Corona-Test für rückkehrende Urlauber

Sabine B.

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Bestimmt haben viele von Euch mitbekommen, dass gerade auf politischer Ebene über verpflichtende Corona Tests für Urlaubsrückkehrer diskutiert wird. Hier würde mich mal ein allgemeines Stimmungsbild interessieren:
Seid ihr der Auffassung, dass solche Tests für alle Rückkehrer aus dem Ausland verpflichtend sein sollten?
Und zweiter Teil meiner Frage: seid ihr der Auffassung dass die Kosten für derartige Tests von der Allgemeinheit/Bundesrepublik Deutschland/der eigenen Krankenkasse übernommen werden sollten, oder denkt ihr eher, dass jeder einzelne dazu verpflichtet sein müsste, diese Kosten für sich zu übernehmen?

Ich darf an dieser Stelle mit meiner eigenen Meinung anfangen. Ich denke sehr wohl, dass bei unseren weiterhin sinkenden Zahlen von Corona erkrankten Menschen in Deutschland für Urlaubsrückkehrer ein solcher Test verpflichtend sein sollte.
Sollte er negativ ausfallen, müsste man darüber nachdenken, ob Rückreisende aus Risikogebieten dann von der Quarantäne entbunden werden könnten...

Als zweites ist meine persönliche Auffassung, dass nicht die Allgemeinheit für die Kosten solcher Tests aufkommen sollte (auch wenn es eine vom Bund ausgesprochene Verpflichtung gäbe) sondern derjenige, der das aktuelle Risiko einer Urlaubsreise auf sich genommen hat.

Dieser Auffassung bin ich auch und vor allem vor dem Hintergrund, dass wir ja nun beabsichtigen, im Oktober definitiv ins (europäische oder außereuropäische) Ausland zu fliegen. Und sowohl mein Mann als auch ich wären sehr gerne bereit, diese Test-Kosten für unser selbst gewähltes persönliches Risiko des Reise-Vergnügens auch zu tragen.

Wie seht ihr das?
 

Rosa

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Sehe das genauso, warum soll die Allgemeinheit zahlen, wenn wir das Risiko eines Auslandsurlaubs auf uns nehmen...
Wir werden zwar in absehbarer Zeit nicht fliegen, aber wenn, dann wäre ich bereit den Test selbst zu zahlen.

Gruß
Rosa
 

clampasspark

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Mal weiter gedacht: jemand kommt aus einem RisikoGebiet, wird positiv getestet und hat einen schweren Krankheitsverlauf mit vollem Programm (Intensivstation, Beatmung etc). Die Person überlebt mit Müh‘ und Not, hat danach aber mit lebenslangen Folgeschäden zu kämpfen.
Soll die- oder derjenige diese Kosten dann Eurer Meinung nach auch tragen, da selbst schuld?
Dann könnte man jedwede Behandlungkosten dem Patienten aufgrund selbst zu verantwortender Risikoerhöhung aufdrücken: Rauchen, Trinken, Sportunfälle....die Liste wird lang.
 

ebraeu

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Ich würde differenzieren:

Wer wissentlich in ein Risikogebiet reist sollte m.M. nach die Kosten selber tragen, wer Urlaub in Gebieten/Ländern macht, die nicht von den Behörden als Risikogebiet klassifiziert sind, da sehe ich persönlich nicht, warum diejenigen einen (angeordneten?) Test selber zahlen sollen.
 

Revilo

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Ich würde differenzieren:

Wer wissentlich in ein Risikogebiet reist sollte m.M. nach die Kosten selber tragen, wer Urlaub in Gebieten/Ländern macht, die nicht von den Behörden als Risikogebiet klassifiziert sind, da sehe ich persönlich nicht, warum diejenigen einen (angeordneten?) Test selber zahlen sollen.
Da bin ich Deiner Meinung.
 

Sabine B.

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  • #7
Mal weiter gedacht: jemand kommt aus einem RisikoGebiet, wird positiv getestet und hat einen schweren Krankheitsverlauf mit vollem Programm (Intensivstation, Beatmung etc). Die Person überlebt mit Müh‘ und Not, hat danach aber mit lebenslangen Folgeschäden zu kämpfen.
Soll die- oder derjenige diese Kosten dann Eurer Meinung nach auch tragen, da selbst schuld?
Dann könnte man jedwede Behandlungkosten dem Patienten aufgrund selbst zu verantwortender Risikoerhöhung aufdrücken: Rauchen, Trinken, Sportunfälle....die Liste wird lang.
Nun ja - dazu gibt es aus dem Arbeitsrecht - vor und unabhängig von Corona - recht klare Regelungen, an die man sich anlehnen könnte. ( ich bin kein Rechtsanwalt – ich spreche nur aus Erfahrungen in der letzten Jahre! )

Beispiel: Ich fahre nachweislich betrunken (oder ohne mich anzuschnallen) mit meinem Auto und baue einen Unfall und werde verletzt.
Lohnfortzahlung kann der Arbeitgeber verweigern (grobe Fahrlässigkeit) - die Krankenkasse übernimmt trotzdem die Behandlungskosten ( die Kfz Versicherungen lassen wir mal außen vor).

Anderes Beispiel – mit einem Mitarbeiter erlebt: ein junger Mann hat nach eigener Aussage am Wochenende tolle Erlebnisse (!) mit jungen Damen, ohne sich ausreichend zu schützen ( und ist so dämlich das auch noch zu erzählen) und erleidet infolgedessen eine Krankheit im sehr privaten Bereich, die ihn arbeitsunfähig macht. ( Bitte hinterfragt das nicht weiter:dizzy:)
Es wurde gerichtlich festgestellt, dass der Arbeitgeber in diesem Fall nicht zur Lohnfortzahlung verpflichtet - ist erneut grobe Fahrlässigkeit - dennoch hat die Krankenkasse die Behandlungskosten beglichen.

Was ich damit sagen will: es ist wohl zu unterscheiden, für den Test privat bezahlen zu müssen und dennoch seinen Kranken-Versicherungsschutz in Anspruch nehmen zu können.

Würde hier heissen: in Urlaub gefahren, zurückgekehrt, positiv getestet, für Test privat bezahlt – aber die Folgekosten zur Behandlung zulasten der Krankenkasse.
 

Big Daddy

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Jeder kann und soll seine Meinung haben !
Nur diese Diskussion ist müssig weil dieses Thema haben andere Instanzen zu klären !
Wenn ich jetzt in den Nachrichten höre das Reisende aus Risikogebieten sich am Flughafen testen lassen müssen aber wiederum Malle Urlauber
sollen / können sich später testen lassen, finde ich persönlich das schon wieder leichtsinnig.
Wenn man denen aus Spanien oder anderen Urlaubsländern diesen Freiraum gibt sollten diese dann wenigsten eine nachweisliche Auflage bekommen.
Die Kosten werden wohl eh von der Kasse übernommen.
 

DigitalOlli

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Testen lassen muss sich keiner. auch nicht aus Risikogebieten. Es ist nur auf freiwilliger Basis. Diese Test werden dann vom Staat bezahlt
 

Sabine B.

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  • #11
Testen lassen muss sich keiner. auch nicht aus Risikogebieten. Es ist nur auf freiwilliger Basis. Diese Test werden dann vom Staat bezahlt
Und das war ja meine Frage - wie ist die Meinung dazu, dass/ ob der Staat (Du) meinen Test bezahlst, wenn ich meine, ins Ausland fahren zu müssen :)
 

Floridafun

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Hat ja keiner geschrieben,das es nicht richtig ist,sondern das eine Diskussion müssig ist.
Was ich genauso sehe.
Für mich sind das Gedankengänge wofür ich keine Zeit verschwenden möchte, ist aber meine ganz persönlichr Einstellung

Aber selbstverständlich kannst du dich darüber mitanderen austauchen😊.
Gruß
Kathrin
 

Sabine B.

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  • #15
Sorry - meine Intention war eine andere :)
wenn hier in dieser Angelegenheit ‚entscheiden eh anderen- können wir nicht beeinflussen‘ überwiegt, dann lassen wir das.

Dann darf ich aber bitte eine weitere Frage in den Raum stellen:

Dies ist ein Florida Forum, Florida geht gerade gar nicht – bis auf weiteres nicht – es gibt ganz viele alte Reiseberichte (davon hätte ich auch noch eine ganze Menge aber das ist für MICH hier nicht zielführend, obwohl ich mich über jeden einzelnen Reisebericht aus oder außerhalb von Florida sehr, sehr freue, der hier in den letzten Wochen eingestellt worden ist 😊).

Was bitte ist denn an aktuellen Themen noch gewünscht außer ‚wann kriege ich mein Geld von wem auch immer zurück‘… ??

Schade, ich dachte, da hätte der eine oder andere vielleicht Lust sich mal Gedanken außerhalb dessen zu machen.
Da habe ich mich wohl geirrt 😉
 

Kimba

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Da ich davon ausgehe, dass sich Rückkehrer aus Risikogebieten nicht freiwillig in Quarantäne begeben (kontrolliert ja eh keiner), hätte ich nichts gegen die Tests. Dann aber verpflichtend und selbst zahlen. Andere Länder verlangen das doch auch bei Einreise.
 

Big Daddy

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Noch ein kurzes Wort zu Thema Test.
Ich muss, bitte nicht falsch verstehen, DT in einem Punkt recht geben mit seiner Aussage "Wenn wir nicht soviel Testen würden hätten...."
Meine Meinung zum Testen in D ist für mich persönlich auch nicht optimal.
Geht man zu Hausarzt werden, wenn er es überhaupt macht, ca 100 € fällig.
Bei Corona Stützpunkten wird man ohne Symptome nicht getestet.
Somit denke ich das es auch in D eine Dunkelziffer geben wird die keiner genau beziffern kann.
 

clampasspark

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Und das war ja meine Frage - wie ist die Meinung dazu, dass/ ob der Staat (Du) meinen Test bezahlst, wenn ich meine, ins Ausland fahren zu müssen :)
Dann bleib‘ zu Hause oder spende den Gegenwert des Tests für einen guten Zweck, falls es Dir missfällt, dass der Staat (also ich🤦‍♂️) dafür zahlt.
Oder wende Dich an Deine-n- Bundestagsabgeordnete-n- oder den Petitionsausschuss und dränge auf Regelung in Deinem Sinne.
Das wird man heutzutage hoffentlich noch sagen dürfen🥳
 

Sabine B.

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  • #19
Dann bleib‘ zu Hause oder spende den Gegenwert des Tests für einen guten Zweck, falls es Dir missfällt, dass der Staat (also ich🤦‍♂️) dafür zahlt.
Oder wende Dich an Deine-n- Bundestagsabgeordnete-n- oder den Petitionsausschuss und dränge auf Regelung in Deinem Sinne.
Das wird man heutzutage hoffentlich noch sagen dürfen🥳
Ähm was 😂
Du hast nicht gelesen was da steht aber pöbelst mich mal an - cool 😎
Das sind ja tolle neue Umgangsformen hier.

Dann zahl gern für meinen Urlaubsrückehrtest, wenn Du so scharf drauf bist - ich machs auch gern selbst aber wenn, Du unbedingt willst 😂
 

gila

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Ich wäre auch für selbstbezahlte Tests. Ist dann sozusagen ein Teil der Urlaubskosten. Ich würde jedoch auch einreisende Touristen testen.
 
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