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Thema: Service Charge zurücknehmen??

  1. #1
    FLI-Silver-Member
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    Service Charge zurücknehmen??

    Hallo,
    bei meiner letzten Cruise mit MSC, wo erstmals ein große Anzahl deutscher Urlauber dabei waren, fiel mir auf, dass
    viele von ihnen die Servicecharge streichen ließen.
    Sie begründeten das damit, dass die Kellner und Zimmerservicekräfte ja sowieso noch extra Trinkgeld bekommen würden
    und diese Servicecharge nicht bei denen ankommen würde, die sie am meisten brauchen können ( Köche, Wäscherei, etc.).

    Die 3 Ehepaare, welche mit mir bei jedem Abendessen am Tisch saßen, haben das diesmal genauso wie auch schon bei vorangegangenen Kreuzfahrten praktiziert.
    Jeden Abend gab ein Ehepaar dem Kellner für den ganzen Tisch einen Schein., aber die Servicecharge ließen sie alle streichen.

    Ich fand das damals eigentlich eher peinlich, wenn ich am Serviceschalter mehrfach von Deutschen hörte, dass die Gebühr zurückgenommen werden soll!

    Allerdings, wenn es wirklich stimmt, dass sich die Obrigkeit das Meiste nimmt und für den kleinen Arbeiter nur sehr wenig übrig bleibt, hab ich auch keine Lust, beim nächsten Mal wieder die Charge zu bezahlen.

    Wie denkt ihr darüber?

  2. #2
    FLI-Silver-Member
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    Ich finde es peinlich, lasse den Tip so wie er ist und hoffe, dass alle Begünstigten genug davon bekommen. Durch die vorgegebenen Beträge können die auch mit einem etwas stabilem Einkommen rechnen, das ist ohnehin viel zu wenig für die harte Arbeit.
    Bargeld gibt es zusätzlich wenn das Service gut war. Wenn es exzellent war, noch etwas mehr. Nur wenn es „Dienst nach Vorschrift“ war, gibt es nix extra.
    Streichen würde ich es nur lassen, wenn etwas Schlimmes durch die Mitarbeiter vorgefallen ist. Angestellte auf Kreuzfahrtschiffen in allen Bereichen arbeiten so viel und mit so wenigen Pausen, wenn schon die Reederei ihnen zu wenig bezahlt, kann ich mich durch zusätzlichen Tip ja gut für das Service bedanken.

  3. #3
    FLI-Member
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    Das wird hier sicher emotional, aber bei allen Kreuzfahrten die ich bisher unternommen habe gibt es bislang nicht einen einzigen Beweis dafür, dass auch nur ein Cent der Service Charge beim Personal ankommt. Deshalb geben wir immer direkt, gut und an vielen Stellen. Wenn ich in Hotels bin, dann läuft das ganz genau so. Ja, auch wenn man es machen müsste, in die Wäscherei, ins Magazin, in die Küche etc. läuft man ja auch nicht um Tip los zu werden. In der Regel sind doch auch in der Seefahrt Agenturen dazwischen geschaltet, die das Personal anwerben, mit Verträgen ausstatten und bezahlen.

  4. #4
    FLI-Silver-Member Avatar von Revilo
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    Ein leidiges Thema, auch auf Facebook wird das immer sehr emotional diskutiert. Mal sehen, wie es sich hier entwickelt.

    Wir haben die Charge nicht gestrichen, als wir mit der Seaside unterwegs waren. Warum? Ich kann es erstens nicht beweisen, dass es nicht bei denen ankommt, für die es sein soll (auch wenn ich da Zweifel habe).

    Ausserdem muss ich sagen, wenn ich einen Urlaub für mehrere tausend Euro mache, will ich über 25$/Tag nicht diskutieren. Zumindest nicht so lange, wie ich das Gegenteil beweisen kann.

    Im Bedienrestaurant waren wir nicht, das Zimmermädchen hat von uns auch noch etwas bekommen. Allerdings auch nicht jeden Tag.
    Reisebericht Florida 2017 (Disney, Universal, Volcano Bay) http://www.florida-interaktiv.de/sho...-700-Kilometer
    Reisebericht Florida & Cruise 2018: https://www.florida-interaktiv.de/sh...da-and-Cruise)

  5. #5
    FLI-Member
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    Für mich ist das Service Entgeld ganz klar eine versteckte Preiserhöhung! Ein Unding, da ich eigentlich schon selbst gerne entscheiden würde wem ich was und wie viel gebe. Ich bezweifle mal auch ganz stark das von diesen Geldern der Großteil "unter Deck" ankommt. Dann lieber von vorne herein den Reisepreis so gestalten das es passt. Gibt ja auch immer wieder knatsch deswegen an Bord weil es viele ja gar nicht wissen. Auch das Argument mit "man bezahlt ja tausende von Euro, da kommt es darauf nicht an" ist doch eher schwach. Bei einer 4 köpfigen Familie, die sich den "Traumurlaub" mühsam zusammen gespart hat sind das bei einer 14 tägigen Reise mal schlappe 700 $ Hier mal ein paar Zahlen aus dem Netz. Carnival Coporation hatte in 2018 z.B. einen Gewinn von 2,8 MILLIARDEN $, MSC habe ich jetzt nicht auf die schnelle gefunden, wird denke ich aber noch drüber liegen. Also Geld sein Personal anständig zu bezahlen wäre mehr als genug da.

  6. #6
    FLI-Silver-Member Avatar von Revilo
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    Zitat Zitat von Florida2019 Beitrag anzeigen
    Für mich ist das Service Entgeld ganz klar eine versteckte Preiserhöhung! Ein Unding, da ich eigentlich schon selbst gerne entscheiden würde wem ich was und wie viel gebe. Ich bezweifle mal auch ganz stark das von diesen Geldern der Großteil "unter Deck" ankommt. Dann lieber von vorne herein den Reisepreis so gestalten das es passt. Gibt ja auch immer wieder knatsch deswegen an Bord weil es viele ja gar nicht wissen. Auch das Argument mit "man bezahlt ja tausende von Euro, da kommt es darauf nicht an" ist doch eher schwach. Bei einer 4 köpfigen Familie, die sich den "Traumurlaub" mühsam zusammen gespart hat sind das bei einer 14 tägigen Reise mal schlappe 700 $ Hier mal ein paar Zahlen aus dem Netz. Carnival Coporation hatte in 2018 z.B. einen Gewinn von 2,8 MILLIARDEN $, MSC habe ich jetzt nicht auf die schnelle gefunden, wird denke ich aber noch drüber liegen. Also Geld sein Personal anständig zu bezahlen wäre mehr als genug da.
    Was heisst, ist eher schwach? Wenn das für Dich nicht in Ordnung ist, kann ich das verstehen, ich sehe das für MICH eben anders.

    Eine versteckte Preiserhöhung wäre es, wenn man es nicht ändern könnte. Kannst Du ja aber.

    Und das es viele nicht wissen ist für mich ein "eher schwaches" Argument. Wenn ich auf Reisen gehe, informiere ich mich. Das Netz ist voll von Berichten über die Service Charges, die man streichen lassen kann.

    Selbst mein Vater, der über 70 ist und im Internet fast gar nicht unterwegs ist, wusste das vor seiner 1. Kreuzfahrt.
    Reisebericht Florida 2017 (Disney, Universal, Volcano Bay) http://www.florida-interaktiv.de/sho...-700-Kilometer
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Revilo Beitrag anzeigen
    Was heisst, ist eher schwach? Wenn das für Dich nicht in Ordnung ist, kann ich das verstehen, ich sehe das für MICH eben anders.

    Eine versteckte Preiserhöhung wäre es, wenn man es nicht ändern könnte. Kannst Du ja aber.

    Und das es viele nicht wissen ist für mich ein "eher schwaches" Argument. Wenn ich auf Reisen gehe, informiere ich mich. Das Netz ist voll von Berichten über die Service Charges, die man streichen lassen kann.

    Selbst mein Vater, der über 70 ist und im Internet fast gar nicht unterwegs ist, wusste das vor seiner 1. Kreuzfahrt.
    Sehe ich genauso. Ich streiche die auch nicht und hoffe, dass es richtig verteilt wird. Auf jeden Fall kommt dann mehr bei den Mitarbeitern an, als wenn ich die Charge streichen lasse.

    In unserem Fall sind es bei 8 Tagen 325.- $ für drei Personen. In Relation zu den Gesamtkosten ist das überschaubar. Und wenn ich die 8 Tage an Land drei Mal am Tag bei 20% Tip essen gehe, kommt da definitiv mehr bei raus!

  8. #8
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    Es ist keine versteckte Preiserhöhung, da es ja nicht unbekannt ist zum Zeitpunkt der Buchung. Es ist nur eine dieser vielen Preisaufschläge, die man heute schon überall hat. In den Suchmaschinen sieht man einen billigen Netto-Preis und der Endpreis ist in Wirklichkeit viel höher. Wie bei Hotels um 100 - super billig! - und dann - welch Schock! - 50 Resort Fee

    Wenn man das System nicht akzeptiert, dass Arbeitskräfte in dieser Branche nicht fair bezahlt werden, darf man keine Kreuzfahrt buchen - oder sich bei der Reederei selbst beschweren. Die, die an Bord arbeiten, zu bestrafen, indem man weniger zahlt, ist die gemeinste aller Arten. Unternehmen sind gewinn-orientiert. Sie versuchen so viel wie möglich zu verdienen und so wenig wie möglich auszugeben. Sie versuchen in der Regel nicht, ihren Kunden oder Mitarbeitern (finanziell) das Leben zu versüßen.

    Und wenn es sich jemand schlicht und ergreifend nicht leisten kann, weitere 700$ anzusparen, dann bucht er seinen Luxus-Urlaub eben erst ein Jahr später. Oder bucht etwas, was er sich auch leisten kann. Wir alle haben nur begrenzte finanzielle Mittel, die einen sparen auf einen Campingurlaub, die anderen sparen auf eine billige Kreuzfahrt, der nächste auf eine Luxus-Kreuzfahrt. Aber fast jeder kann nur das ausgeben, was er hat.
    Vielen der Angestellten von Schiffen bleibt die Wahl zwischen einem Hungerlohn oder Arbeitslosigkeit in der armen Heimat oder der Knochenjob auf einem Schiff, wo er von seinem Arbeitgeber unfair behandelt und entlohnt wird und dann vielleicht noch von den Passagieren respektlos behandelt wird (häufig!) und dann vielleicht noch etwas von seinem erhofften Tip nicht bekommt.

  9. #9
    FLI-Silver-Member Avatar von Revilo
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    Zitat Zitat von gila Beitrag anzeigen
    Es ist keine versteckte Preiserhöhung, da es ja nicht unbekannt ist zum Zeitpunkt der Buchung. Es ist nur eine dieser vielen Preisaufschläge, die man heute schon überall hat. In den Suchmaschinen sieht man einen billigen Netto-Preis und der Endpreis ist in Wirklichkeit viel höher. Wie bei Hotels um 100 - super billig! - und dann - welch Schock! - 50 Resort Fee

    Wenn man das System nicht akzeptiert, dass Arbeitskräfte in dieser Branche nicht fair bezahlt werden, darf man keine Kreuzfahrt buchen - oder sich bei der Reederei selbst beschweren. Die, die an Bord arbeiten, zu bestrafen, indem man weniger zahlt, ist die gemeinste aller Arten. Unternehmen sind gewinn-orientiert. Sie versuchen so viel wie möglich zu verdienen und so wenig wie möglich auszugeben. Sie versuchen in der Regel nicht, ihren Kunden oder Mitarbeitern (finanziell) das Leben zu versüßen.

    Und wenn es sich jemand schlicht und ergreifend nicht leisten kann, weitere 700$ anzusparen, dann bucht er seinen Luxus-Urlaub eben erst ein Jahr später. Oder bucht etwas, was er sich auch leisten kann. Wir alle haben nur begrenzte finanzielle Mittel, die einen sparen auf einen Campingurlaub, die anderen sparen auf eine billige Kreuzfahrt, der nächste auf eine Luxus-Kreuzfahrt. Aber fast jeder kann nur das ausgeben, was er hat.
    Vielen der Angestellten von Schiffen bleibt die Wahl zwischen einem Hungerlohn oder Arbeitslosigkeit in der armen Heimat oder der Knochenjob auf einem Schiff, wo er von seinem Arbeitgeber unfair behandelt und entlohnt wird und dann vielleicht noch von den Passagieren respektlos behandelt wird (häufig!) und dann vielleicht noch etwas von seinem erhofften Tip nicht bekommt.
    Richtig, gar nicht mit eine Kreuzfahrtschiff zu fahren wäre die einzig richtige Konsequenz. Aber zu fahren, die Charge zu streichen und dann zwar dem Barkeeper und dem Zimmermädchen was geben, aber damit dann leben, dass der Mann in der Wäscherei nichts bekommt, ist halt auch nicht schön.

    Die Resortfee ist aber was anderes, die kann man ja nicht streichen lassen.
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  10. #10
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    Ihr habt ja recht, ich würde mich dabei irgendwie schlecht fühlen.

    Mich hat es nur gewundert, dass meine Tischnachbarn, allesamt in höheren Diensten, so etwas getan haben. Die sind nun wirklich nicht aufs Geld angewiesen. Zudem waren sie ja schon mehrmals auf Kreuzfahrten. Die müssten doch da eigentlich auch schon gut Bescheid wissen, was die Verteilung des Geldes angeht?
    Sie waren auch wirklich total nett und das tägliche Kellnertrinkgeld betrug jeweils 5 USD. Also dachte ich, wenn die keine Charge geben,ist das vielleicht so üblich, zumindest bei den deutschen Urlaubern.

    Fremdgeschämt hatte ich mich dann bei einem Gespräch unter Deutschen, wo ein Ehepaar stolz erzählte, dass sie dadurch knapp 300 USD gespart hätten....

    Bei meinen vorherigen Kreuzfahrten ist mir sowas nie aufgefallen, aber da gab es auch kaum Urlauber aus Germany.

    Fazit: Ich werde auch bei der nächsten Cruise wieder die Servicecharge bezahlen. Da habe ich einfach ein besseres Gefühl!

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