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Thema: USA Utah 2018 oder "The ABC-Tour: Arches, Bears and Canyons"

  1. #1
    FLI-Bronze-Member Avatar von Fritz & Buddy
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    Reisebericht: USA Utah 2018 oder "The ABC-Tour: Arches, Bears and Canyons"

    Nach über 20 Reisen waren wir noch nicht an zwei der Hauptattraktionen, die viele schon in ihrem ersten USA-Urlaub besuchen, hm, vielleicht sollten wir doch mal hin?
    Also dann, auf zum Arches und Canyonlands National Park.



    1. Woche: Los Angeles, CA / Lancaster, CA / Lone Pine, CA / Death Valley, CA / Overton, NV / Springdale, UT


    2. Woche: Escalante, UT / Moab, UT


    3. Woche: Moab, UT / Ely, NV / South Lake Tahoe, CA / San Francisco, CA / Pismo Beach, CA / Los Angeles, CA

  2. #2
    FLI-Bronze-Member Avatar von Fritz & Buddy
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    Samstag 21.4.18 Düsseldorf → Lancaster, CA

    Der Wecker klingelt kurz nach Vier. Puh, was tut man nicht alles für einen günstigen Flug, aber das Angebot mit LH über München unter 400 € war einfach zu gut. Wie von N geplant, sind wir um 6 Uhr am Parkhaus und bei der Kofferabgabe stehen auch nur eine Handvoll Männekes rum.

    N schaut auf die Koffersticker: „Schau mal, wir haben LAX, also Forelle.“
    1. Ist es zu früh für schlechte Witze und
    2. sind die Koffer offenbar durchgecheckt.

    Die Menschenmenge an der Sicherheitskontrolle ist riesig, aber M als wöchentlicher Terminal-A-Abflieger leitet uns zum Terminal B, denn seit dem Umbau sind alle Terminals hier hinter der Kontrolle miteinander verbunden. Gute Entscheidung, nur ein paar Leute hier in B an den Sicherheitsschaltern.

    Pünktlich landen wir in München und haben hier jetzt 3h Zeit. Einen Kaffee und eine Brezel später gehen wir zum Gate L30. Hier ist kein Flieger voraus aber links vom Gebäude steht ein A380. M bestätigt, dies sei unserer, das Gate habe einen „Eckrüssel“. Na dann.

    Der Co-Pilot meint nach etwas über 11 Stunden, dass auch der schönste Flug mal zu Ende geht und um 15 Uhr Ortszeit sind wir in der Immigration Hall.

    N: "Das dauert jetzt 3 Stunden, so wie es hier aussieht." Es ist sehr voll.

    Aber wenn Sie was hier können in den USA, dann ist es Menschenmengen zu organisieren und nach 90 min rollen wir tatsächlich schon in unserem weißen 5000 Meilen Chevy Equinox vom Hertz-Gelände.

    Mensch, da es ja doch viel früher ist, als erwartet, machen wir auf dem Weg nach Lancaster einen Zwischenstopp bei den Vasquez Rocks, die kennen wir noch nicht. Obwohl wir sie bestimmt schon gesehen haben, denn angeblich wurde die Gegend in über 200 Filmen als Drehort genutzt.















    Wohin nun? Hotel, Restaurant, Einkaufen?

    M: „Lass uns zuerst zum Walmart fahren, dann haben wir das Schlimmste hinter uns.“ Einkaufen gehört ganz offensichtlich nicht zu Ms Lieblingsbeschäftigungen.

    Beim Walmart werden wir mit dem Ruf: „Walmart is closed“ empfangen. Hm, Streik oder irgendwas passiert? Keine Ahnung. N befragt das Navi, ob es in der Nähe eine weitere Filiale gibt. Glücklichereise gibt es die und glücklicherweise haben wir das neue Navi, das sich ja in den USA gut auskennt. Also weitere 5 Meilen zum nächsten Laden. Der hat freundlicherweise auch auf.

    Wir besorgen daher auch nur das absolut Notwendigste wie Hotdog Zutaten, Sam Adams, Big Wave (das es freundlicherweise mittlerweile auch hier und nicht nur in Florida und daheim beim Trinkgut gibt), 12l Wasser, Cola (was mit Geschmack) und Duschgel.

    Die Schlangen an den Kassen sind beachtlich. Vielleicht weil der andere Laden geschlossen ist? Egal, es dauert. Unsere Kassiererin ist allerdings extrem langsam. N überlegt, ob die nicht vielleicht künstlich beatmet wird.

    M (mittlerweile sichtlich angenervt): „Da bin ich ja schneller in die USA rein als beim Walmart raus.“ „Ich hab jetzt keine Lust mehr nach dem Hotel noch irgendwohin zu fahren zum Essen.“

    Da wir hier ja noch Zeit haben, unsere Schlange bewegt sich nur alle 10 min ein paar Zentimeter, geht N noch zur Heißen Theke und holt dort die obligatorischen Chicken Wings für M und für sich Chicken Tenders in Begleitung von etwas Kartoffelsalat.

    Um halb Acht sind wir endlich ziemlich erledigt im Hotel, N vergisst sogar ein paar Bilder vom Zimmer zu machen, bevor sie es in Chaos pur verwandeln. N & M essen, duschen und um halb Elf liegt N in den Federn.

    80 °F diesig, 87 Meilen, Springhill Suites Lancaster

  3. #3
    FLI-Silver-Member Avatar von Hemmi
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    Juhu, wieder ein Bären- Reisebericht
    Fensterplatz gesichert!
    Liebe Grüße Steffi

    USA Westcoast 1999, NYC 2000, Florida 2011, 2014, Ostküste 2016, Fl & Cruise 2017, USA Westcoast 2018, Orlando 2019, NYC & New England 2019

  4. #4
    FLI-Silver-Member Avatar von boopi
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    Da bin ich auch gerne dabei
    LG
    boopi

  5. #5
    FLI-Bronze-Member Avatar von Fritz & Buddy
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    sehr gerne, die Rückbank ist noch frei
    die Bären sitzen ja auf dem dashboard

  6. #6
    FLI-Bronze-Member Avatar von Fritz & Buddy
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    Sonntag 22.4.18 Lancaster, CA → Lone Pine, CA

    N wacht um 3 Uhr auf und kann einfach nicht mehr einschlafen. Ok, dann eben Kaffee. Für uns echt ungewöhnlich sind wir um 7 Uhr beim Frühstück. Nach ein paar Würstchen in Begleitung von Rührei, Cheddar, Salsa und frischem Spinatblättern, ein paar Scheiben Marmeladen-Toast, einer Schale Haferflockenbrei und etwas Joghurt sitzen wir pünktlich um 8 Uhr im Wagen.

    Wir fahren empfunden kreuz und quer durch das Antelope Valley und als N schon meint wir sind bestimmt falsch taucht das Four Aces Motel und Diner an einer Straßenecke im Nirgendwo auf.



















    Weiter geht es zu Ed’s Club Movie Location, hier steht dick „no trespassing private property“ angeschlagen, also macht N Bilder aus dem Wagen heraus.







    Noch ein wenig kreuz und quer und wir erreichen die Sanctuary Adventist Church aus „Kill Bill“. Hier wird offenbar renoviert, zumindest sieht die Absperrung so aus.



    Kurz vor dem Urlaub hat N noch den Tipp zur Musical Road Avenue G zwischen der 30th und 40th Straße erhalten. Da unser Navi die Avenue G einfach nicht kennen will, brauchen wir etwas länger bis wir sie finden.



    Wir fahren zweimal die Straße lang (kein Wunder, dass die Straße aus dem Innenstadtbereich verlegt wurde, wenn das alle gemacht haben) und N & M haben dennoch keinen blassen Schimmer, was das wohl sein könnte.

    Tatsächlich handelt es sich um das Finale der Ouvertüre von Wilhelm Tell. M findet sogar ein Video von der ersten Location.

    N: „Müssen wir oder die Stadt dafür eigentlich GEMA Gebühren zahlen?“ M: „ Hier sind das wohl eher FA(hr)MA Gebühren.“

    Da wir jetzt schon westlich von Lancaster sind wollen wir bei der Antelope Valley California Poppy Reserve vorbeischauen. N hat zwar wenig Hoffnung, da es hier insgesamt sehr trocken aussieht aber gucken kostet ja nix und Zeit haben wir ja, ist ja schließlich Urlaub. Tatsächlich gibt es aber nur einzelne versprengte Einheiten blühender Exemplare, die dem Wetter tapfer standgehalten haben. Ok, Eintritt zahlen lohnt dafür nicht, das macht keinen Sinn.

    Die Info, dass es erst in 3 Tagen wieder Supermarktkontakt geben wird, verunsichert M doch ein wenig und er möchte die gewonnene Zeit in einen Walmartbesuch investieren. Das wir das noch erleben dürfen.

    Wir kommen an einem Gebäude mit hohem Stacheldraht vorbei. M: „Das sieht aus wie ein Gefängnis, aber das scheint geschlossen zu sein.“ N: „Wär ich mir nicht sicher, hier sieht ja vieles so verlassen aus.“ M: „Allerdings stehen hier keine Autos, wo parken denn die Angestellten?“ N: „Ist doch Sonntag.“ M: „Ne klar, Gefängniswärter ist ein Monday to Friday, Nine to Five Job.“

    Wir passieren eine Stelle mit schlechtem Fahrbahnbelag. Die Reifen machen ziemlichen Lärm. M: „Das gab denen wohl die Idee für Wilhelm Busch.“ N: (?????) „Wilhelm Busch?“ M: „Na, die Ouvertüre.“ N: „Du meinst Wilhelm Tell?“ M: „Verdammt, das ist ja peinlich. Das kommt auf keinen Fall in den Reisebericht. Das lesen auch Personen, mit denen ich beruflichen Kontakt habe. Hierdurch würde mir ja ein Autoritätsverlust drohen.“ N: (?????) M: „Okay Ty, schreib´s rein.“ N: „Mach Dir nichts draus, ich wollte gerade auch „Othello“ sagen. Zusammen macht das wieder Wilhelm Tell.“

    Wir erreichen den Walmart. Hm, das ist doch der, der geschlossen war. Na egal, jetzt ist er auf. N verschwindet in der Beinkleidabteilung, da ein mitgereistes Exemplar ersetzt werden will und M besorgt die „Lebensmittel“.

    M: „Die Frischeabteilung ist leer, alle Regale, die hatten wohl gestern ein technisches Problem.“ Sprach‘s und mit einem Knall geht der Strom aus. Kollektives Aufstöhnen durchzieht den Laden. N: „So in etwa?“ M: „Fallen die Kassen dann eigentlich auch aus?“

    Ein paar Minuten später ist der Strom wieder da, diesmal kollektive Erleichterung.
    N & M stehen an der Kasse. Knall. Das Gleiche noch mal von vorne.
    Die Kasse tut es noch, allerdings scheint sie die schnellen Wechsel nicht gutzuheißen. Karten werden nicht mehr akzeptiert, ok, dann halt bar.

    Auf der 14 auf dem Weg nach Lone Pine passieren wir eine Baustelle, auf der kein einziger Mensch zu erblicken ist.

    N: „Hier scheint ja auch keiner was zu tun.“ M: „Hier ist halt auch Sonntag…. genauso wie im Gefängnis.“ N: „Haha.“

    Auf unserer Strecke liegt der Red Rock Canyon State Park sozusagen auf dem Weg und da wir den auch noch nicht kennen, halten wir hier an. Beim Visitor Center besorgen wir zuerst eine parking permit und fahren dann wieder zum Anfang des Abbott Drive, da sich hier der Trailhead vom Hagen Canyon Nature Trail befindet.



    N hat sogar an ihr Sonnenmützchen gedacht, weil M sie daheim erinnert hat, das kommt jetzt zum Einsatz, nicht sehr kleidsam, aber immer noch besser, als mich wieder als Kopfbedeckung zweckzuentfremden. Ein Paar fragt nach der Länge des Trails und die knapp 2 km scheinen sie abzuschrecken. Vielleicht auch nur Ns Versuche, das in Meilen im Kopf umzurechnen. Kopfrechnen war noch nie Ihre Stärke.

    N testet, ob sie bei der Einweisung in ihr GPS, die sie von einem freundlichen und geduldigen Menschen letzen Sommer erhalten hat, auch was behalten hat. Und was sollen wir sagen, sie bekommt den Track geladen und kann ihn auch auf dem Gerät verfolgen. Läuft. Im wahrsten Sinne.











    M: (greift nach der Wasserflasche) “Siehst du, ich trinke auch was, damit Du Dir keine Gedanken machst.“ Er nimmt einen Schluck.
    N hat immer Angst, dass M nicht genug Wasser trinkt beim Wandern, damit für sie mehr Wasser da ist. Sehr nett aber doof, wenn er dann mit einem Hitzschlag umkippt. N: „So einen Minischluck.“ Immer was zu moppern die Dame. M: „Dann zumindest keine großen Gedanken.“

    Eine Krähe fliegt vorbei. M: „ Schau mal, eine Bio-Drohne.“

    Nach einer knappen Dreiviertelstunde sind wir wieder im Auto und weiter geht es.
    Irgendwo hinter Olancha ist eine große Fläche von etwas Weißem bedeckt. N: „Ist das Salz?“
    M: „Es ist weiß, also vermute ich mal „ja“.“ N: „Schnee ist auch weiß.“ M: „Hm, lass mich überlegen… aktuell 87 °F… stimmt, Schnee ist auch weiß.“ N: „Pah!“

    Kurz vor 16 Uhr erreichen wir das Visitor Center in Lone Pine und N besorgt sich hier schnell eine Karte der Alabama Hills.





    Nächster Halt das Motel. N geht einchecken und M wartet draußen. N kommt wieder M verschwunden. Dann heftiges Winken und Rufen vom Pool. Während N an der Rezeption war, haben sich S & D und M gefunden. N gesellt sich auch sofort dazu und M ist so lieb und räumt inzwischen das Auto aus.

    Wir verbringen ein paar unterhaltsame Stunden am Pool und, von einer kurzen Duschpause unterbrochen, im Restaurant „The Grill“ ein kurzes Stück die Straße runter.

    88 °F, 248 Meilen, Best Western Plus Frontier Motel

  7. #7
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    Tolle Bilder und flott zu lesen - ich bin dabei. Danke für den schönen Bericht und Deine Mühe.

  8. #8
    FLI-Bronze-Member Avatar von Fritz & Buddy
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    Sehr gerne und willkommen auf der Rückbank.

  9. #9
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    Tolle Bilder da bin ich selbstverständlich auch noch mit dabei

    Freu mich schon auf die Fortsetzung
    LG Julia
    Florida April/ Mai 17, August 18, August 19 gebucht

  10. #10
    FLI-Bronze-Member Avatar von Fritz & Buddy
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    Herzlich Willkommen an Bord, es wird eng auf der Rückbank, ist ja midsíze.

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