Kurztrip in den Sunshinestate und ein Riesenschiff

Manoli

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Seit einigen Tagen ist bei uns wieder der Alltag eingekehrt, alles läuft in gewohnten Bahnen und langsam wird es Zeit, den Bericht zu starten.
Also los:

Freitag, 28.3.14: Anreisetag

Meine Eltern sind bereits am Vortag angereist und übernehmen wieder Eriks Betreuung und Versorgung, damit wir einige Tage zu zweit verbringen können: Luxus pur, selbst wenn das Ziel der Schwarzwald oder die Lüneburger Heide wären, fantastisch, wenn die Reise nach Florida und auf das größte Kreuzfahrtschiff der Welt geht :-D.
Die angedrohten Pilotenstreiks und der Verdi-Streik an den großen deutschen Flughäfen am Tag vor unserer Abreise haben mich richtig Nerven gekostet, aber abends ist klar, dass der letzte Flug von Frankfurt nach Münster planmäßig stattgefunden hat und unser Flugzeug für den morgendlichen Zubringerflug damit an der richtigen Stelle geparkt ist, so dass ich beruhigt einschlafen kann. Ok, so beruhigt, wie es mir eben am Tag vor dem Urlaub möglich ist :giggle:.

Um 3:45 Uhr klingelt der Wecker, denn der Nachteil an Prämienflügen ist, dass nicht immer die besten Flugverbindungen verfügbar sind. Aber für Urlaub stehe ich gerne mitten in der Nacht auf. Mein Vater hat sich netterweise bereit erklärt, uns in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen zu fahren. Danke, Papa :)
Verkehrsprobleme gibt es erwartungsgemäß keine, uns begegnen auf den 40 km vielleicht 5 Autos.
Eine Nachricht der Lufthansa auf meinem Handy sorgt auf dem Weg zum Flughafen noch dafür, dass ich schnell sehr wach werde.
Ach soooo, nur das Gate in Münster hat sich geändert, ok, dann gehen wir eben fünf Meter weiter links durch die Tür! Müsst ihr mich deshalb so erschrecken? ;)

Nachdem wir uns verabschiedet haben, checken wir problemlos ein und werden nur an der Sicherheitskontrolle, wo ebenfalls nichts los ist, etwas aufgehalten.
Oli bekommt wie immer seinen Extra-Scan wegen der künstlichen Hüftgelenke, und damit ich mich in der Zeit nicht langweile, wird meine Kameratasche einer genaueren Inspektion unterzogen.
Kurz darauf verlasse auch ich den Untersuchungsraum mit der Gewissheit, dass sich tatsächlich kein Sprengstoff in meinem Handgepäck befindet, und wir können es uns mit einem Latte Macchiato in der ersten Lounge gemütlich machen.

Lange müssen wir nicht warten. Unser Stoppelhopser nach Frankfurt hebt pünktlich ab, und wir werden in der Luft mit einem schönen Sonnenaufgang und einem kleinen Frühstück begrüßt.





Wie immer dauert die Fahrt auf dem Frankfurter Flughafen ungefähr genauso lange wie der Flug dorthin, und auch die Wege sind ein wenig länger als auf unserem Provinzflughafen.
In der nächsten Lounge basteln wir uns ein kleines Sektfrühstück und stoßen erst einmal auf den Urlaub an, bevor wir uns mit Chatten (ich) und noch ein bisschen Arbeit (Oli natürlich ;)) mit dem Blick auf unser Flugzeug die Zeit bis zum Weiterflug vertreiben.



Das Borading verläuft nicht ganz so reibungslos:
Alles verspätet sich, weil ein Computerplatz und die obere Fluggastbrücke nicht funktionieren und damit die Passagiere der First und Businessclass nicht oben einsteigen können. Anderseits sollen aber auch die vor uns eingestiegenen Kunden in der First Class nicht durch uns gestört werden, so dass wir einen Spaziergang durch die Economy zur hinteren Treppe verordnet bekommen. Mensch, ist dieses Flugzeug groß!
Während wir da mit einigen anderen durchlatschen, richten sich die Familien mit Kindern, die Leute mit körperlichen Beeinträchtigungen und einige Statuskunden dort bereits häuslich ein.
Mittendrin wird den Mitarbeitern an Bord klar, dass das so wohl nicht die optimale Lösung beim Einsteigen ist, und sie lassen die Leute doch an der vorderen Treppe hoch, was für uns oben dann jede Menge Gegenverkehr bedeutet.
Außerdem joggen mit uns noch mehrere Lufthansa Technik Mitarbeiter eilig in den A 380, hmmm, ob das hier wohl alles klappt?

Letztlich erreichen wir aber unseren Platz, werden mit einem weiteren Sekt begrüßt und rollen irgendwann auch los.



Die Essensangebot hat diesen Monat einen maritimen Touch, weshalb es die Amenity Kits in Form eines kleines Seesacks gibt, nette Idee :).


Das Flugzeug ist durch den Streik am Vortag rappelvoll, etliche Leute bleiben vergeblich auf der Warteliste, was uns wieder klar macht, wieviel Glück wir mit unserem Abflugdatum haben.
Ansonsten ist über den Flug nicht viel zu berichten, der Essens- und Getränkeservice, ein, zwei Filme, ein Nickerchen zwischendurch und eine selbst zusammengestellte Playlist aus dem Musikangebot lassen die Zeit recht schnell und angenehm vergehen.





Der Suppentasse auf dem folgenden Foto sieht man eine der goldenen Regeln des Fliegens an:
Sobald die Flugbegleiter mit dem Service beginnen, fängt es garantiert an, ordentlich zu rumpeln!
Geschmeckt hat es dennoch, wobei wir im Verlaufe der nächsten eineinhalb Wochen noch wesentlich besser essen werden.


Und schon ist Florida in Sicht :-D:




Trotz der Verspätung in Frankfurt landen wir pünktlich in Miami, kommen zügig aus dem Flugzeug heraus, stehen an dritter Stelle an der Immigration und freuen uns schon, wie schnell das wieder geht...

Hm, nach 15 Minuten stehen wir immer noch an dritter Stelle, zu früh gefreut, denn wir sind an eine extrem sorgfältige und wissbegierige Beamtin der Immigration geraten.
Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis wir auch endlich am Schalter stehen.
Passfoto und Mensch werden nicht einmal, sondern mindestens dreimal verglichen. Jeder Stempel im Pass wird intensiv betrachtet, und könnt ihr euch vorstellen, wie viele davon in Olis Pass sind????
Da muss man doch mal genauer nachfragen, und es gibt ja sooo viele offene Fragen im Leben... Z.B. ob wir wirklich meinen, dass wir mit 170 Dollar Bargeld im Urlaub auskommen? Ähm, sind die Geldautomaten und die Benutzung von Kreditkarten etwa seit unserem letzten Aufenthalt abgeschafft worden????
Nun ja, wir beantworten, Oli geduldig, ich innerlich leicht brodelnd, außen selbstverständlich lächelnd alle ihre Fragen und dürfen irgendwann tatsächlich passieren, womit es uns besser als unseren französischen Vorreisenden geht, die zu einer Extra-Befragung begleitet wurden.

Am Kofferband erwarten uns Menschenmassen, auch hier wird deutlich, wie viele Menschen in einen A 380 passen, aber es sind noch keine Koffer da.
Nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit tröpfeln diese gaaaaanz langsam einzeln auf das Band und irgendwann dürfen wir mit unserem gesamten Gepäck eine Station weiterziehen.

Aber was ist das? o_O Vor den 2 Zollbeamten erwartet uns eine riesige, unsortierte Menschenmasse, und es dauert locker noch eine weitere halbe Stunde, bis wir da mal durch sind.

Der Fußmarsch zum Miami Mover, der uns zur Mietwagenausgabe bringen soll, zieht sich so lange, dass Oli vermutet, dass ich da etwas falsch verstanden haben muss, da könne doch gar kein Zug mehr kommen, denn wir seien doch eh gleich beim Parkhaus! Neee, der kommt schon auch noch ;)
Als wir die Hertz-Anzeige-Tafel im Parkhaus erreichen, sind wir beide schon leicht genervt und nicht weiter verwundert darüber, dass unser Name bereits von der Tafel verschwunden ist. Dass es auch eine ganze Weile gedauert hat, bis der Mitarbeiter am Schalter unsere Reservierung gefunden hat, brauche ich vermutlich nicht zu erwähnen, oder?
Letztlich bekommen wir aber einen hübschen Infiniti Q 50 zugeteilt, der Oli, bis zu dem vergeblichen Versuch, unser Gepäck unter meinen schlauen Kommentaren in den Kofferraum zu bekommen, auch richtig gut gefällt. Später, als der große Koffer auf dem Rücksitz gut verstaut ist, findet er ihm aber auch wieder ganz in Ordnung :).





Schlange stehen, sind wir ja heute gewohnt, das können wir auch im Auto:


Durch den dichten Freitagnachmittagsfeierabendverkehr fahren wir zu unserem Tagesziel, dem Westin Diplomat Resort and Spa in Hollywood.


Die Ankunft dort ist nach dem Chaos am Flughafen Miami eine echte Wohltat, nicht nur, weil das Hotel trotz seiner enormen Größe sehr ansprechend wirkt, sondern vor allem, weil die Texeleltern schon entspannt und gut gebräunt in der Lobby auf uns warten. Heinz unterhält sich mit Oli, während Rita mit mir zusammen zum Check-In geht, wo uns die deutschsprachige Mitarbeiterin noch in ein nettes Gespräch verwickelt.
Uuuuuurlaub :).



Wir verabreden uns zum Abendessen, und danach trennen sich unsere Wege wieder kurz, weil Oli und ich uns vorher im Zimmer noch in einen frischen Zustand versetzen wollen.
Das Zimmer ist groß, schön ausgestattet und bietet einen Balkon mit herrlichen Meerblick.











Abendessen gibt es in der Rivals Sports Bar, die zum Hotel gehört, an einem Tisch draußen am River. Wir unterhalten uns so gut mit den Texels, dass die Zeit nur so verfliegt, bis Oli und ich dann doch spüren, dass wir heute schon länger wach sind.
Vor lauter Quatschen habe ich auch glatt das Fotografieren vergessen, es gibt nur ein Bild von den beiden Männern, das man auch mit "Arbeit trifft auf Urlaub" betiteln könnte, wenn man die unterschiedliche Hauttönung betrachtet ;).
Rita und Heinz, es war richtig schön, unseren Urlaub mit einem gemeinsamen Abend mit euch zu beginnen und euren Aufenthalt so ausklingen zu lassen. Das ruft nach Fortsetzung ;).


Nachdem wir uns von den beiden verabschiedet haben, genießen wir noch einen kurzen Augenblick die Aussicht vom Balkon und fallen dann ins bequeme Bett.


Oli schläft quasi im letzten Satz, den er mit mir wechselt, schon ein und ich folge ihm, nachdem ich das große Licht im Zimmer ausgeschaltet habe, ebenfalls schnell ins Reich der Träume.

Fortsetzung folgt...

Liebe Grüße
Manu
 

Texelrita

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Hey es geht los und dann noch mit uns als Statisten :giggle:.....ja es war ein schöner Abend und beim nächsten Mal dann bitte ausgeschlafen ;)!
 

muffin

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Schöner Anfang, bin gespannt wie es weitergeht.

Und Deine Beschreibung der Immi in Miami bestätigt mich wieder darin, dass wir uns den Aufwand mit Global Entry gemacht haben. Keine doofen Fragen der Officer und eine eigene Schlange am Zoll. Da wird dann selbst einreisen in MIA angenehmer.

Muffin
 

Manoli

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  • #6
Schöner Anfang, bin gespannt wie es weitergeht.

Und Deine Beschreibung der Immi in Miami bestätigt mich wieder darin, dass wir uns den Aufwand mit Global Entry gemacht haben. Keine doofen Fragen der Officer und eine eigene Schlange am Zoll. Da wird dann selbst einreisen in MIA angenehmer.

Muffin
Dazu muss ich sagen, dass wir weder als Familie noch Oli auf seinen diversen Dienstreisen vorher schon einmal so eine Einreise erlebt haben, ich denke nach wie vor, dass es eher die Ausnahme war und wir diesmal einfach Pech hatten. An den anderen Schalter ging es auch deutlich schneller.

Liebe Grüße
Manu
 

Sommarsverige

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Juhu Manu, es geht los :) Auf Deinen Bericht habe ich mich ja schon sehr gefreut!!

Wie schade, dass der Urlaubsanfang dieses Mal etwas stressiger war, aber ich hoffe danach wurde
es dann nur noch entspannend :)

Wieviele Menschen in einen A380 passen bekamen wir in LA ja (leider) auch zu spüren. Bei uns hat
das ewige Warten an der Immi aber sicher daran gelegen, dass wir sehr weit hinten saßen!

Ich bin jetzt ganz gespannt, was Ihr alles so erlebt habt und freu mich sehr auf die Kreuzfahrt :)

Liebe Grüße,
Birte
 

marie-65

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Schön, Manu,
dass es schon losgeht mit deinem Bericht!

Ich musste mehrfach schmunzeln, wie euer Anreisetag verlief, sehr unterhaltsam verfasst!

Aber ich kann es kaum erwarten, wenn du von eurer Kreuzfahrt berichten wirst.
Darauf warte ich nämlich schon, seid ich weiß, dass ihr aufs Schiff gegangen seid.

Herzliche Grüße
Marie 65
 

Ponyboy

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Ich geselle mich auch gleich noch dazu und bin schon gespannt wie es weiter geht :updown:
Toller Ausblick aus eurem Zimmer :yes:
In Miami am Flughafen die Autovermietung zu erreichen ist wirklich ein gefühlter Tagesausflug.... :confused:...hallo haben wir Miami inzwischen zu Fuß verlassen? o_O
Und die Rückgabe ist auch ein ganz schöner Akt, da möchte ich nicht auf den letzten Drücker kommen :confused:
 

Sunny

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Super RB, tolle Bilder, ein sehr schönes Hotel! Freu mich schon auf die Fortsetzung :cool:

Gruß SUNNY...die vermutlich noch bis nächstes Jahr auf Florida warten muss, weil sie dieses Jahr nach Thailand "fremdgegangen" ist [-X
 

marion

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Hallo Manu,

das fängt ja schon super an. Ganz tolle Bilder und ich freu mich auf viel viel mehr.
Bin schon ganz neugierig….

LG
Marion
 

biene

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Hallo Manu,

freue mich sehr auf Deinen Bericht....das geht ja schon gut los...hehe :-D

LG Biene
 

Ele

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Yeah, es geht endlich los und ich warte schon gespannt auf die Fortsetzung :sun:!
 

Sally

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Ich freue mich auf sehr auf euren Bericht.
Erik hat sich bestimmt auf euch gefreut. In den Koffern waren bestimmt auch einige Shopping-Teile für ihn. :-D
Euren letzten Bericht werde ich nie vergessen, als Erik sich ein Taxi anhielt. Hab sehr geschmunzelt.
Ich bin auf eure Bilder gespannt. Die Bilder aus eurem letzten Berichten waren großartig.

Ich werde euren Bericht verfolgen und fleißig mitlesen.

Liebe Grüße Sally
 

pajas

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Juhu es geht los! Hab mich schon sehr auf euren Bericht gefreut.
Bin gespannt auf die Fortsetzung,
lg Yves
 

Pam75

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Ich freu mich auch dass es nun los geht mit dem Bericht!!!
Und bei den Eindrücken was ich bis jetzt mitbekommen habe, habt
Ihr eine tolle Zeit gehabt :-D
Also schnell weiterschreiben

L.G.
Pam
 

Sanibel12

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Ich freue mich auch auf deinen Bericht. Auch wenn ich einen Teil ev. nachlesen muss, weil mein Ticker nach 10 Monaten warten nun endlich bald eine Ende findet :sun:
 

Manoli

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  • #20
Samstag, 29.3.14 John U Lloyds Beach State Park

Hallo,

ich freue mich, dass sich schon so viele Mitleser gefunden haben, auch wenn mein Bericht diesmal nicht live geschrieben ist.

Was Erik betrifft, der aktuell im Ferienmodus läuft, fast bis mittags schläft und dann beim Aufwachen direkt zum Kindle greift:
Er war dieses Jahr schon ziemlich sauer, dass wir ohne ihn nach Florida geflogen sind und dann auch noch die Kreuzfahrt mit der Allure gebucht haben und wollte während der Zeit weder die Fotos anschauen, die ich z.T. gepostet habe, um meine Eltern und ihn auf dem Laufenden zu halten, noch am Telefon mit mir reden. "Ihr wollt mich nur noch neidischer machen!" Er reist einfach zu gerne, von wem er das wohl hat? ;)

Aber zum einen weiß ich, dass er bei meinen Eltern rundum verwöhnt wird, auch wenn er es ihnen mit seiner Diskutiererei mittlerweile auch nicht immer leicht macht, und zum anderen hat das "arme Kind" ja schon einige tolle Reisen mit uns gemeinsam erlebt und darf auch wieder mit uns zusammen los, im Sommer in die Berge, und nächstes Jahr eventuell wieder in die USA.
Für 2015 schwirren mir nämlich einige Ideen im Kopf herum, aber von konkreten Plänen sind wir noch sehr weit entfernt.

Nun aber erst einmal weiter im Bericht über unseren kinderfreien Urlaub :):

Samstag, 29.3.14 John U Lloyds Beach State Park


Dank Jetlag waren wir beide um 5:00 Uhr wach.
Eigentlich war abgemacht, dass ich, wenn ich wach werde, zum Sport gehe, Oli schlafen lasse, ihm auf dem Rückweg einen Kaffee mitbringe und wir uns auf dem Balkon den Sonnenaufgang anschauen.
Planänderung, da er ebenfalls schon wach ist, wir gehen beide ins Fitnessstudio, kochen uns danach einen Kaffee im Zimmer und wollen dann den Sonnenaufgang anschauen.

Hmmmm, welchen Sonnenaufgang :confused: ? Wir sitzen in der angenehm lauwarmen Floridaluft auf dem Balkon, der Himmel wechselt auch seine Farbe, aber nur von schwarz über dunkelgrau zu hellgrau, das war´s ledier schon.
Aber ganz ehrlich, das ist Jammern auf sehr hohem Niveau, wenn man Ende März in kurzen Klamotten auf dem Balkon eines Oceanview Rooms im 11. Stock sitzt und gemütlich einen Kaffee schlürft :-D.

Nur mit einem Kaffee kann ich meinen Tag allerdings nicht beginnen, also lassen wir den Wagen holen und fahren, wei einige andere aus dem Forum, die in dem Hotel schon übernachtet haben, zu Panera Bread zum Frühstück.







Und so sieht meine Laune nach dem gezeigten Fühstück aus: Glücklich in Florida :-D. Das ist allerdings auch nur eines der wenigen Bilder von mir aus diesem Urlaub, da ich ja meistens hinter der Kameralinse bin ;).



Da es zwar warm ist, aber mit dem eher grauen Himmel nicht gerade typisches Strand- und Poolwetter, beschließen wir, nach dem Frühstück in den nahegelegenen John U. Lloyds Beach State Park zu fahren und dort ein bisschen spazieren zu gehen.
Wir sind ja bekanntlich große Fans der State Parks ins Florida, aber waren hier in der Gegend noch in keinem.
Den Halt an der hochgeklappten Brücke nutze ich für ein schnelles Foto von unserem Hotel und der restlichen Hochhauskulisse.





Nach wenigen Minuten Fahrt erreichen wir den State Park, entrichten das Eintrittsgeld, ich glaube, es waren 7 Dollar, und fahren in den Park, der sich bestimmt auch sehr gut per Fahrrad erkunden ließe.


Hier treffen Natur und Kreuzfahrtschiffe direkt aufeinander, was uns in unserer Vorfreude auf das morgige Einschiffen durchaus entgegen kommt.
In diesem Fall überragt die Independence of the Seas alles andere und passt noch nicht einmal in ihrer vollen Länge auf das Foto.


Ein paar Schritte ans Wasser an die Stelle, an der im State Park Boote eingesetzt werden können, wird der Blick auf weitere Schiffe und Hafenanlagen frei.


Kaum geht man ein paar Schritte in die andere Richtung, gibt es wieder jede Menge Natur.


Ok, und noch ein Kreuzfahrtschiff ;)


Wo Anglerstege sind, gibt es in der Nähe auch immer meine Lieblingsvögel.
Wenn ich irgendwo auf Fotos oder auch im Zoo, Pelikane sehe, muss ich immer sofort an Florida denken, wo sie ja an den Küsten allgegenwärtig sind.
Ich mag die Viecher einfach und muss sie zum Leidwesen meiner Männer immer wieder fotografieren :-D. Oli wartet aber auch heute wieder geduldig.




Diese beiden haben einen Angler, mit dem wir noch einen kleinen Smalltalk halten, fest im Blick und hoffen auf leichte Beute. Dass dem Angler die Pelikane deutlich weniger sympathisch als mir sind, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, oder? ;)


Wir fahren ein Stückchen weiter, um von dort aus zum Strand zu laufen. Wie man dem Parkplatz ansieht, leidet der State Park Samstags morgens noch nicht unbedingt an Überfüllung.


Die Flaggen deuten nicht gerade auf ungetrübtes Badevergnügen hin, aber wir sind ja ohnehin auf einen Strandspeziergang eingestellt.


Hier ein paar Eindrücke vom Strand im State Park, an dem es wie immer Picknick- und Grillmöglicheiten sowie gepflegte sanitäre Anlagen gibt.



Es hatte in der Nacht ziemlich geweht und mehrere Surfer nutzen die etwas höheren Wellen.




Außerdem finden wir allerlei Strandgut, das an Land gespült wurde.


Unter anderem auch in hundertfacher Ausführung den Grund für die lila Flagge: Portugiesische Galeeren.




Weniger schön sind die Unmengen angespültem Mülls im Seegras, je näher man an die Hafeneinfahrt gelangt.




Auf dem Weg zurück zum Parkplatz bringt uns ein extrem leckerer Duft dazu, einen Blick um die Ecke zu werden, wo ein großes BBQ stattfindet.
Als ich frage, ob ich ein Foto vom Grill machen darf, werden wir direkt dazu eingeladen, mitzuessen, was wir aber doch dankend ablehnen, obwohl es schon verlockend gewesen wäre.


Unser nächstes Ziel ist der Nature Trail des Parks, der recht schön, aber doch deutlich kürzer als erwartet ist. Ich glaube, die angegebene 3/4 Stunde Gehzeit hätten wir nicht einmal benötigt, wenn wir jedes Schild auf dem Weg durchgelesen hätten ;).




Die Erklärung für den Spitznamen "tourist tree" des Gumbo Limbo möchte ich euch aber nicht vorenthalten ;):









Nach etwa 15 Minuten sind wir schon wieder am Parkplatz, wo uns ein Parkranger anspricht, der mich beim Fotografieren der Pflanzenwelt beobachtet hat und uns bei Interesse an der Flora und Fauna Floridas unbedingt einen Besuch im Everglades Nationalpark ans Herz legt. Wie Recht er doch hat! Dafür reicht diesmal unsere Zeit leider nicht, wohl aber für eine kurze Unterhaltung mit diesem freundlichen Ranger vor der Weiterfahrt.

Die Idee, noch schnell einen Geocache zu suchen, führt uns gegen Mittag nach Dania Beach, wo wir ebenfalls als eingefleischte Westküstenfans vorher noch nie waren.
Den Cache können wir zwar nicht heben, da er aufgrund des Wellengangs unter dem Pier nicht ohne weiteres zu erreichen ist, aber der Strandabschnitt ist auch so ganz schön und lädt zu einer kleinen Pause ein:










Langsam machen sich allerdings unsere Mägen bemerkbar.
Wir entscheiden uns für meine Lieblingskette "Sweet Tomatoes", wo wir uns die Bäuche mit leckeren Salaten vom Buffet vollschlagen und ich zum Abschluss noch Softeis mit Karamellsauce schlemme, damit es ja nicht zu gesund wird ;).
Offensichtlich war ich zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich hungrig, denn nur so kann ich mir erklären, dass ich kein einziges Foto vom Essen oder dem Restaurant habe.
Die Sonne, die sich nun doch zwischendurch zeigt, erinnert uns an den Einkauf von Sonnen- und Mückenschutzmittel, das wir ebenso wie Anti-Seekrankheitstabletten auf dem Rückweg ins Hotel noch besorgen, wo wir einfach noch eine Runde auf unserem Balkon entspannen.



Für den späten Nachmittag haben wir geplant, das Auslaufen der Kreuzfahrtschiffe anzusehen, um beim Vorbeifahren der Oasis of the Seas ein Gefühl dafür zu entwickeln, was für ein großes Schiff uns am nächsten Tag erwartet.
Aber davon berichte ich später, denn jetzt muss ich unser Kind mit Essen versorgen.

Fortsetzung folgt...

Liebe Grüße
Manu
 
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