McNally RingbĂŒchern, Navis gab es noch nicht), ich war beim Callo Ocho Festival dabei, habe dort meine erste echte Kokosnuss mit Kokoswasser bekommen, wir waren viel im Meer, die Sprache fluppte immer mehr, ich lernte super nette Leute aus allen möglichen LĂ€ndern kennen, wir gingen in Discos kurz, es war einfach toll. Mit einer Freundin bin ich dann an einem Wochenende kurzentschlossen zu Disney gefahren, ohne Vorplanung oder Reservierung. Wir fuhren zu einem Disneyhotel und wurden fĂŒr eine Nacht ins heute leider nicht mehr existierende Disney Village Resort einquartiert, die zweite Nacht dann ins Dixie Landings (heutiges Port Orleans Riverside). Die Preise waren super und der Eintritt zu Disney kostete damals 45 USD. Seitdem (und sehr zum Leidwesen meines Mannes) hĂ€lt mich der Disney-Virus gefangen. Mit Freunden waren wir in Shark Valley in den Everglades, 15 Meilen Radfahren, sind Richtung Key West gefahren (haben nach sechs Stunden Staufahrt in Key Largo genervt aufgegeben), waren in Tampa und Clearwater Beach, ich war bei der Eröffnung eines „Male Dance Clubs“ dabei (sehr lustig), habe unglaublich viele Menschen kennengelernt und mich so zuhause gefĂŒhlt, dass mein Herz danach fĂŒr lange Zeit nirgendwo mehr ganz zuhause war, weil immer ein Teil in Fort Lauderdale war.

Seitdem ist jeder Urlaub dort eher wie ein Heimkommen. Mein ganz persönlicher „Ruhepol“ ist der Strand am Pier in Lauderdale-by-the-Sea bei der Aruba Bar und generell atme ich leichter, wenn ich in Lauderdale bin. Der Eindruck und Impact, den meine erste Reise hierher bei mir hinterlassen hat war enorm :sun:
 

Pemimae

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13 Mrz 2013
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1.680
Das erste Mal Florida war fĂŒr uns 1989 im Mai und bestand aus einer 1wöchigen Busrundreise in Verbindung mit 2 Wochen Dominikanische Republik (DomRep kannte man damals noch nicht). Busrundreise deshalb, weil mich ein Kollege vor einer selbstgeplanten Autorundreise eindringlich gewarnt hatte. Er sei 4 Wochen nur Auto gefahren, weil er die Entfernungen so falsch eingeschĂ€tzt habe. Also wurde diese Kombi gebucht. Geflogen sind wir mit PanAm ĂŒber Paris. Wir hatten 2 NĂ€chte Miami Beach im Holiday Inn, dann ĂŒber Daytona, Orlando (Disney und Epcot Center), Ft. Myers ĂŒber Everglades nach Key West und wieder zurĂŒck nach Miami. Stinksauer waren wir, weil wir von der GolfkĂŒste garnichts zu sehen bekamen. Eine außerplanmĂ€ĂŸige weitere Nacht in Coral Gables hatten wir, weil unsere Maschine aus Santo Domingo so viel VerspĂ€tung hatte, dass wir unsere Maschine ab Miami verpasst haben. An dem "geschenkten" Tag haben wir ein großes Einkaufszentrum besucht und fuhren mit dem Taxi zurĂŒck zum Hotel. Der Fahrer fragte uns, aus welchem Teil Deutschlands wir denn kĂ€men - Ost oder West? Und bevor wir ihn darĂŒber informieren konnten, dass normale Ost-Touristen nicht in die USA reisen könnten, orakelte er, dass Deutschland in 1999 wieder ein Land sei. Damals im Mai konnte ja keiner ahnen, dass sich seine Prophezeiung schon 6 Monate spĂ€ter bewahrheiten sollte.

Weil wir ja noch viel mehr von der Welt sehen wollten, haben wir Florida erst in 1997 wieder besucht (eine Woche Ft. Myers Beach mit meinen Eltern, die einmal im Leben fliegen wollten). Wir haben im Motel von Bekannten gewohnt, die ein paar Jahre vorher ausgewandert waren und hatten einen Van von Alamo. Geflogen sind wir mit LTU von DUS nach RSW und haben die ganze GolfkĂŒste abgegrast und uns in die Gegend verliebt. Die erste richtige Rundreise in Florida haben wir dann im Oktober 1999 gemacht. Und erst seit 2008 kommen wir regelmĂ€ĂŸig nach Florida.
Damals wie heute haben wir immer Straßenkarten dabei, obwohl wir natĂŒrlich inzwischen auch ein Navi nutzen.
 

Pastakoenige

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23 Jul 2009
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Hofheim am Taunus
Was fĂŒr tolle Geschichten. Danke.
1994. In meinem Job ist die mieseste Zeit zum Verkaufen der November und Dezember. Fast mein ganzer Jahresurlaub hatte ich noch, weil natĂŒrlich die Kollegen mit Kindern in den Ferien in Urlaub durften. Also wohin im November ohne Rentnern in Spanien zu begegnen. Als EigentĂŒmer eines 1963 Cadillac Sedan de Ville (ja den hatte ich tatsĂ€chlich bevor ich in den USA war) und der englischen Sprache leidlich mĂ€chtig hat mich ein guter Freund davon ĂŒberzeugt zusammen in eine Wohnung nach Florida (Lehigh Acres...) zu fliegen. Wir, das waren 2 Paare und ein 1 jĂ€hriges Kind (das wunderbar auf Hin- und RĂŒckflug stundenlang geschrien hatte, danach wollten wir keine eigenen Kinder, aber kam dann doch anders..). Hier noch mit vollem Koffer, dicker Jacke, ReisefĂŒhrer, Fön (!) und vielem unnĂŒtzem Krempel gestartet, begrĂŒĂŸte uns in Ft. Myers die typische Floridaluft. Die Leute waren freundlich, jeder hat Vorfahren aus Germany oder trinkt gerne Bier oder hat einen Deutschen SchĂ€ferhund und wundert sich warum ich keine Lederhose trug (Scherz). War wirklich alles neu, gigantische SupermĂ€rkte, wenn man ein Teil kauft kriegt man das zweite geschenkt (war im Kopfrechnen schon immer schwach..), das gelobte Land der Markenklamotten zum C&A Preis, es durften 2 Koffer pro Person mitgenommen werden mit viel höherem Limit als heute. Die zwei Wochen vergingen wie im Flug und im darauffolgendem Jahr stellte sich wieder die Urlaubsfrage, die eigentlich gar keine mehr war. Unsere Freunde wollten diesmal wegen dem Schreihals (unserem Patenkind), diesmal nicht mit. Wir haben
dann ein Haus gebucht, natĂŒrlich in Lehigh Acres, und tausend neue Sachen im Urlaub entdeckt. Jetzt haben wir es geschafft mind. einmal jedes Jahr nach Florida zu fliegen. UnzĂ€hlige Freunde und Bekannte infiziert die zum Teil auch mit uns dort Urlaub machten. Tja, jetzt haben wir selbst einen Schreihals (ist zwar 16, schreit aber trotzdem noch), der zum ersten mal mit 8 Monaten ĂŒber den Teich flog und die Eigenart entwickelte im Flugzeug mind. 6 Stunden in der Eco pennen zu können. Zum GlĂŒck gibt es inzwischen Navis, die Ehestreits wo ich abbiegen soll(te) vermissen wir dann doch nicht.
 

holgipezi

FLI-Gold-Member
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17 Apr 2012
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SW Florida
... Die Leute waren freundlich, jeder hat Vorfahren aus Germany oder trinkt gerne Bier oder hat einen Deutschen SchÀferhund und wundert sich warum ich keine Lederhose trug (Scherz)....
Scherz? :-D Diesen Satz kann ich zu 100% unterschreiben; genau so erleben wir es auch sehr oft.
Bei Publix an der Kasse war der Opa vom Kassierer auch aus Germany (genau genommen aus Graz :confused:).
Ich finde es aber nach wie vor "charmant"
 

Feuerfeder

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20 Jul 2004
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Unterschleißheim/MĂŒnchen
Was ich noch vergessen hatte - war damals aber mega wichtig (heute kaum mehr vorstellbar)... Wir mussten, als ich das erste Mal in den USA war, an den Telefonzellen noch ĂŒber den Operator die Verbindung herstellen lassen (da war ich 12) und immer wieder MĂŒnzen nachwerfen (Quarters, wenn ich mich recht erinnere). SpĂ€ter gab es dann die Telefonkarten, mit denen man eine bestimmte Nummer vorwĂ€hlen musste und am besten, bei lĂ€ngeren GesprĂ€chen noch eine zweite Karte in der Hand hatte, um weiter telefonieren zu können. Oft haben die Hotels noch eine GebĂŒhr erhoben, wenn vom Zimmertelefon aus mit den Telefonkarten telefoniert wurde :D Unvorstellbar im Zeitalter der mobilen Kommunikation...:giggle:
 

Hemmi

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10 Sep 2010
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Baden WĂŒrttemberg
Unsere erste Rundreise haben wir 1999 im Westen unternommen. Extra ausgerĂŒstet mit einem geliehenen Quadbandhandy, das uns aber in den meisten Gebieten aufgrund mangelnder Netzabdeckung ĂŒberhaupt nichts gebracht hat. :LOL::LOL:
Navi natĂŒrlich Fehlanzeige, also wurde die Route zu Hause akribisch auf der Landkarte geplant und exakt notiert! Ich als Beifahrerin verbrachte dann viel Zeit auf der Fahrt mit der Nase in der Karte und hab so nicht viel von der tollen Landschaft mitbekommen. Aber wir haben es durch Denver, SF und LA durchgeschafft :giggle:
Mit dabei noch eine relativ große Videokamera, fĂŒr die Aufnahmen werde ich heute noch verĂ€ppelt (schneller Wechsel zwischen Zooms, Schwenks hoch/runter/rechts/links in rascher Folge (y)). Die Aufnahmen wurden erst brauchbar, als mein Mann dann diesen Job ĂŒbernommen hat ;)
An diesen Urlaub erinnere ich mich jedoch noch heute wahnsinnig gerne, schließlich ist da meine Liebe zu den USA entstanden. Und dieses Jahr gibt es mit Tochter dann ein Revival fĂŒr uns :-D
 

Pastakoenige

FLI-Bronze-Member
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23 Jul 2009
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Hofheim am Taunus
Aber es reichte damals auch, wenn man sich alle paar Tage mal telefonisch bei den Lieben zu Hause meldete oder einfach eine Postkarte geschrieben hatte.
Völlig richtig, wir schreiben noch heute jedes Mal Postkarten, vor allem an meine Mutter da sie keine E-Mails liest oder schreibt. Am letzten Tag des Urlaubs schreiben wir uns selbst eine Postkarte. Darauf schreibe ich wie
das Wetter, die Stimmung und meine Gedanken am Abreisetag sind. FrĂŒher sind die Karten erst 4-6 Wochen spĂ€ter angekommen, als der Alltag uns lĂ€ngst eingeholt hat. War spannend zu lesen.

Eines ist mir noch eingefallen. Könnt Ihr Euch noch erinnern den RĂŒckflug Telefonisch zu bestĂ€tigen? Das war immer eine Aktion, Telefon finden, mit Telefonkarte wĂ€hlen, im holprigen Englisch den Nachnamen und die Flug Nummer durchgeben. Hat mich immer genervt. Warum gehen die nicht einfach davon aus das ich genau das tue was ich gebucht habe...
 
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Microbi

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6 Jul 2011
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Monaco di Baviera
1988

Ich war 1988 das erste Mal in Florida. Damals der Anfang einer 8-Wochen-USA-Rundreise.
Ich habe damals etwa 25 ReisebĂŒros angeschrieben mit unseren Vorstelleungen und habe um Angebote gebeten.
Nach Florida wollte ich persönlich gar nicht. Ich hielt den Sunshine State fĂŒr einen Rentnerparadies. Doch als wir in Miami aus dem Hertz-Shuttle gestiegen sind, wurde ich - gegen 0:30 Uhr - von einer WĂ€rme eingehĂŒllt, die ich es so noch nicht kannte und war sofort Florida verfallen.
Wir navigierten mit der Karte und haben uns schon auf dem Weg vom Flughafen Richtung US 1 verfahren. Nur nicht halten, nur nicht fragen! Das war die Zeit, zu der manche mit der Aufschrift "shoot me, I'm a tourist" rumliefen.
Das erste FrĂŒhstĂŒck auf den Keys blieb mir in Erinnerung: Ich bestellte eine Conch-Suppe, einen Hot Dog mit KĂ€se und Coke (mit Eis). Die Kellnerin fand das - 7:30 Uhr - völlig normal und ich wusste gleich, hier versteht man mich.
Ich hatte vom Anfang bis zum Ende der Reise einen Sonnenbrand auf der Nase und habe bei Eckerd (war eine Drugstorekette) nur noch Babycreme fĂŒr meine Nase gekauft.
Als unser Duschgel verbraucht war, mussten wir erstaunt feststellen, dass es in den USA (damals) kein Duschgel gab. Man nahm Seife zum duschen. Irgendwo fand ich dann ein FlÀschchen "liquid soap". Es roch komisch, war aber ok.
Wir umrundeten Florida v. Miami ĂŒber Key West nach Naples, Tampa, St. Petersburg, Orlando, St. Augustine, Daytona, Ft. Lauderdale und wieder Miami, von wo aus wir nach San Francisco weiterflogen.
Wir waren sogar fĂŒr Coupons zu blöd; nur ab und an haben wir welche benutzt. Wir fuhren einfach rum, und wenn ein Motel so aussah, als ob unser schmaler Geldbeutel dafĂŒr ausreichen könnte, fragten wir einfach nach einem Zimmer. Wir sahen viele Zimmer.... und nicht ganz so viele nahmen wir auch.
Eins dieser Motels lag in CC, wo wir am spĂ€ten Abend ankamen und totmĂŒde nach einem Motel gesucht haben. TatsĂ€chlich fanden wir eins und fĂŒr 25,- $ bekamen wir ein sichtlich neues, großes Zimmer! Im moteleigenen Restaurant spielte eine Band und alte Herrschaften tanzten gesittet bis die Schuhe qualmten.
20 Jahre spÀter fand ich das Motel zufÀllig wieder - ich erinnerte mich nml. nicht mehr an den Namen - aber was soll ich sagen... in meiner Erinnerung war das alles vieeeel schöner gewesen. Tja. Vielleicht war es ja wirklich.
In der NĂ€he von Tampa kandidierte gerade ein gewisser Steve Schwein als Sheriff. Wir trauten uns aber nicht eins der Werbeschildchen, die ĂŒberall in der Erde steckten, zu klauen. Jahre spĂ€ter haben wir aber erfahren, dass Mr. Schwein tatsĂ€chlich gewĂ€hlt wurde!
Bei Disney hatten wir norwegische Postkarten gekauft und fanden es saukomisch sie an Freunde zu schicken, die wussten, dass wir in den USA waren. Wir waren jung und leicht zu erheitern. Oder es war die Sonne.
Wir mussten gelegentlich auf offener Straße mit dem Auto stehen bleiben, weil es so geschĂŒttet hat, dass man nichts sah. Alle blieben stehen. Sowas habe ich vorher auch noch nicht gesehen.
SeaWorld war damals eher noch ein AquaZoo als ein VergnĂŒgungspark, was es ja heute ist.
Wir suchten dauernd nach "all you can eat" Buffets und nervten alle Bedienungen damit, dass wir weder das kostenlose Wasser wollten, noch Eis in die GetrÀnke.
Wir konnten uns letztlich an Salatbuffets nicht sattessen. Was es da alles gab!
Coke kostete aus dem Automaten 0,25 $ und es stand immer eins in Sichtweite.
Vom Shoppen hatten wir keine Ahnung. An Belz in Orlando sind wir ahnungslos vorbeigefahren. Ich kaufte ĂŒberall, wo wir ĂŒbernachtet haben, einen T-Shirt. Und einen bestimmten Hut habe ich in jedem GeschĂ€ft angeschaut... und obwohl die Preise v. Key West Richtung Norden immer niedriger wurden, konnte ich mich nicht entschließen. Dann wechselten wir die Seite und im Osten kostete der Hut plötzlich 10,- Dollar mehr! Unerhört! So bekam ich keinen Hut in Florida. Erst 25 Jahre spĂ€ter holte ich diesen Kauf nach. Und ja, diesen Hut - genau den - gibt es immer noch.
Im Radio lief gefĂŒhlt eimal pro Stunde "Don't worry, be happy" von Bobby McFerrin und nach kurzer Zeit sangen wir enthemmt mit.
Zu trinken gab es an jeder Ecke Icee GetrÀnke. Das ist nichts anderes, als Eismatsch mit Geschmack. Ind den USA gab das schon seit Ende der '50-er, aber wir kannten es noch nicht.
Wir hatten auch AmEx Reiseschecks dabei und wunderten uns, warum man schon die 50,-er so schwer wechseln konnte.

Nicht, dass Florida damals leer gewesen wĂ€re... keineswegs. Aber sicher noch nicht so voll und es war ein wenig noch ĂŒbrig vom alten Florida: Ein wenig schĂ€big und schrill, aber liebenswert entspannt.

Ich war angefixt.

Ich wĂŒrde gerne das eine, oder andere Bild von der Reise hier reinstellen, aber meine Ex hat alle Bilder behalten. :( Sind eh nur Dias gewesen.

Mic
 

Pinto

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Beitritt
3 Mai 2007
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311
Ort
im Herzen der Wetterau
Unser "erstes Mal" war 1992 - unsere Hochzeitsreise. Über Bekannte hatten wir ein Condo in Lauderdale-by-the-Sea gemietet. Vermieter war ein damals schon ĂŒber 80jĂ€hriger Ex-Airforce Pilot mit deutschen Wurzeln. Flug wurde ĂŒber ein ReisebĂŒro gebucht, Traveller-Cheques besorgt und die Aufregung vor dem ersten Flug unseres Lebens mischte sich mit den ganzen Hochzeitsvorbereitungen.

Dann kam der Tag des Abflugs. Die Nachrichten vermeldeten seit Tagen Streiks der Piloten. Wir waren aber felsenfest davon ĂŒberzeugt: uns trifft es nicht. Tja - es kam dann doch so, dass wir stundenlang am Frankfurter Flughafen abhingen bis irgendwann die Nachricht kam, alle Mann in die Busse und ab nach Leipzig. Unterwegs dann die Info, Leipzig steikt auch - wir starten ab Dresden. Kurz vorm Ziel drehten die Busse um und steuerten Paderborn an.

In meiner Erinnerung empfanden wir den Flughafen als seeeeehr klein. Rundherum weideten KĂŒhe und Lkw's waren damit beschĂ€ftigt, Schotter ans Ende der Start- (oder Lande-)bahn zu kippen. Auf die Frage nach dem warum, erhielten alle Wartenden die Botschaft: wir sind hier nicht auf so große Flieger eingerichtet und deshalb verlĂ€ngern wir die Startbahn :eek:

PANIK........

Irgendwann saßen dann alle in der Maschine und sie hob ohne Probleme ab. Kaum in der Luft, kam die Durchsage, man mĂŒsse die Flugroute Ă€ndern, weil man unterwegs noch mal zum Auftanken zwischenlanden mĂŒsse. Lissabon sollte es sein, doch wir bekamen keine Landeerlaubnis. Upps..... o_O

Der Flieger landete dann in Santiago de Compostela zwischen. Die hatten aber erstmal nicht genĂŒgend Sprit (oder wollten ihn nicht rausrĂŒcken) aber nach gut 4 Stunden ging es weiter und diesmal auch tatsĂ€chlich ĂŒber den großen Teich.

Beim Anflug auf Ft. Lauderdale ging gerade ein Gewitter runter und so kam nach nur einer tausendstel Sekunde auf amerikanischem Boden die Durchsage, der Pilot mĂŒsse nochmal durchstarten, weil zuviel Regenwasser auf der Landebahn stĂŒnde. Nach einer weiteren halben Stunde kreiseln ĂŒber dem Airport (und der bangen Frage des einen oder anderen, ob wir denn dafĂŒr noch genĂŒgend Sprit hĂ€tten), konnten wir endlich landen.

Eigentlich todmĂŒde aber dennoch mega aufgeregt verließen wir den Flieger. Boah, was fĂŒr eine Luft, eine WĂ€rme, eine Feuchtigkeit.....

Völlig verloren standen wir in der Ankunftshalle und wussten gar nicht, wohin. Zum GlĂŒck nahm uns ein reiseerfahrenes Paar unter seine Fittiche und so gelangten wir durch die Immigration und an unsere Koffer.

Damals gab es dort ein riesiges Pult, wo alle möglichen Autovermietungen ihr "Knöpfchen" hatten. Man nahm den Telefonhörer ab, drĂŒckte auf das Knöpfchen "seiner" Autovermietung, die sich dann meldete und Bescheid gab, dass gleich ein Shuttlefahrzeug zur Abholung kĂ€me.

Unsere Autovermietung war auch von einem Deutschen - Walter Sonne. Naiv (und mĂŒde) wie wir waren, drĂŒckten wir das Knöpfchen und meldeten uns auf deutsch :rolleyes: natĂŒrlich wurde am anderen Ende englisch gesprochen und mĂŒde wie ich war, bekam ich kaum ein Wort meines Schulenglischs raus.

Naja - wir wurden trotzdem abgeholt und nahmen unser Leihfahrzeug entgegen - ein schnuckeliger kleiner Geo Metro (vergleichbar vielleicht mit dem VW Lupo oder UP.)

Im Condo angekommen, fielen wir erstmal in einen komatösen Schlaf.

Am nĂ€chsten Tag der erste Supermarktbesuch im Publix. Wir waren völlig geflasht von dem Warenangebot. Soooooo viele Sorten Milch???? Nach gut drei Stunden voller Staunen und gucken und aussuchen, kamen wir an die Kasse. Dass unsere EinkĂ€ufe eingepackt werden, haben wir wĂ€hrend des Wartens an der Kasse gesehen. Doch, aber halt.....wo will der Typ mit unseren EinkĂ€ufen hin? o_O WĂ€hrend wir noch mit dem fremden Geld haderten, verschwand der Ă€ltere Herr mit unseren EinkĂ€ufen. Zum GlĂŒck war er recht langsam unterwegsund wir konnten ihn einholen. Wir hatten ja keine Ahnung, dass man uns die EinkĂ€ufe auch gleich ins Auto einlĂ€d.

Die nÀchsten Tage waren geprÀgt von Staunen und alles aufsaugen wie ein Schwamm. Wir lernten u.a. auch, dass die Sun Bank kein Solarium war, sondern eine ganz normale Bank. :giggle: Auch dass man bei roter Ampel durchaus rechts abbigen darf, lernten wir lautstark aufgrund der hupenden Autos hinter uns.

Der erste Tankstopp war dann auch nochmal aufregend. Nach noch nicht einmal 5 $ war der Tank voll. Konnte das sein? Wir fragten einen "Eingeboreren :giggle:". Der erklĂ€rte uns erstmal, dass der Preis hier fĂŒr Gallonen angezeigt wird und dass das knappe 4 Liter seien. Ok - wieder was gelernt :-D

Nach 2 Wochen ging es wieder nach Deutschland. Aber es war zu spĂ€t - wir waren angefixt und kommen seit dem fast jedes Jahr wieder. Mittlerweile geht es aber nur noch an die GolfkĂŒste.
Wir waren letztes Jahr anlÀsslich unserer Silberhochzeit nochmal da, wo alles begann. Aber es hat sich dort so vieles zum Negativen verÀndert, dass wir defifitiv lieber auf der Golfseite bleiben.
 

Irving

FLI-Silver-Member
Beitritt
17 Sep 2016
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Ort
Berlin
Pinto, Waaaaahnsinn. Diese Anreise... ich wÀre um JAHRE gealtert. :LOL:

Danke euch allen fĂŒrs Teilhaben lassen!
 
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