USA Alaska 2016 oder "Bear Country"

Fritz & Buddy

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Fr 15.07.16 Frankfurt → Calgary, AB

M steht um 5.00 Uhr auf, denn schließlich wollen die gestern Abend gewaschenen Kleidungsstücke noch ordnungsgemäß gebügelt werden. Bei dem Aufruhr sind wir natürlich auch alle wach. N steht um 6 Uhr auf und trödelt dann noch etwas herum. Ihr Koffer ist ja schon fertig gepackt. Pünktlich um halb Neun verlassen wir das Haus, nachdem M noch kurz einen Werkstatttermin für seinen Wagen nach dem Urlaub vereinbart hat. Mit der Regionalbahn geht es nach Essen und von dort mit dem ICE nach Frankfurt.

Wir sitzen im Kinderabteil, das vollkommen leer und sehr geräumig ist.

N: "Ich hätte jetzt gerne eine Hühnersuppe." M: "Ja klar, was denn auch sonst. Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich stattdessen ein Bier nehmen würde?"
Hey, mal auf die Uhr gesehen? Es ist gerade mal halb Elf.

Eine Stunde später erreichen wir den Frankfurter Flughafen und beherzigen den Tipp, das Gepäck direkt am Fernbahnhof aufzugeben, damit können sich N&M das Geschleppe quer durch den Flughafen sparen. Die Zeit, die wir bis zum Boarding haben, reicht für ein Bier aber auch nicht viel mehr.

Halbwegs pünktlich heben wir ab. Eigentlich hatte N laut Sitzplatzplan erwartet, dass wir direkt hinter der Trennwand sitzen, aber tatsächlich sind Reihe 22 und 23 Notausgangssitze, wir in 23 haben sogar noch den Vorteil, dass wir unsere Beine unter den Vordersitz strecken können, was an der Trennwand in Reihe 22 schlecht geht. Wir haben sogar mehr Platz als in der Premium Economy. Also alles richtig gemacht. Auf der anderen Seite am Notausgang sitzt eine Dame mit Krücke. Die könne dort nicht sitzenbleiben, befindet der Steward, so könnten wir nicht starten, die müssen in der Mitte sitzen. Das Paar, das er auffordert die Plätze zu tauschen (von XL auf XL wohlgemerkt!) weigert sich zunächst. also genauer gesagt, sie ist diejenige, die dann unter lautem Meckern und Zetern, dass Sie sich auf jeden Fall beschweren würde, das sei ja mal klar, dann trotzdem den Platz tauscht. Dummerweise geht der Steward dann nicht weg nach erfolgtem Tausch, was ihr weiteres lautstarkes Meckern entlockt. Puh, er lässt sich breit schlagen und legt fest, nach dem Start wird zurückgetauscht und zur Landung werde dann nochmals getauscht. Ihr glaubt es nicht, aber die haben tatsächlich auch jedes Mal ihr Handgepäck in den overhead bins mit umziehen lassen.

Die Mecker- und Beschwerdeliese hat dann noch ein paar Anwandlungen, so kommt sie M z.B. unter "Kann man was sehen, kann man was sehen", gefährlich nahe, um aus den Fenstern auf unserer Seite zu schauen. Da hätte sie besser die Sitze auf der anderen Seite am Fenster behalten, statt sich bei uns fast auf den Schoß zu setzen.

Überpünktlich landen wir in Calgary. Es regnet. Hmph.

Fazit Condor: wir sind froh, dass wir die nächsten Flüge wieder mit Air Berlin und Lufthansa machen, da gibt es kostenlos Bier und Filme und irgendwie bisher immer besser geschultes Personal.

Immigration, ein paar Fragen zu unserer Reise, keine Fingerabdrücke etc., ein paar Gute-Reise-Wünsche und schwupps sind wir in Kanada. Das Gepäck ist nicht ganz so schnell, findet den Weg aber dann auch noch. Shuttle zu Hertz nicht nötig, die Autovermieter sind direkt auf der andere Straßenseite.

Von den Mitarbeitern hier hätten sich die letztes Jahr in O'Hare mal ne Scheibe abschneiden können. Zusatzversicherung etc. werden nur kurz abgefragt und ein "Nein, danke" sofort akzeptiert. Innerhalb weniger Minuten haben wir einen Wagen.

Als N&M die Wagenschlüssel in Empfang nehmen, kommen Meckerliese und Mann auch an den Schalter.... und.... oooh wie schade, bekommen noch keinen Wagen, sondern sollen warten. Laufstark um N's Aufmerksamkeit heischend, beschwert sie sich, während sie sich neben N niederlässt, dass dies ein Unding sei, denn schließlich sei der Wagen bestellt gewesen. N klappert als Reaktion mit unseren frisch erhaltenen Wagenschlüsseln. M geht nochmals ins Flughafengebäude zurück, um einen Puck der Calgary Flames als Geschenk zu besorgen. N wartet derweil neben Meckerlise und schaut dem Navi zu, wie es die Satelliten sucht und endlich findet.

Unser elektronisches Fräulein Rottenmeier will uns über eine sehr matschige unbefestigte Straße zum Hotel schicken. Ne, Mädchen, nicht mit uns. Mit etwas Herumfahren in diesem Neubaugebiet direkt am Flughafen finden wir schließlich zu unserem Hotel.

Sehr schönes neues Hotel und mit Wyndham Punkten für $84 incl. Steuer zu haben.

N nimmt das Honey Wheat und M das Brown Ale.



Die Bar ist ganz nett und die Beleuchtung wechselt ständig die Farbe. Vom Kellner erfahren wir, dass aktuell die bekannte Calgary Stampede läuft, aber statt Staub ist dort knöcheltiefer Matsch auf den Rennstrecken zu sehen.

Was esse ich denn bloß?

M nimmt wie immer Chicken Wings und N ein Club Sandwich. Wir sind jetzt ziemlich erschlagen und gehen schon um 22 Uhr ins Bett.

11 °C, 30 km
 

Fritz & Buddy

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Huch, 1.15 Uhr, schnell weiterschlafen.
Klappt auch bis halb Fünf, gar nicht mal so schlecht. Ein Blick aus dem Fenster verrät, es hat aktuell aufgehört zu regnen. hoffentlich bleibt das auch so.





Unser Begleiter für die nächsten 10 Tage. Ein Mazda CX5 mit etwas über 6000 km auf dem Tacho.



Sunny, wir sind reich. Auch wenn das Geld wie Plastik aussieht. Oder ist es Plastik? Sieht aus wie in Singapur.​

Wir machen uns um 8 Uhr auf den Weg, Jetlag sei Dank, und fahren als erstes nach Canmore. M will schauen, ob er hier Bier besorgen kann, denn gestern im Walmart gab es keines. Dry Store. Hier gäbe es zwar welches, aber betrinken darf man sich offenbar erst ab 10 Uhr. Also fahren wir weiter nach Banff. Hier kommen wir pünktlich um 10 Uhr an und können die Kühlbox bestücken. Eigentlich wollte N für die 10 Tage nur so eine Styropor-Kühlbox kaufen, die wir sonst nie nehmen. Das haben die hier offenbar geahnt, hier gibt es keine. Eine kleine normale Box kostet schon $30. Hm, ne das ist doof. N entscheidet sich für eine faltbare Kühltasche, die kostet zwar knapp $40, aber die können wir zumindest mit nach Hause nehmen und dort zum Einkaufen verwenden.





Downtown Banff.



Die Wolken hängen verdammt tief heute, aber aktuell ist es noch trocken.​

Wir betreten, also besser befahren, den Banff National Park, N löst hier den Eintritt für alle Parks, die wir in den nächsten Tagen besuchen werden. Unterwegs sehen wir an jedem Wanderweg Wolf-Warnschilder.

M: "Vielleicht sollen die Schilder ja die Wölfe und nicht die Menschen warnen."

N: "Klar, die setzen sich dann mit Ihrer Brille davor."

M: "Ja logisch. Wohl noch nie Rotkäppchen und der böse Wolf gelesen!"

Wir biegen ab auf den Bow Valley Parkway, hier fährt es sich deutlich entspannter. M wollte N's Warnung vor Menschenmassen nicht recht glauben, aber als wir uns kurz vor 11 Uhr dem Johnston Canyon nähern, parken schon wieder jede Menge Autos auf der Straße statt auf dem Parkplatz. Egal, wo wir schon mal hier sind machen wir das jetzt auch und pünktlich zu diesem Entschluß fängt es
jetzt auch wieder an zu tröpfeln, na prima. Wandern mit Regenschirm scheint besonders bei den asiatischen Teilnehmern der heutigen Völkerwanderung in zu sein, sieht aber dennoch total, ich sag mal,
merkwürdig aus.









Punkt 12 Uhr erreichen wir die Upper Falls. Das ist schon ziemlich beeindruckend, wie das Wasser da so wie in einen brodelnden Kessel zu fallen scheint. Hier spritzt auch ganz schön das Sprühwasser durch die Gegend, daher merken wir erst, als wir den Rückweg antreten, dass es tatsächlich wieder stärker regnet. Nicht schön.







Upper Falls von oben.





Upper Falls von unten.​

Wir stoppen noch kurz an der unteren Plattform der Upper Falls. N befindet, dass ihr die Falls von oben deutlich besser gefallen als von unten. Außerdem muss man hier unten Schlange stehen, oben nicht, vielleicht will nicht jeder auf das Gitter, das dort oben als Plattform angebracht ist. Nass wird man allerdings hier wie dort. Wir machen uns auf den Rückweg, so schnell, wie es M's Knie erlaubt, denn das muckt seit er im Juni meinte, unbedingt in seinem Alter mal wieder Fußball spielen zu müssen.




Um 1 Uhr sind wir wieder am Wagen, zwar sind jetzt ein paar Parkplätze auf dem eigentlichen Parkplatz frei, aber dafür stehen zig mehr Wagen am Straßenrand. Das erklärt auch den Eindruck, den N & M auf den letzten Metern hatten, dass es noch voller geworden zu sein scheint. Wir fahren weiter in den Kootenay Natonal Park zu unserem nächsten Ziel: Marble Canyon.














Hier gefällt es uns deutlich besser als Im Johnston Canyon, es regnet zwar auch hier aber es sind dafür erheblich weniger Menschen unterwegs. nach einer knappen Stunde fahren wir weiter. Leider regnet es jetzt wieder stärker, was uns den Spaß verdirbt an den Paint Pots, Numa Falls und Sinclair Canyon und dem Redwall Faultanzuhalten. Auch den eigentlich geplanten Besuch in den Hot Springs von Radium Hot Springs lassen wir ausfallen. Hier ist es zudem auch noch extrem voll, (heute ist ja auch noch Wochenende), das sieht nicht sehr entspannend aus. Der Pool hier ist ein richtiger Swimming Pool, auf keinen Fall mit den Top Ponds der Valley View Hot Springs zu vergleichen.


Wir fahren weiter Richtung Norden durch das breite Gletschertal des Columbia Rivers und freundlicherweise hört es am späteren Nachmittag auch auf zu regnen. Heute übernachten wir im Holiday Inn Express in Golden/Kicking Horse.


N & M wollen zum Abendessen zu Fuß zu Bear's Den (früher The Range Sports Grill), allerdings ist zwischen Hotel und Restaurant eine mehrspurige Straße mit Betonbarrieren in der Mitte.

N überquert die Straße und schwingt sich über die Betonbarriere.

M: "Während Villa Riba noch Pläne zum Überqueren der Straße schmiedet, ist Villa Bajo schon auf der anderen Straßenseite."

Die heutige Entscheidung fällt auf ein Wheat Ale plus Chicken Burger mit Garlic Mashed Potatoes und Caesar's Salad fü N und Chicken Wings für M in Begleitung eines Red Ales.

Nach dem Essen überklettern N & M nochmals die Absperrung und fallen dann zeitnah ins Bett.

9-18 °C, 391 km
 

Reisezottel

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Boah, gleich 2 Reiseberichte auf einmal! Da haben die Bären ja richtig was zu tun - ich freue mich (y)
 

Fritz & Buddy

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So 17.07.16 Golden, BC → Lake Louise, AB

Ui,2 Uhr, eindeutig zu früh, aber wach. N & M dösen bis halb Fünf,dann macht N Kaffee. So gegen 6 Uhr springt sie dann in die Dusche undkurz darauf sitzen wir auch schon beim Frühstück. M futtert pancakes,denn beim Holiday Inn Express gibt es diese netten Automaten. Vornedrücken und an der Seite Teller drunterstellen, schon fallen wie im Schlaraffenland die Pfannkuchen auf den Teller.

Pünktlich um 8 Uhr fahren wir los, noch kurz Tankstopp nebenan bei Shell und wir sind auf dem Weg in den Yoho National Park.








Das könnte heute noch was werden mit dem Wetter, mal sehen.

N: "Wir müssen unbedingt Notizen zu unseren Gesprächen machen."
M: "Wir haben heute schon miteinander gesprochen?"




Wir passieren ein Achtung-Elk-Schild, mal sehen was jetzt passiert. Prompt steht hinter der Kurve eine Herde Bighorn Sheep rechts am Straßenrand. Huch, das war jetzt aber zu überraschend, so schnell kann N die Kamera nicht startklar machen. Kurz vor dem Parkeingang steht ein weiteres Schild und daneben...

N: "Bär!"

Ok, schauen, rufen und die Kamera zücken sind eindeutig zu viele Sachen auf einmal, bis N soweit ist, hat sich der Schwarzbär wieder ins Gebüsch verkrümelt.
Wieder ein Elk-Schild und... endlich die versprochenen Elk, 2 Stück davon und wieder ist N zu langsam.
M: "Das muss besser werden, sonst glaubt keiner, dass wir die Tiere tatsächlich gesehen haben."
Ja, ja, schon gut.
Ein Stück weiter ein Tier im Wasser.
M: "Ich glaub da schwimmt ein Bär."
N: "Aber der hat doch gar keine Bären-Ohren."
Nach längerer Diskussion einigt man sich schließlich, dass es sich eindeutig um einen "Bieberbären" gehandelt haben muss.










Unser erster Stopp für heute morgen die Natural Bridge.





Trotz der frühen Stunde klettern auch hier wieder ein paar Asiaten herum. Aber zumindest sorgt das für einen Größenvergleich.














Leider kann man auf den Bildern die unglaubliche Farbe des Kicking Horse Rivers so schlecht sehen.








Weiter geht es zum Emerald Lake, hier paddeln auch schon ein paar Frühaufsteher herum.





Die Sonne läßt sich freundlicherweise auch mehr und mehr blicken.

Wir stoppen am "Meeting of the waters" dem Zusammenfluss des Yoho und des Kicking Horse Rivers. Angeblich kann man die unterschiediche Färbung der beiden Flüsse gut erkennnen, allerdings ist der Viewpoint so zugewuchert, dass man froh sein kann, überhaupt was zu sehen.










Die Schilder hier sind allerdings sehr praktisch, da weiß man wenigstens mal, wie die Berge hier um einen rum so heißen.




Schon von Weitem können wir die Takakkaw Fallshören und sehen. Und sogar fühlen, die Gischt wird tatsächlich bis hier oben rübergeweht. Cool. Allerdings scheint den hier Ansässigen nicht ganz klar zu sein, wie die Fälle denn nun heißen, wir finden auch die Schreibweise Takkakaw. Diese Verwirrung in Bezug auf die "Benamsung" ist uns gestern auch schon aufgefallen als wir Johnston und Johnson Falls gefunden haben.







Wir fahren weiter, um näher an die Fälle ran zu kommen. Hier ist allerdings auch wieder Kirmes. Von wegen die einsamen Weiten Kanadas.


.



Die Red Chairs...





...mit integriertem Erklärbär.




N: "Klasse, da regnet es ausnahmsweise mal nicht und wir stellen uns hier in das Sprühwasser."


Es geht weiter zum Lake Louise. Also theoretisch. Denn praktisch kommen wir nicht durch den Ort durch. Wir werden von Verkehrspolizisten, Parkrangern oder sonstigem Hilfspersonal genötigt statt geradeaus Richtung See, rechts oder links abzubiegen. Ok, dann machen wir eben gezwungenerweise Halt an der Samson Mall(chen). Hier befindet sich auch das Visitorcenter, da kann man ja mal ne Umgebungskarte mitnehmen meint N. Die Sperrung liegt übrigens an einem durch einen Grizzly verursachten Verkehrsstau. Freundlicherweise unterbricht der Bär aber dann seine Aktivitäten und verzieht sich offenbar wieder, so dass wir dann doch noch weiterfahren dürfen. Hurra.


Wir stoppen kurz an unserem heutigen Domizil der Paradise Lodge und erledigen schon mal den Papierkram, beziehen dürfen wir unsere Cabin in der Wilson-Ausführung allerdings erst in 4 Stunden. Macht nix wir wollen ja eh den Plain of Six Glaciersnoch wandern. Mit viel Glück ergattert M direkt am unteren Parkplatz am Hotel einen freien Platz für den Wagen. N & M wechseln in die Wanderschuhe und los geht es.





Zunächst separieren wir uns schnell von der größten Masse, die hier direkt am Hotel herumsteht und laufen den See entlang.











Blick zurück auf das Chateau Hotel










Gerade als wir das hintere Ende des Sees erreichen, fängt es an zu regnen. Echt jetzt. Es geht einen kleinen Hügel hinauf und N hat hier schon mit Schnappatmung zu kämpfen. Tja, heute morgen den Asthmaspray offenbar vergessen. Die Vorstellung, jetzt auf etwa die selbe Höhe wie die Takakkaw Falls zu klettern.... leichte Hektik macht sich breit. Ne, das lassen wir lieber, so schön der Trail auch sein soll. Das kann nur doof werden. Also kein Plain of Six Glaciers Teehaus sondern stattdessen geordneter Rückzug.


Wieder am Chateau angekommen, wieder Menschen, die die armen ground squirrel mit fettigen Käse Tortlla Chips füttern.... und die Tere sind dann auch noch so dumm wie die Menschen, die sie füttern und fressen das auch noch. Nein, die betteln sogar darum. Hier ist offenbar keiner der beteiligten Parteien mehr zu helfen.






Wir setzen uns noch etwas in die Sonne, die natürlich wieder aufgetaucht ist, genießen die Aussicht und wundern uns noch eine Runde über ein asiatisches Brautpaar, dass hier inmitten der Touristenmassen seine Hochzeitsphotos machen läßt.




Wir fahren weiter zum Moraine Lake und N isst dort erstmal bei herrlichstem Sonennschein ein Eis mit Seeblick. Das anscheinend für die meisten hier offenbar angesagte Kraxeln auf dem Rock Pile lassen wir mit Hinblick auf M's angeschlagenes Knie auch lieber sein. Wir laufen stattdessen wieder das Seeufer entlang. Darin sind wir heute ja schon geübt.




Wir lassen uns hier auch die Sonne auf den Pelz scheinen.











Ist das nicht eine Farbe!








Blick vom Ende des Sees zurück.




N & M beobachten eine Gruppe Vögel beim Tauchen. Richtig lange können die kleinen Gefährten unter Wasser bleiben, M macht sich schon Sorgen, dass sie ertrinken. N meint, die machen das schon länger, die kennen sich aus.
N: "Ist das eine Tauchfamilie oder Rudeltauchen?"
M: "Das ist eine Arbeitsgruppe."




Wir fahren zurück zur Paradise Lodge und können unsere Cabin beziehen. Die ist soooo niedlich! Das ist die beste Cabin, die wir bisher hatten, gefolgt von der in Wall, SD.




Wir fahren zum Abendessen zu Bill Peyto's Cafe im Hostel. Da soll es halbwegs lecker und preiswert sein. Tatsächlich gibt es irgendwie keine normalen Restaurants hier in Lake Louise, außer einem Chinesen oder so was ähnliches. Die Restaurants, die es gibt, gehören alle zu den ca. 5 Hotels, die es hier im Ort zu geben scheint. Allerdings ist die Liste an Hotels und Restaurants für Banff riesig lang. N schließt daraus, dass die Massen an Menschen, die hier zu finden sind, vermutlich hauptsächlich Tagesgäste sind. Der Ort selber hat etwa 1000 Einwohner, wo die allerdings wohnen und einkaufen bleibt uns unklar.


In Ermangelung von Chicken Wings nimmt M Fish & Chips, aber auch das hätte N vorhersagen können. N versucht sich an Chicken Quesadilla. Sterneküche ist es jetzt nicht aber trotzdem alles ok. N probiert noch ein Grasshopper Beer, das ist allerdings nicht so gut wie die beiden Wheat Ales der letzen Tage.


Wir sind fertig. Es schüttet.
M: "Ich kann dich abholen."
N: "Mit nem Traktor?"
M: "Klar Resi."


Auf dem Rückweg zur Paradise Lodge wieder Stau, der Grizzly ist zum Abenessen am Hang zurück. Heute ist Obsttag, offenbar gibt es für ihn erneut Beeren.




Unser Plan, das Bier vor unsere Hütte zu genießen, scheitert am Regen. Ok, dann setzen wir und eben stattdessen an den Gaskamin. Kaum haben N & M es sich hier gemütlch gemacht, kommt die Sonne raus. Frechheit, die will uns wohl veralbern.



N: "Ich mußte hier die "no noise after 11 pm policy" unterschreiben."
M: "Ich halte hier heute sogar die 20 Uhr Policy ein."
Ihr seht, der Tag war früh zu Ende, genauso wie er angefangen hat.

14 °C, 158 km.
 

Texelrita

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Ist das toll, hach ist das doch toll! ich dreh gerade meinen Laptop von den Knien ständig nach rechts um Heinz all diese tollen Fotos zu zeigen. Ich in aber mal richtig beeindruckt von der Landschaft und dem abartig klaren Wasser!

Wenn unsere Bucketlist nich so voll wäre und der Texelvater damals beim kennenlernen einfach mal 20 Jahre jünger gewesen wäre.....dann müssten wir da jetzt auch noch dringend hin und wandern gehen :giggle:.

Also mich hast Du am Hals mit diesem tollen Bericht - manchmal muss ich erst resetten bei deinen zweigleisigen megatollen Berichten, richtig stressig - gut das ich derzeit zu Hause bin.
 

Fritz & Buddy

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Deine Begeisterung kommt förmlich durch die Leitung(y)

Aber sag niemals nie.... auch ohne gross zu Wandern kann man da viel sehen
 

Fritz & Buddy

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Mo 18.07.16 Lake Louise, AB Jasper, AB

N & M verlassen um halb Acht schweren Herzens die Cabin. Die war wirklich wunderbar, hier hätten wir gerne noch eine Nacht verbracht.

Wir stoppen bei Laggan's Deli, das macht nämlich schon um 7 Uhr auf, und besorgen je ein Chicken Salad Roll und ein Roastbeef Sandwich und ein Stück Lemon Poppy Seed Kuchen für später.



Kurz hinter Lake Louise auf der 93 begrüßt uns ein Schwarzbär, der offenbar auch frühstücken will.





Bow Glacier Falls

Die Wolken hängen immer noch ziemlich tief und daher lassen wir die geplante Wanderung zu den Bow Glacier Falls lieber ausfallen. In dem Wohnmobil, das hier am Bow Lake Viewpoint steht, sitzt eine Katze auf dem Dashboard und sonnt sich. Hunde haben wir ja schon oft in Autos oder auch Wohnmobilen gesehen aber Katzen? Wir fahren jetzt direkt zum Peyto Lake und hoffen, noch vor den Massen dort zu sein.



Das ist definitiv richtig. Am liebsten würde N alle drei Meter Photos machen, aber dann kommen wir vermutlich nie an.





Schließlich kommen wir doch noch am Peyto Lake an. Wir laufen die kurze Strecke durch den Wald zum Aussichtspunkt. An einer Stelle sind sich N & M sicher, dass sie ein Knurren aus dem Gebüsch gehört haben. Hm?





Mittlerweile ist auch die Sonne voll rausgekommen, hat viele der tiefhängenden Wolken weggewärmt und beleuchtet den Peyto Lake.

N: "Schaust du dich eigentlich ständig um, weil du glaubst, da kommt was aus dem Gebüsch gesprungen?"
M: "Ich will lieber, dass es mich frisst statt dich."
N: "Und wie soll ich dann hier wegkommen?" M: "Auto"
N: "Den Schlüssel frisst es doch dann mit."
M reicht N den Autoschlüssel.
N: "Der mit dem Schlüssel wird immer gefressen."
M will den Schlüssel wieder zurück.
M hat bei aktuell etwa 10 °C eine kurze Hose an.
N: "Ist dir nicht kalt?"
M: "Nur wenn du mich ständig darauf hinweist und das 10-mal wiederholst."
N: "Kalt, kalt, kalt, kalt, kalt, kalt, kalt, kalt. Und?"
M: "Das waren nur 8." N: "Kalt, kalt. Und jetzt?"
M: "Vielleicht etwas frisch."
Kurzer Frühstücksimbiss, das Roastbeefsandwich muss dran glauben und dann fahren wir weiter zum Columbia Icefield. Auch schon auf dem Weg dahin passieren wir eine Reihe Gletscher mit riesigen Eismassen, die wie am Berg zu kleben scheinen.






Was da zum Teil für Schneemassen hängen, verrückt.

Wir kommen am Visitor Center an und M besorgt erst mal Tickets für die nächste Tour zum Skywalk. Die ist freundlicherweise bereits in 10 Minuten um 11.15 Uhr. Wir können auch schon direkt in die Einsteigeschlange und dann in den Bus. Tatsächlich sind nur wir und der Fahrer an Bord dieses 56 Personen Gefährts, das nennt M mal einen Fullsize Wagen. Offenbar ist es tatsächlich eher selten, dass nur 2 Männekes im Bus sitzen, denn auch der Busfahrer meint, wir hätten offenbar heute eine VIP-Tour erwischt und wirklich, wir werden als einzige Teilnehmer zum Sykwalk gebracht.

Ziemlich verrückt. Direkt hierhin kann man übrigens nicht fahren, denn hier gibt es weder Parkplätze noch Ticketkassen. Der Busfahrer meint auf Nachfrage auch noch, dass es normalerweise erst gegen 12 Uhr hier voll wird. Da haben wir ja Glück. N & M werden noch mit einem kostenlosen Audioguide ausgestattet und los geht es. Das Icefield oberhalb der Berge, von dem die vielen Gletscher hier gespeist werden, kann man durch die Wolken nur erahnen. Die Schnee- und Eisschicht da oben ist fast 100 m dick, erfahren wir von unserem elektronischen Guide.





N macht die ersten vorsichtigen Schritte aufs Glas. Ein ziemlich cooles Gefühl. Den Mittouristen zuzusehen macht fast ebenso viel Spaß, wie die Landschaft anzusehen oder die Sicht nach unten zu bestaunen. Einige laufen wie auf Eiern, anderen schlurfen ganz vorsichtig oder hangeln sich von Strebe zu Strebe und andere sehen aus, als wollten sie am liebsten einfach nur auf den Arm.








Mittlerweile wird es hier etwas voller und wir fahren mit dem nächsten Bus zurück zum Visitor Center. Der ist eindeutig voll, keine VIP-Behandlung mehr und vom Sitz vor uns dürfen wir uns noch lautstark anhören, dass das Ruhrgebiet ab Köln in der Zukunft irgendwann komplett unter Wasser stehen wird. OOOOMMMMM. Gut, dass die Fahrt nur ein paar Minuten dauert, sonst hätte M N wieder bremsen müssen, damit sie das nicht kommentiert. Im Visitor Center ist nun Überfüllung angesagt, Menschenmassen schieben sich hier plötzlich durch, die vorhin nicht zu erahnen waren. Und alle laufen rum, als wären Sie blind. Wir gehen ins Untergeschoß, wo einer asiatischen Reisegruppe lautstark am Modell des Icefields irgendwas nahe gebracht wird. In einer Riesenlautstärke mal wieder. Wir verkrümeln uns ins Theater, um den Film zu sehen. Der ist sehr schön und anrührend und ohne Text und so gar kein normaler Parkfilm mit Erklärungen, wie man ihn sonst meist sieht. Hier ist es uns aber eindeutig zu voll. Sunny und ich machen noch schnell ein Photo mit den Kollegen, die hier arbeiten und dann ab zum Auto.


Hunger, Zeit für das (die?) Chicken Salad Roll und den Kuchen, das geht auch auf dem Parkplatz, die Umgebung ist ja einfach toll, oberhalb der "Menschenwuchsgrenze".

Athabasca Glacier
Wir kommen nur eine kurzes Stück voran und stoppen an den Tangle Falls.​
Weiter geht es. Wir wollen etwas weniger touristisch Erschlossenes und fahren ein Stück weiter denn wir wollen zum Beauty Creek und den Stanley Falls. Ein Stück nördlich des Stutfield Glacier Viewpoints befindet sich rechts an der Straße ein kleiner Parkplatz neben zwei großen Rohren, die unter der Straße hindurchführen.
Trailhead​
Wir stellen den Wagen ab (hurra nur zwei weitere Autos stehen hier und nicht gleich Hunderte) und machen uns auf den Weg. Erst ein Stück geradeaus und dann rechts weiter den Deich entlang.
Auf dem kleinen Deich entlang des Beauty Creeks.​
Das lokal ansässige Wildlife ist etwas irritiert von unserer Anwesenheit.​
Geradeaus endet der Weg am Creek, man sieht noch die Betonreste einer ehemaligen Brücke. N zieht ihre Notizen aus dem Netz zu Rate. "Hier geht es links den Hügel hoch". Den fetten Pfeil aus Steinen am Boden, der genau das sagt, hat sie überhaupt nicht wahrgenommen. Minutenlang lacht sie sich schräg über ihre Blindheit.
Ein Ground squirrel rennt über den Baumstamm quer über die Schlucht, wow, offenbar völlig schwindelfrei. Da wir das nicht können, bewundern wir nur den Regenbogen.​
Wir gehen weiter und treffen 4 Leute, die uns entgegenkommen. Aha, das erste Auto vom Parkplatz. Alle paar Schritte findet sich hier ein neuer Wasserfall. N hat nicht mitgezählt aber 6-7 sind es bestimmt.
Stanley Falls nach etwa 1,2 km.​
Wir gehen noch ein Stückchen weiter bis zum nächsten Wasserfall. Hier sehen wir das Paar aus dem zweiten Wagen, die sind hier offenbar heruntergeklettert und machen unten Bilder. Das lassen N & M mal lieber sein. Angeblich soll der Pfad hier schlechter werden, wir drehen daher um, geschaut haben wir allerdings nicht, ob es noch viel weiter geht.
Fazit: Wunderschöne Wanderung durch den Wald entlang des Flusses, wenig Leute, schöne Wasserfälle und nicht zu anstrengend. Als nächstes: Kontrastprogramm die Athabasca Falls. Hier steppt wieder der Bär.
Toller Wasserfall, aber einfach hoffnungslos überlaufen. Jede Menge Touristen ohne einen Funken Trail Etiquette. Eine deutsche Dame steht hinter M, der brav an einem Engpass wartet, bis der Gegenverkehr vorbei ist. Leider versteht sie das aber so gar nicht und will sich an ihm vorbeidrängeln. Sein sehr deutliches "Excuse me" lässt sie dann aber gehörig zusammenzucken. Weiter geht es Richtung Jasper und der aktive Teil des Tages endet wie er begann: mit einem Bären.
Grizzly oder Schwarzbär? Wir tippen von der Größe eher auf Grizzly.​


Am Ortseingang von Jasper übernimmt eine Herde Elk das Kommando über den hiesigen Straßenverkehr.

Wir halten am Bahnhof und besorgen erst mal einen Schwung Bargeld, um unser für die nächsten zwei Nächte gemietetes Appartement zu bezahlen. Wir gehen zu Bearberry Photo & Canadiana und bekommen Instruktionen, wie wir zum Haus finden. Die Bearberry Suite ist eine kleine kürzlich renovierte Souterrain Wohnung in Laufweite zu allen Restaurants und Geschäften.




N & M fahren noch kurz zu Robinson's Supermarket, um ein paar Kleinigkeiten zum Frühstücken und etwas Bier zu besorgen. Die Preise hier sind schon gewaltig, ein paar Scheiben Käse kosten ca. $7, die Butter und das Brot je um $3 und das Bier, das wir im Liquor Store neben der Shell Tankstelle besorgen, der günstigste Liquor Store des Ortes übrigens, wie sich später herausstellt, kostet charmante $14,99 pro Sixpack.
Zum Abendessen gehen wir in die Brewery, ziemlich chaotisch, etwas ungemütlich und die meisten Biersorten sind aus. Dafür sind der Burger und die Fries lecker und die Wings vermutlich wie immer. N trinkt ein hiesiges Weizenbier, das tatsächlich ganz ok ist.

Heute Abend halten wir sogar bis halb Zehn aus, Rekord.... es ist bis fast Mittenacht hell, sagt das Internet, live dabei waren wir bisher noch nicht. So lange wach bleiben, verrückt.

22 °C, 250 km, Bearberry Suite
 

Fritz & Buddy

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Di 19.07.16 Jasper, AB

Wir frühstücken im Stehen, also N, M sitzt auf der Treppe. Der Austatter der Wohnung hat irgendwie den Frühstückstisch vergessen einzuplanen. Heute morgen steht einen Fahrt mit der Skytramauf den Whistler's Mountain an. Auf dem Weg dorthing beklagt N das Fehlen des morgendlichen Quotenbärs. Wir haben uns jetzt die letztes zwei Tage schon an einen Bären morgens und einen Bären abends gewöhnt.
Nix. Nur ein einsamer Elk am Straßenrand.

M: "Da hat der Bär wohl die Vertretung geschickt."

N: "Kein Wunder, wir sind ja heute auch ne Stunde später dran als die letzten Tage. Der Bär hat sich bestimmt vorhin pünktlich hier die Pfoten in den Bauch gestanden. Da mußte halt jetzt die zweite Reihe ran."

N hatte gelesen, dass die erste Bahn um 9 Uhr fährt. Tatsächlich kommen aber schon die ersten vom Berg wieder runter, da der Betrieb heute schon um 8 Uhr gestartet ist. Mit 4 anderen fahren wir die etwa 7 min nach oben. Der Guide meint, dass sei der erste schöne Tag hier seit Wochen. Ok, alles richtig gemacht. Oben angekommen ist es wärmer und windstiller als erwartet. Das finden auch die Mücken toll, die hier in Massen rumschwirren. Hm, was wollen die denn hier, die haben wir auf 2277 m Höhe jetzt nicht erwartet, ganz schlecht recherchiert.















Jasper





Frau Marmot bespaßt die Jugend und Herr Marmot bewacht seine Famile, die etwas unterhalb auf einem Stein sitzt. Ein Vogel nähert sich, er gibt Alarm, so einfach ist hier die Arbeitsaufteilung.



Mama und die Kleinen. das zweite ist offenbar gerade im Bau verschwunden.



Pause.



Achtung, da kommt was geflogen.​

Als wir zurück zur Station gehen, kommen drei Deppen und vertreiben Herrn Marmot von seinem Wachplatz, um es sich auf dem Felsen gemütlich zu machen. N ist so wütend, sie würden die Kerle da am liebsten runterwerfen.







Hier geht es zum Gipfel.










Wir begeben uns zurück zur Bergstation. In der Kabine, die gerade oben ankommt, waren 25 Personen zusammengequetscht. Ne, da macht die Fahrt wenig Spaß. Gut, dass wir so früh hier waren, denn wir fahren auch nur zu Dritt wieder nach unten. Nach etwa zwei Stunden sind wir wieder an der Talstation, wo mittlerweile die Hölle los ist. Kein Vergleich zu den drei Männekes als wir vorhin ankamen.

Wir fahren weiter zum Maligne Canyon. Hier wieder das gleiche Bild, wie an vielen Stellen der letzten Tage, einfach nur voll. Wir kämpfen uns an Kleinkindern, Kinderwagen, posierenden Asiatinnen und sonstigen Gestalten vorbei und erst hinter der 4. Brücke wird die Lage entspannter.

M: "Oh Mann, das ist hier ja voll wie in Frankfurt...."

N: "...am Flughafen."


















An der 5. Brücke angekommen entscheidet N, dass Sie auf keinen Fall den gleichen Weg wieder zurück gehen will. A. wegen der vielen Menschen und b. weil da jetzt einfach zu viele Treppen wieder nach oben führen. Eine Konsultation der hier angebrachten winzigen Karte läßt die Entscheidung auf Trail 7h fallen. N hat die Hoffnung, dass dieser um den Berg herumführt und es dort weniger voll ist. Der zweite Wunsch wird ihr erfüllt: kaum Leute unterwegs. Kann aber auch daran liegen, dass Wunsch 1 nicht in Erfüllung geht, denn es geht stetig bergan.

M: "Vielleicht bedeutet Trail 7h ja 7 Stunden."

N: "Und was ist dann der Trail 7f?

M: "F..k."

N: "Ah, noch schlechter."

Kommentar des Autors: bitte an geeigneter Stelle das "Beeeeeep" denken.



Hurra, oben angekommen.​

Rutschige Stelle, Vorsicht!

M: "Entweder sterben wir beide zusammen oder gar nicht."

N: "Das zweite wird wohl schlecht gehen."

M: "Mit Hilfe von einem Vampir."

N: "Das ist doch alles Unsinn."

M: "Wohl keinen einschlägigen Dokumentarfilm gesehen..... wie "Dracula jagt Minimädchen"."

Pünktlich wieder am Parkplatz fängt es an zu regnen. Dann also weiter zum Maligne Lake.






Hier wollten N & M eigentlich die Bootsfahrt machen, aber bei dem Wetter, nein danke. Es regnet jetzt richtig und am See weht auch noch ein empfindlich kalter Wind. Wir beschließen, lieber zurück nach Jasper zu fahren.



Tierischer Stau am Medicine Lake.​

Das mit dem Abendbär klappt dann heute wieder ganz gut, und um den Schnitt zu halten, sehen wir gleich zwei. Mama mit Kind.




Wo wir schon auf der Pyramid Lake Road wohnen, wollen wir "unserem" See auch einen Besuch abstatten. Von oben konnten wir heute morgen ja schon einen Blick darauf werfen. Am Ende des Sees befindet sich Pyramid Island, das mit einer kleinen Brücke trockenen Fußes zu erreichen ist. Hier findet auch gerade einen Hochzeit statt, die Anordnung der fest installierten Bänke läßt vermuten, dass hier nicht nur die Feiern, sondern auch die Trauungen selber stattfinden.





Pyramid Mountain.



Wir wohnen in dem Haus mit dem roten Dach.​

Wir machen bei schönstem Wetter einen kleinen Spaziergang durch Jasper und gehen heute ins Whistle Stop Pub im Whistler Hotel.









Jasper, the Bear, das Orts-Maskottchen.



Info Center.








Hier im Whistle Stop ist die Atmosphäre und der Service so, wie wir sie in der Brewery erwartet hätten. Wenn wir das gewußt hätten, wären wir schon gestern hier her gekommen. Auf dem Weg zurück sehen wir noch ein paar unterhaltsame Schilder.




24 °C, 125 km.
 

Fritz & Buddy

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Mi 20.07.16 Jasper, AB → Clearwater, BC

Es regnet schon zur morgendlichen Begrüßung. Pfui. N & M trödeln herum. Heute ist nicht so viel Programm auf unserer Strecke, da reicht es locker, wenn wir hier um 10 Uhr losfahren. M nutzt die Zeit und Gelegenheit, seine Hemden fürs Schiff noch Mal aufzubügeln. N kämpft derweil mit der vermaledeiten Technik. Der Bericht auf der Homepage läßt sich nicht mehr abspeichern.
Sie bastelt an einem workaround damit das wieder läuft. Bis all das erledigt ist, kommen wir tatsächlich erst um 10 Uhr los. Wir lassen die Haustürschlüssel, wie instruiert, auf der Küchentheke zurück und ziehen die Tür hinter uns zu. Es geht Richtung Westen zum Mt. Robson Provincial Park. An der Grenze nach British Coulmbia, der Hinweis: bitte Uhren eine Stunde vor stellen. Aye Aye.


N: "Wo ist denn der Quotenbär für heute? Gibt es hier in British Columbia keine Bären. Gibt es die nur in Alberta?"

Eine Minute später....

N: "Oh Mann, es heißt ja schließlich auch Albärta!"

M: "Wir Trottel. Ja klar. Kein Wunder. Dass wir darauf nicht eher gekommen sind!"











Overlander Falls





Nächster Halt, das Mt. Robson Visitor Center. Leider kann man den Mt. Robson nicht ganz sehen, der obere Teil hat sich in Wolken gehüllt.




Es geht weiter: die Rearguard Falls. N hat ein paar Probleme den Park in unserem offenbar mit Legasthenie geschlagenen Navi zu finden. Wer sucht schon nach falschen Schreibweisen. Das Navi kennt nur die Reargaurd Falls.






Wir stoppen in Valemount in einer kleinen Schweizer Bäckerei, weil N unbedingt einen Kaffee möchte, aber sie probiert auch den Mohnstrudel, wenn der schon mal da ist. Es geht weiter im Dauerregen Richtung Clearwater. N nickt zwischendurch mal weg und wird schlagartig aus Ihrem Dösen-Status aufgeweckt als M abbremst. Am linken Straßenrand taucht ein Schwarzbär auf und der ist auch noch in Begleitung von zwei Kleinen.











Tatsächlich brettern die großen Laster mit um die Hundert km/h dicht an den Bären vorbei, ohne dass diese wegrennen, die gehen nur etwas in Deckung. Der kleine Braune reibt sich danach immer mit der Tatze über das Gesicht, als wollte er sagen: "Pfui, Mama, der Laster hat mich ganz nassgespritzt".









In Clearwater entern wir als erstes das Visitorcenter, N läßt sich die wichtigsten Infos zum Wells Gray Parkgeben, M versucht eine Fahne von Kanada zu erstehen. N ist deutlich erfolgreicher mit ihrem Unterfangen, er müßte das Dekomaterial klauen, um eine zu bekommen, gaaaanz schlechte Idee. Danach ist als Ersatz quasi ein Royal Oreo Blizzard fällig. Large.... to share.









Nächster Stop: Spahats Falls.​

Wr fahren weiter zu unserem Heim für die nächsten zwei Nächte: Clearwater Springs Ranch.



Die Empore vor unserem Zimmer.



Unser Wolf Room.



Blick aus unserem Fenster.





Das Wohnzimmer.




Kolibris auf der Terrasse.​

Ein wunderschönes ca. 3 km abseits der Straße gelegenes Haus an einer großen Wiese mit umwerfendem Blick auf die Berge. Einfach herrlich. N & M werden herzlich von den Eigentürmern Kurt & Tania empfangen und kurz in die Haus"nutzung" eingewiesen und beziehen dann unseren Wolf Room. Um halb Sieben versammeln sich alle Gäste und die Gastgeber zum gemeinsamen Abendessen,
das optional dazu gebucht werden kann. Was auch absolut Sinn macht, denn Claerwater ist etwa 30 km entfernt und die schmale unbefestigte Straße ist im Dunkeln sicher nicht so nett zu befahren. Nicht, dass das aktuell bei Sonnenuntergang um 22 Uhr (wir sind hier ja eine Stunde gegenüber Alberta zurück) was ausmachen würde. Egal, auf jeden Fall ist es sehr nett, fremde Menschen aus anderen Ländern zu treffen und ein wenig zu erzählen. Heute haben wir hier: die Eigentümer aus Belgien, eine Familie aus Quebec, ein Paar aus London und uns. Eine bunte Mischung. Tania, die Inhaberin, kann wunderbar anschaulich erzählen, es macht einfach richtig Spaß, ihr zuzusehen und zuzuhören.

Zu Essen gibt es heute einen Vorspeisensalat gefolgt von Huhn mit Cranberrysauce und Kartoffeln. Zum Nachtisch gibt es Nanaimo Bars. Lustigerweise hat N durch Zufall in der Woche vor dem Urlaub genau dafür ein Rezept gefunden und gespeichert. Das Rezept für das Cranberry-Huhn besorgt sie sich hier gleich auch von Tania. Was man hat, das hat man.

363 km, 14-22 °C
 

Reisezottel

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Wie ich sehe, habt ihr Bären Besuch von einem Großbär bekommen. Ist das Mama oder Papa Bär, oder ist das nicht so genau feststellbar? :whistle:

Könnt ihr vom Wolfroom auch Wölfe sehen? :giggle:
 

Fritz & Buddy

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Wie ich sehe, habt ihr Bären Besuch von einem Großbär bekommen. Ist das Mama oder Papa Bär, oder ist das nicht so genau feststellbar? :whistle:

Könnt ihr vom Wolfroom auch Wölfe sehen? :giggle:
ich glaube bei den Bären kümmern sich nur die Mamas um die Kleinen.

Es gab leider keine Wölfe zu sehen nur Kolibris.
 

andrea_flo

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So ein schöner Reisebericht, bitte schnell weiterschreiben, vielleicht können wir noch Anregungen aufsaugen, bevor es für uns bald auf das Schiffchen geht.
Auf eure Bären-Sichtungen bin ich ja schon ein klein wenig neidisch...
 

Fritz & Buddy

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So ein schöner Reisebericht, bitte schnell weiterschreiben, vielleicht können wir noch Anregungen aufsaugen, bevor es für uns bald auf das Schiffchen geht.
Auf eure Bären-Sichtungen bin ich ja schon ein klein wenig neidisch...

dann mach ich mal schnell weiter
 

Fritz & Buddy

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Do 21.07.16 Clearwater, BC

N & M sind um 5 Uhr wach. So langsam wird es.

M schaut aus dem Fenster auf die große Wiese hinter dem Haus.

N: "Und, Tiere zu sehen?"

M: "Nicht mehr als ein Wolf, zwei Bären und ein Cougar. Relativ langweilig. Dass die tanzen hab ich nicht gesagt, oder?"

Ein hartnäckiger Moskito versucht hartnäckig das Fliegengitter zu durchbrechen.

N: "Ick will dir fressen, hm?"

M: "Poldi der Jungmoskito?"

Ab halb Acht steht in der Küche Kaffee bereit. M ist so lieb und bringt N welchen ans Bett. Sehr aufmerksam. Allerdings bleibt nicht so viel Zeit, ihn in aller Ruhe zu genießen, denn um halb Neun ist für alle Frühstück angesetzt und so versammeln sich alle 7 Gäste zum gemeinsamen Frühstück, während die Eigentümer Eier und Speck zubereiten. Es gibt Kaffee, Tee und Saft, Toast, Brötchen, Wurst, Käse, Marmelade, Nutella etc. und Müsli, Joghurt und Obstsalat also alles was man so benötigt.

Etewa eine Stunde später machen sich dann alle auf zu ihren Tagesaktivitäten. Wir stoppen als erstes an den Dawson Falls. N greift hinter sich zur Regenjacke und greift.... ins Leere. M hat sie ordentlich im Zimmer in den Schrank gehängt. Super und das, wo es jetzt auch wieder anfängt zu regnen.



Dawson Falls​

Etwas missmutig besichtigt N die Wasserfälle, die ja nun wirklich nichts dafür können. M schlägt vor, nochmals zur Ranch zurückzufahren, um die Jacke zu holen. Tania empfängt uns auch gleich mit der Frage, "Regenjacke vergessen?" und dem Kommentar, "Und das bei den Deutschen, die haben doch immer eine Checkliste."

Als am wieder ins Auto steigt meint er: "Ich hab ihr jetzt nicht verraten, dass du tatsächlich eine Checkliste hast."

N: "Ja, zum Packen vor dem Urlaub, aber doch nicht für jeden Tag im Urlaub."



Sehr angenehm, alle Provincial Parks, die wir bisher aufgesucht haben und auch dieser hier sind kostenlos.



Nächster Halt, die Wasserfälle Bailey Chute.





Was das wohl ist? Riesenblätter.











Bailey Chute, hier kommen die Lachse auf ihrer Wanderung nicht rüber, da die Fälle einfach so lang sind. Hoch können die Fische offenbar ganz gut springen aber eben nicht ewig weit.



Ray's Farm. Hier gäbe es angeblich, speziell in der Dämmerung wohl, viele Tiere zu sehen. N & M treffen hier allerdings nur auf viele Moskitos und Bremsen, in einer Dichte, die sonst bisher nicht anzutreffen war, außer vielleicht auf dem Berg in Jasper. Das macht auf jeden Fall wenig Freude und daher verziehen wir uns schnell wieder.


Monotropa uniflora​


Wir fahren weiter zu den Helmcken Falls, die seltsamerweise Helmecken Falls ausgesprochen werden. Egal. Wr wandern weiter auf dem von Tania empfohlenen Gatling Gorge Trail und sind hier ganz alleine. Keine anderen Menschen und auch fast keine Moskitos.





Helmcken Falls





Gatling Gorge Trail​

Unser Plan noch den South Rim zu wandern, werfen wir kurzfristig über den Haufen und N & M entscheiden sich stattdessen für den Green Mountain Tower, wenn die Sonne schon mal scheint. Und tatsächlich hat mon von hier eine ziemlich gute Sicht.



Trophy Mountain​

Anschließend macht alles Weitere, was noch anstünde keinen Sinn, denn dann kämen N & M zu spät zum Abendessen, also fahren wir zurück zur Ranch. Hier werden wir von Bonnie empfangen, die tatsächlich auch bellen kann. Ansonsten fällt sie durch totale Unauffälligkeit auf und sie ist echt niedlich, sieht aus wie eine kleine Version von Lassie, ist aber ein Sheltie erfahren wir. Noch nie davon gehört. N wäscht mehr oder wenger provisorisch ihre Jeans in der Badewanne und breitet sie dann auf einem der Balkonstühle zum Trocknen aus, bevor sie sich selber in die Dusche schwingt. M versucht unterdessen auf dem Deck die Kolibris aufs Bild zu bannen. Etwas später gesellt sich N mit einem Tee, Keksen und PC bewaffnet dazu.










Abendessen gibt es heute bei dem schönen Wetter auf dem Deck, der Tisch dort wird für 10 Personen ausgezogen und gedeckt, denn es ist eine 4-köpfige belgische Famile statt der Familie aus Quebec mit am Tisch. Heute gibt es einen griechischen Salat, Chinook Lachs vom Grill mt einer Dill-Senf-Sauce und frischem Wok-Gemüse und Reis. Als Nachtisch heute Profiteroles. Herrlich! Nach dem Essen stehen wir noch alle quatschend in der Küche. Das selbstgebraute Bier wird diskutiert und andere wichtige Dinge des Lebens. Gegen halb Zehn löst sich die Gruppe auf, schließlich ist ab 22 Uhr quiet-time. Nein, Quatsch, tatsächlich will das Paar aus London morgen ganz früh los, sie wollen nach Victoria und N & M sind einfach so müde. Die belgische Familie hat sich aufgeteilt, die Jungs spielen irgendein Brettspiel und die Eltern versuchen weiterhin, wildlife auf der Lichtung hinter dem Haus zu erspähen.

22 °C, 101 km.
 

Fritz & Buddy

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Fr 22.07.16 Clearwater, BC → Cache Creek, BC

Wir frühstücken wieder in aller Ruhe und N bekommt sogar ein separates Obstschälchen hingestellt, garantiert ohne Äpfel. Wie nett. N & M packen ihr Zeugs zusammen und dann machen wir uns gegen 10 Uhr auf. Da wir das Gestern nicht geschafft haben, laufen wir Heute morgen den Moul Falls Trail. Wir treffen hier unsere belgische Familie, die kurz vor uns losgeht.





Keine Ahnung, was das hier für Früchte sind.





Moul Falls.​

Hier kann man, wenn man lustig ist auch hinter den Wasserfall gehen, allerdings wird man dabei pitschnass. Das lassen wir mal lieber. Die beiden belgischen Jungs finden das natürlich klasse und tollen hier herum.


Wir brauchen etwa 1 3/4 Stunde für den Trail, unser englisches Paar nur 1 h, offenbar haben die rennende Bergziegen als Vorbild, N & M schnecken dieses Jahr gemeinsam. Da kann man auch mal Luft schnappen und Baumkronen photographieren.

Der Rückweg führt durch einen lichten Wald stetig bergauf. Eine dunkle Wolke und Donner ziehen auf. Das war so nicht abgesprochen. Nach etwa einem Kilometer biegt der Weg auf eine Art ebenen Feldweg ein und auf den letzten Metern fallen tatsächlich erste dicke Tropfen. Regenjacke? Liegt natürlich im Auto.

Wieder im Auto wechselt N das nasse T-Shirt und die Socken und Schuhe. So, das ist besser! Der Regen hält nicht lange an es isst tatsächlich nur die eine Wolke. Das Visitorcenter, wo wir einen kurzen Stopp einlegen, erreichen wir schon wieder bei Sonnenschein.



Wer will schon ein Zubehörteil bei irgendwas sein...​

Hier in Clearwater erledigen wir noch schnell die aktuell anstehenden zivilisatorischen Dinge: Tanken, Off-Spray und Bier kaufen. Wir fahren dann, wie von Tania empfohlen, erst nach Little Fort und biegen dort auf die 24 nach Westen ab. Tatsächlich sind hier, wie versprochen, keine Laster unterwegs, da es sich um eine schmale Straße durch die Berge handelt. An irgendeinem See, stoppt M kurz, denn N braucht dringend einen Kaffee, um wachzubleiben. Nicht, dass sie noch die Landschaft verschläft. Ab Lonely Butte geht es dann Richtung Südwesten entlang des Green Lakes. Weiter südlich treffen wir dann auf die 99 S.



Überrraschend bunte Unterbrechung im grauen Gestein.​

Wir kommen um 16 Uhr rum in Cache Creek an. Jetzt hätten wir noch eine Stunde, um die Hat Creek Ranch zu besichtigen. Das ist für N & M, die ja als Museumsschnecken bekannt
sind, viiiiel zu wenig. also fällt dieser Programmpunkt heute aus. Morgen machen die leider auch erst um 9 Uhr auf, so dass wir das auch dann nicht als Ersatz einbauen können.


Wir übernachten heute zum ersten Mal in einem Motel 6. Das ist zwar renoviert aber, puh, was für ein Kontrast zu den letzten beiden Tagen. N & M bekommen ein upgrade auf eine Jacuzzi Suite. Wer braucht denn so was? Ty, Sunny, bleibt da bloß weg, das Ding ist in den letzten Jahren bestimmt nie richtig desinfiziert worden.

N & M setzen sich mit einem Feierabendbier ausgestattet in die Sonne vor unsere Behausung.

Statt zum, von N eingeplanten Star House Restaurant, gehen wir zum Heartland Restaurant, das die Frau an der Rezeption empfohlen hat. Keine gute Wahl. Die Griechen können hier noch nicht mal frisches Gyros sondern nutzen TK Formfleischware. Bäh. Der Chinese wäre bestimmt die bessere Wahl gewesen, da stehen jede Menge Autos davor. Tja, jetzt ist es zu spät.

17-30 °C, 268 km.
 
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